In diesem Film von Bergmann (der hier leider nur auf Englisch oder sogar nur mit englischen Untertiteln zu erhalten ist) wird die Welt aus den Augen eines Kindes betrachtet. Nach dem Tod des Vaters, der sehr phantasievoll und fröhlich war, schaffen die Kinder Fanny und Alexander, die um die Jahrhundertwende 1900 aufwachsen, sich ihre eigene Welt. Die Mutter, die sich bald schon mit einem strengen Pfarrer vermählt, will erst nicht wahrhaben, dass dieser die Kinder zu hart bestraft. Die Kinder wiederum leiden nur teilweise unter dem strengen Stiefvater, für sie zeigen sich Lebensverhältnisse und Geschehnisse immer noch einmal in einem anderen, kindlichen Blickwinkel. Später versucht die Mutter, mit den Kindern von ihrem strengen Mann zu fliehen, was Fanny und Alexander auf eine längere, phantasievolle Reise schickt.
Der Film ist in dunklen, schweren, samtigen Bildern gedreht, die Blicke der Kinder folgen lange den Dingen, die sich um sie bewegen, und die Kamera sieht das, was Kinderaugen sehen würden. Ein sehr kunstvoller Film, die Geschichte tritt beinahe zurück und lässt Raum für die dunklen Bilder, die seltsamen Räume, die Zimmer des Hauses und die Blicke der Kinderaugen.Ein sehenswerter, phantasievoller, nachdenklicher schöner Film.