wenn man jemanden erzählt, dass man gerade ein buch namens "fanny holzbein" liest, kann es vorkommen, dass der jenige denkt, man würde sich beim lesen köstlich amüsieren, weil die geschichte vom holzbein so wahnsinnig funny ist.
das ist sie nicht.
spaß macht das buch aber trotzdem. die sprache ist klar, nah, unverschnörkelt und zutiefst poetisch. die geschichte von fanny und charlotte ist die geschichte einer wunderbaren freundschaft in einer zeit, in der es ansonsten nichts wunderbares mehr gibt.
der staub der zerbombten häuser weht einem beim blättern förmlich um die nase. die kulisse ist trist, kaputt und hoffnungslos. doch selbst im schutt gibt es noch träume. fannys traum zerplatzt an einem bombensplitter...