Zu Recht sind diese Bücher ein großer Erfolg. Hier wird die Welt der Kinder richtig ernst genommen und mit herzlichem Humor gesehen - ganz ohne heischiges Entgegenkommen und ohne jedes Heititeititu. Ich hatte schon den ersten Band drei Testleserinnen im richtigen Alter untergejubelt - sie waren alle begeistert. Eine vierte Testleserin für den zweiten Band hörte ich immer wieder im Hintergrund auflachen und dann erklärte sie, dass sie sich entschlossen hätte, ab sofort zur Leseratte zu werden; sie hatte noch nie innerhalb so kurzer Zeit so viele Seiten geschafft. Sie fand die witzigen Stellen „irgendwie cool. Besonders diese Englischlehrerin", und sie fand es auch gut, dass die beiden Freundinnen nicht einfach nur telefonierten, sondern alles aufschrieben. Das ist ja auch der Trick des Buches. Das Alltägliche kriegt so eine Leichtigkeit und gleichzeitig eine Tiefe. Das Leben selbst wird angehalten. Durch die Briefform werden die Geschehnisse doppelt gebrochen wie in einem Spiegel- Labyrinth, in dem die gegenüber liegenden Spiegel die Ewigkeit simulieren. So wird zwar indirekt erzählt, das aber in einem Ton, der sofort Nähe schafft. So kommt es auch, dass man es nicht nur einfach irgendwie cool findet, wie hier den jungen Leserinnen und Lesern ihre eigene Welt ausgebreitet wird; hier kann man ernsthaft das sagen, was man sonst so leicht dahin plappert: Man muss die beiden einfach mögen. (Ich meine die beiden Bücher, die beiden Autorinnen und die beiden Heldinnen).