Genau die richtige Mischung aus Härte, Groove und Einfallsreichtum. Einige der Songs sind dabei relativ komplex aufgebaut (z.B. "Shedding Skin", "Slaughtered") und steigern sich immer weiter, schon sehr genial gemacht. Auf Anhieb gefallen "I`m Broken" und "Becoming", die anderen Stücke brauchen ein wenig Eingewöhnung, aber ein bisschen Geduld lohnt sich hier absolut.
"Far beyond driven" fällt um einiges brachialer aus als das Vorgängeralbum "Vulgar Display of Power", welches bei den meisten Fans das beliebteste ist. Meiner Meinung nach ist es aber nur das zweitbeste, eben nach "Far...".
Auf jeden Fall befanden sich Pantera mit diesen zwei Alben auf ihrem kreativen Höhepunkt. Alles, was es zu diesem Zeitpunkt an aggressiven Stilrichtungen gab - Metal, Hardcore, Punk ("The Badge") und sogar Rap bzw. Crossover ("No Good") - wurde von Pantera aufgegriffen und zu einem eigenen, höchst modernen Stil verschmolzen.
Die beiden folgenden Alben waren zwar auch noch relativ gut, aber spätestens mit "Reinventing the Steel" geriet die Entwicklung der Band ins Stocken, sie wirkte (auch in ihren Äusserungen bezüglich anderer Musikstile und ihrer politischen Einstellung) seltsam rückwärtsgewandt.
Mit "Far beyond driven" begann für mich eine langanhaltende "Metalphase", immer auf der Suche nach einer eben so guten, harten Band. In die nähere Auswahl schafften es u.a. Machinehead, Crowbar, Slayer, Raging Speedhorn, Fear Factory und Diesel Machine (wobei letztere mit den anderen aufgezählten nicht mithalten können). Aber keine konnte mich so begeistern wie Pantera mit diesem Album.