Ich bin ein Fan des Video-Spiels und daher in meiner Meinung natürlich total beeinflußt. Meiner Erfahrung nach gibt es gute und schlechte Adaptionen von Videospielen. "Tomb Raider" stellt hier wohl die Referenz dar. "Far Cry" hingegen ist das genaue Gegenteil.
Uwe Boll macht den Eindruck als hätte er sich nicht so recht entscheiden können, ob er nun die Story des Spiels verfolgen will oder nicht. Herausgekommen ist eine "ein bißchen 'Far Cry', ein bißchen 'Universal Soldier'"- Version. Dies sei der Vorlage geschuldet, welche ja auch nicht gerade mit einer blendenden Story aufwarten kann - es ist halt ein Ballerspiel, mein Gott :-)
Die Umsetzung der Mutanten ist absolut grottig - waren es im Spiel noch eher affenartige kleine Hüpfer sowie megagroß gewachsene Zombies mit kybernetischen Anteilen, hat Boll sich in dieser Verfilmung auf das Anmalen von Menschen mit lindgrüner Körperfarbe beschränkt. Übelst...
Till Schweiger und Udo Kier wirken in ihren Rollen gefällig - die Herkules-Aufgabe diesem "Werk" jedoch noch etwas Potential abzugewinnen können sie jedoch leider auch nicht stemmen. Bemerkenswert: Ralf Möller - bemerkenswert Mitleid erregend. In deutschen Samstag-Abend-Shows und Talk-Runden oft als "Hollywood-Star" angekündigt (nur weil er mal eine klitzekleine Nebenrolle in "Gladiator" bekleiden durfte), liefert der sichtlich gealterte Ex-Bodybuilder hier ein erbärmliches Bild ab.
Selten lasse ich mich zu "Ein-Stern-Rezensionen" hinreißen, aber hier wurde soviel Murks gemacht, daß mir nix anderes übrig blieb. Sparen Sie sich das Geld!