Das Autorinnenteam zeigt vielfältige Möglichkeiten auf, kleinen Kindern im Kindergartenalter handlungsorientiert und spielerisch auf die vier Elemente Feuer, Wasser, Erde und Luft aufmerksam zu machen. Eine Phantasiereise, ein Gedicht oder eine Sachbegegnung führen zunächst in das Thema ein. Spielideen regen dazu an, die Urkräfte mit allen Sinnen zu spüren. Zu jedem Element werden diverse Bastelvorschläge angeboten, die vom Schwierigkeitsgrad und dem Gestaltungsspielraum passend auf die Altersgruppe zugeschnitten sind. So entstehen beispielsweise Objekte, mit denen man sich im Spiel die Kräfte der Natur zunutze machen kann, wodurch das Wissen und das Verständnis für die Elemente gefördert wird. Bei anderen Werkaufgaben werden die Gaben der Natur direkt als Werkstoffe verwendet, wenn mit Erden modelliert wird oder aus Blüten und Früchten Puppenköpfe entstehen. Einige Bastelideen bilden die Realität nach; andere versuchen das Naturphänomen als Phantasiegestalt zu personifizieren. Das Buch enthält keine Schablonen und nur selten konkrete Maßangaben, so dass zur Nachahmung die Fotos und Zeichnungen ausreichen müssen. Um die Materialbereitstellung für eine Lerngruppe zu optimieren, sollte die Erzieherin ein Modell nacharbeiten und anhand dessen Schablonen und Zuschnitthilfen bereitstellen. Obwohl dieses Buch für die Vorschulerziehung konzipiert wurde, lässt sich die methodische Herangehensweise auch gut auf die Arbeit mit Erst- und Zweitklässlern übertragen. Für diese Altersgruppe gilt es jedoch, den märchenhaften Zugang zu den Elementen um den naturwissenschaftlichen zu ergänzen. Ich hätte mir mehr Antworten auf die Naturphänomene gewünscht, um auch die Sachfragen der Kinder, die mit versponnenen Erklärungsversuchen nicht mehr zufrieden zu stellen sind, adäquat beantworten zu können.