Rein nüchtern betrachtet ist "Far Cry" ein grundsolider Action-Streifen. Die Stunts und Effekte (Auto- und Bootverfolgungsjagd, Explosionen, etc.) sind handwerklich auf einem durchaus gehobenen Niveau und bieten was fürs Auge... die Gefechte (hier zwischen den Soldaten und Mutanten) sind okay, wirken manchmal aber etwas unbeholfen (hat man bei Bollfilmen aber auch schon deutlich schlechter gesehen).
Es kracht also durchaus ordentlich und gepflegt... aber auch Far Cry hat das selbe Problem wie andere Bollfilme: es kommt praktisch zu keinem Zeitpunkt sowas wie Spannung auf.
Die Schauspieler agieren alle halbwegs ordentlich, grösste Ausnahme ist jedoch Chris Copolla (der Essenslieferant Emilio), der wohl sowas wie die Lachnummer des Films sein soll aber bereits nach 2 Minuten einfach nur noch stört und auf die Nerven geht.
Absoluter Abschuss ist die total unnötige und peinlich aufgesetzt wirkende "Liebesszene" zwischen Schweiger und Vaugier frei nach dem Motto "Hauptsache es wird irgendwo mal rumgemacht... das steigert die Verkaufszahlen".
Im Vergleich zu anderem Actionschund von dem es "dort draussen" Massenweise gibt, kann man Far Cry also durchaus zumindestens als "Durchschnittskost" betrachte...... rein als Action-Film betrachtet...
...denn als Videospielverfilmung versagt der Streifen praktisch auf der ganzen Linie.
Der Protagonist heisst Jack Carver und trägt am anfang mal kurz ein rotes Hawaii-Hemd... das wars dann auch schon mit den Parallelen zum Spiel. Allein die Tatsache, dass die Geschichte von den tropischen Inseln Mikronesiens ins kanadische Hinterland verfrachtet wurde, disqualifiziert den Film in dieser Hinsicht leider total, denn gerade das (unverbrauchte) Szenario war einer der grössten Pluspunkte des Spiels.
Fazit: solide Durchschnittskost für Actionfans. Hätte man den Film aber nicht "Far Cry" genannt würde kaum auffallen, dass der Streifen was mit dem Computerspiel zu tun hat. 2 1/2 Sterne.