Wie schon oben beschrieben, hat "the black Sepulcher" im wesentlichen gemischte Bewertungen bekommen. In der Tat hatte ich auch etwas Schwierigkeiten die zeitliche Abfolge des Hintergrundes nachzuvollziehen. Offensichtlich hat der eine oder andere im Imperium diverse Verjüngungskuren hinter sich (wie z.B. Inquisitor Kryptman, der mittlerweile den vierten Tyranidenkrieg miterlebt...)
Ein großer Kritikpunkt, der angeführt wird, ist die Kampflastigkeit und die linearität. Nun, seien wir ehrlich, "The Black Sepulcher" ist ein Dungeon Crawl.
ABER: Kampflastig? Wenn man es will. Der erste Teil (sagen wir Prolog) enthält ein Scharmüzel und einen Kampf. Danach beginnt erst das richtige Abenteuer.
Der zweite Teil spielt fast ausschließlich in einer Kathedrale, deren Wände, deren ganzes Wesen durch die Anwesenheit einer starken Macht des Chaos korrumpiert wurde. Und schon hat man das Geisterschloss, House on Hounted Hill, Shining oder jeden anderen Horrofilm im Kopf, in dem sich die Wirklichkeit windet und die Spieler langsam in den Wahnsinn treibt. Selbst die "Zwischenbosse" kann man so abändern, dass bewaffneter Kampf unnötig, bzw. nicht zielführend ist, es sind schließlich verfluchte Seelen, Schatten ihrer Selbst... Als meine Gruppe schließlich den Schlüssel hatte und in die Tiefen der Katakomben vordringen sollte, hatte die Sororita eine Phobie vor der Dunkelheit, und der Psioniker war schon fast katatonisch ("diese Stimmen, immer dieses Flüstern...) Alle SPIELER kauten auf ihren Nägeln...
Da ist es ganz gut, dass man am Ende die GROSSEN WUMMEN auspacken darf, um sich etwas Luft zu verschaffen...
Alles in allem meiner Meinung nach ein gelungenes Szenario, dem ich aufgrund der Anpassungen, Nachbearbeitungen aber einen Stern abziehe.
Mein schönstes Erlebnis waren die Gesichter der Spieler, als ihnen nach dem Ende klar wurde, WAS sie da gerade gesehen haben, und in welcher Gefahr sie da schweben...