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Bei Fantomas handelt es sich deshalb um keine neue Platte der gleichnamigen amerikanischen Underground-All-Star-Band, sondern um ihr Debüt von 1999. Das Erscheinungsjahr ist aber bedeutungslos, denn diese Musik gehorcht keinem Trend und Stil sondern nur Patton sowie seinen kongenialen Mitstreitern Trevor Dunn (Mr. Bungle), Buzz Osbourne (Melvins) und Dave Lombardo (Slayer). Zusammen begeben sie sich an die Kompositions-Abgründe und fragen sich stets, wie weit sie noch gehen können -- weiter jedenfalls, als die meisten Musiker zu denken in der Lage sind. Innerhalb der 30 Kakophonien des Irrsinns wüten Fantomas stellenweise nur für Sekunden in unzähligen Gebieten der Musik. Doom-Metal, Speed-Core, Soundeffekte, Gesang in Form von Brüllen, Schreien, Kreischen, Quietschen oder Grunzen, Fiepgeräuschen, Rock-Eruptionen, überdrehter Hardcore und so manches mehr brechen über den Hörer wie ein Inferno herein. Falls ein Gott der Pop-Musik existieren sollte, dann sind Fantomas der Antichrist. --Sven Niechziol
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Patton entlockt seinem Kehlkopf die aberwiztigsten Töne (nicht Worte!), unterstützt von sekundenlangen Grindcore- und Metalgeschrubbe, das aufgrund präzisen Timings ohne Vorwarnung in so etwas wie Filmmusik (von Gangster- bis zum Horrorfilm) umschlägt. Jedoch ist jegliche Art von extremer Gitarrenmusik dominant, die allerdings nie besonders lange währt, da jederzeit ein fantastisch abrupter Bruch eintritt, weswegen die CD nicht aus Songs mit vielsagenden Titeln besteht (wie auch, wenn es schon keine Texte gibt), sondern aus durchnumerierten "Pages", wobei jede einzelne zahleiche aberwitzige Ideen beinhaltet.
Das Album ist aufgrund seiner Originalität ein immer wieder kurzweiliger Spaß, die Zusammenstellung der Musiker könnte nicht besser sein, und Mike Patton beweist auch hier wieder einmal, daß bei ihm das Gewöhnliche immer das Außergewöhnliche ist.
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