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4,4 von 5 Sternen38
4,4 von 5 Sternen
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Preis:5,59 €
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am 18. Mai 2016
Inhalt
Als Cath's eineiige Zwillingsschwester Wren ankündigt, dass sie sich im College mit ihr kein Zimmer teilen will, fällt Cath aus allen Wolken. Unsicher und schüchtern wie sie ist, fühlt sie sich der neuen Situation nicht gewachsen. Das einzige, was ihr hilft, ist die FanFiction, die sie zu der berühmten Romanreihe Simon Snow schreibt. Und sie ist gut darin, ihre Geschichten lesen täglich mehrere tausend Menschen im Internet. Doch das neue ungewohnte College-Leben, der seltsame aber anziehende Freund ihrer Mitbewohnerin und andere persönliche Ereignisse sorgen dafür, dass ihre Simon Snow FanFiction beinahe auf der Strecke bleibt. Und Cath muss lernen, was für sie im Leben wichtig ist - und was nicht.

Meine Meinung
Ich hatte sehr hohe Erwartungen an das Buch, war es schließlich Ewigkeiten auf meiner Wunschliste (ich hätte es mir auch beinahe das ein oder andere Mal gekauft) und die Rezensionen waren fast alle einstimmig sehr positiv. Rainbow Rowell gehört - insbesondere in der amerikanischen Lesewelt - zu einer sehr gehypten Autorin und wenn man sich mal die ganzen Bookshelf-Videos der US-amerikanischen YouTuber anschaut, dann haben alle mindestens ein Rainbow Rowell-Buch im Regal - meistens Fangirl - aber oftmals alle Bücher der Autorin. Und manche besitzen sogar mehrere Ausgaben von Fangirl. Dementsprechend war ich wirklich neugierig und habe mich tierisch gefreut, als mir eine Kommilitonin das Buch ausgeliehen hat.

Ich halte jetzt mal nicht groß hinterm Berg und sage es gerade heraus: Ich fand das Buch echt schlecht. Richtig schlecht. Eine totale Enttäuschung. Ich bin eigentlich schon überrascht, dass ich das Buch überhaupt zu Ende gelesen habe, denn schon nach wenigen Seiten wurde mir klar, dass Fangirl und ich keine Freunde mehr werden. Ich schaffe euch nun mal einen groben Überblick von dem, was ich mir von dem Buch erhofft habe und von dem, was das Buch im Endeffekt dann zu bieten hatte (die Rezension könnte insgesamt etwas länger werden).

Was ich erwartet habe
Ein lustiges Buch mit dem Hauptfokus auf FanFictions +++ Dass die Protagonistin möglicherweise Leser ihrer Geschichten trifft +++ Allen voran eine nerdige, aber coole Protagonistin +++ Eine nette kleine Liebesgeschichte, vornehmlich mit einem ihrer Leser, den sie ja irgendwann in der Geschichte trifft +++ Eine heiße FanFiction, in der es zwischendurch zur Sache kommt +++ Eine locker leichte Geschichte, die nachvollziehbar und authentisch ist.

Was ich bekommen habe
Ein teilweise depremierendes Buch mit dem Hauptfokus auf das Collegeleben +++ Dass die Protagonistin nur einmal in einer unbedeutenden Situation eine einzelne Leserin trifft +++ Allen voran eine langweilige und von sozialen Ängsten zerfressene Protagonistin +++ Eine kleine Liebesgeschichte, die hätte nett sein können, wenn die Protagonistin nicht so bescheuert gewesen wäre; mit einem Kerl, den sie am ersten Uni-Tag kennenlernt und dem sie dann irgendwann ihre FanFictions vorliest +++ Eine sterbenslangweilige FanFiction, welche die Kategorie Slash im wahren Leben niemals verdient hätte +++ Eine bedrückende und von persönlichen Problemen zersetzte Geschichte, die seitenweise nicht nachvollziehbar und nicht authentisch ist.

Ich mochte Cath nicht. Kein Stück. Punkt. Sicherlich ist es nicht spaßig, mit sozialen Ängsten leben zu müssen, und ich spreche da selber ein wenig aus Erfahrung. Auch wenn ich das nicht direkt Ängste nennen würde, habe auch ich oft mit sozialen Unsicherheiten zu kämpfen. Aber Cath? Nein tut mir leid, das war für mich in keinem einzigen Moment nachvollziehbar. Es fängt schon damit an, als sie auf der ersten Seite in ihrem Zimmer auf dem College ankommt und auf Levi trifft. Sie kann überhaupt nicht mit seiner Anwesenheit und seinem Auftreten umgehen. Auch ihre Gedanken bezüglich ihrer Schwester und ihres Vaters sind irgendwie für mich... übertrieben. Ein (eineiiger) Zwilling zu sein ist sicherlich etwas, das niemand nachvollziehen kann, der nicht selber ein Zwilling ist. Aber mir fehlt da nunmal die Möglichkeit, es nachzuvollziehen, warum Cath mit der Tatsache nicht leben kann, dass ihre Schwester in ein anderes Zimmer zieht. Beide sind achtzehn Jahre alt, aber Cath verhält sich - beinahe das gesamte Buch über - als sei sie gerade mal zwölf. Sie bekommt von einer Dozentin einen Rüffel wegen einer Arbeit, die sie abgegeben hat, und danach ist es ihr praktisch unmöglich, noch weiter in den Kurs oder zu der Dozentin zu gehen, geschweige denn die Abschlussarbeit abzugeben. Sie leidet dann an einem kreativen Tief und jammert nur rum, was sie alles nicht kann.

Cath ist - vor allem zu Beginn - zu allen Menschen sehr abweisend. Das wird wieder einmal damit begründet, dass sie ja so ängstlich und schüchtern ist. Dementsprechend ist sie auch zu ihrer Mitbewohnerin Reagan und deren Freund Levi unfreundlich. Als es dann aber zwischen Cath und Levi zu einem Kuss kommt, tut Cath danach so, als hätte sie ja schon die ganze Zeit für Levi geschwärmt. Natürlich merkte man beim Lesen direkt, dass zwischen Cath und Levi was laufen soll, aber dadurch, dass sie von ihm immer nur genervt und ihm gegenüber sehr abweisend war, waren ihre Liebesbekundungen nach dem Kuss in meinen Augen extrem an den Haaren herbeigezogen.

Dann fand ich sie extrem prüde. Ich sage ja nicht, dass in einem Jugendbuch Sex propagiert werden muss, aber so, wie sie sich verhalten hat, konnte ich mich mit ihr kein Stück identifizieren. Sie schreibt eine Slash-FanFiction - sprich mit einem homosexuellen Paar - aber wirklich heiß wird es da nicht einmal. Die beiden Figuren kommen in Cath's Geschichten praktisch nie über das Händchenhalten hinaus. Und als Cath dann selber im Laufe der Geschichte eine Beziehung mit Levi eingeht, dann gibt es lange Zeit nicht mehr als einen Kuss auf die Stirn. Ich meine, ich kann verstehen, dass Levi ihr Vertrauen irgendwie ein bisschen missbraucht hat, aber trotzdem. Und vor allem immer mit dieser - tut mir leid - bescheuerten Begründung Ich küsse ihn nicht, da ich mir selber nicht vertraue. Denn wenn ich einmal beginne, kann ich nie wieder aufhören. Ich habe das Gefühl, dass diese Ausrede in verdammt vielen Contemporary-Romanen verwendet wird. Als es dann bei Cath und Levi so richtig offiziell wurde, fand ich deren Beziehung allerdings nur noch kitschig und schmalzig. Für mich persönlich unerträglich.

Ich möchte niemanden angreifen, der selber stark unter sozialen Ängsten leidet. Und wie gesagt, ich glaube auch durchaus, dass es sehr schwierig ist, damit zurecht zu kommen (ich kenne das ja selber teilweise). Aber dennoch war es für mich unerträglich, das Buch aus Cath's Perspektive zu lesen, da ich sie überhaupt nicht für voll nehmen konnte und ihren gesamten Charakter extrem unglaubwürdig fand. Sowieso fand ich fast alle Figuren extrem unglaubwürdig. Ihre Schwester Wren ist eine stereotypische College-Freshman-Tusse, die einmal auf die Schnauze fallen muss, um zu erkennen, wie toll doch ein gesittetes Leben mit der langweiligen Zwillingsschwester ist (nicht, dass ich sage, dass ihre Saufeskapaden toll waren, aber in meinen Augen entwickelt Wren sich zurück und nicht weiter). Die Mitbewohnerin von Wren, Courtney, die das klassische blonde Dummchen ist - und ich fand es am Ende übrigens trotzdem nicht fair, dass Wren sie dann wie eine heiße Kartoffel hat fallen lassen. Die zerrütteten Familienverhältnisse, mit denen versucht wird, der Geschichte noch etwas Drama und Tiefe zu geben. Kann es nicht mal eine Protagonistin geben, bei der die Familie normal ist?

Ich mochte Levi und Reagan sehr gerne. Nur leider blieben beide unheimlich blass. Man erfährt praktisch nichts über die beiden, nur, dass sie eine gemeinsame Vergangenheit haben. Aber sie waren charakterlich ganz cool drauf und eindeutig authentischer als Cath oder alle anderen Figuren zusammen - und es ist ja eigentlich recht traurig, wenn gerade die beiden Figuren, über die man mit am wenigsten erfährt, einem am echtesten vorkommen.

Natürlich geht am Ende irgendwie alles gut aus. Cath kann ihre nervigen Ängste überwinden und wird praktisch zur Superheldin, auch wenn sie sich eingesteht, dass es manche Dinge gibt, bei denen sie kürzer treten muss. Dass aber die FanFiction an sich irgendwie in den Hintergrund geriet, hat mir gar nicht gepasst. Denn schließlich war die FanFiction und das gesamte Fandom um Simon Snow die Hauptprämisse des Buches, oder? Dazu muss ich noch sagen, dass ich immer dachte, dass Simon Snow sozusagen der Harry Potter dieser Geschichte sein soll. Dass es also keinen Harry Potter, aber eben Simon Snow gibt. Und dann erwähnt die Autorin an einer Stelle aber Harry Potter selber. Das fand ich richtig dämlich. Denn seien wir mal ehrlich: Als ob Simon Snow eine Chance hätte, so ein krasses Fandom aufzubauen, wenn es zeitgleich Harry Potter geben würde (denn dafür war Simon Snow Harry Potter zu ähnlich).

It's like hearing Harry Potter is gay.
(Rainbow Rowell // Fangirl (MacMillan) // S. 140)

Jedenfalls hatte ich erwartet, dass es viel mehr darum gehen würde, wie es für Cath ist, in diesem Fandom zu leben und diese FanFictions zu schreiben. Irgendwie wurde das immer mal erwähnt, aber es wurde nicht gut in den sonstigen Kontext mit eingezogen. Ich dachte eben, dass es viel mehr darum gehen würde, mit anderen Fans zu reden, Leser von Cath's FanFiction zu treffen. Und was wirklich richtig gut gewesen wäre, wäre beispielsweise ein Plagiatsvorwurf. Entweder von der Autorin selber (wobei das ja schon eine Hausnummer gewesen wäre), oder von einer anderen FanFiction Autorin. Und dass Cath irgendwie hätte beweisen müssen, dass sie nicht abgekupfert hat. Vor allem, da die Vorlage ja schon geliefert wurde: In dem Buch ging es ja stellenweise um Plagiate. Da hätte Rainbow Rowell wirklich was draus machen können. Hat sie aber nicht.

Irgendwie habe ich das Gefühl, mich rechtfertigen müssen, warum ich das Buch nicht mochte. Das ist wahrscheinlich bescheuert. Ich mochte es einfach nicht. Ich fand Cath blöd, ich fand die Haupthandlung blöd, ich fand das Ende blöd. Alles in allem ging es irgendwie zu wenig um das Fangirl-sein.

Fazit
Ich hatte mir noch viele verschiedene andere Gründe notiert, weswegen ich Fangirl nicht mochte, aber dann wäre ich morgen noch am Tippen und von euch würde auch keiner mehr das hier lesen - was wahrscheinlich eh keiner mehr macht. Ich bin von dem Buch jedenfalls sehr enttäuscht und finde es schade, dass Rainbow Rowell das Potential nicht genutzt hat. Und ich mit der Protagonistin zu keinem Moment warm geworden bin. Dadurch, dass ich Levi und Reagan mochte und das ein oder andere Mal tatsächlich schmunzeln musste, vergebe ich abschließend, gerade noch, ganz knapp 2 von 5 Sternen!
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am 8. November 2014
Cath und Wren sind Zwillinge, sie machen alles zusammen und haben keine Geheimnisse voreinander. Doch dann kommt die Uni und nichts ist mehr wie vorher. Cath hat das Gefühl ihre Schwester gar nicht mehr zu kennen und fühlt sich von ihr im Stich gelassen. Dann ist da noch Reagan ihre neue Mitbewohnerin, die sich nicht entscheiden kann ob sie Cath mag oder sie lieber ignorieren sollte. Cath hat für all das eigentlich gar keine Zeit, denn ihr Herz und ihr Verstand gehören dem bezaubernden Simon Snow. Dann tritt Levi in ihr Leben und plötzlich ist alles einfach zu viel.

Ich gestehe das ich vorm Lesen des Buches sehr nervös war, denn ich hatte hohe Erwartungen an das Buch, aber das Buch hat mich sehr positiv überrascht. Die Protagonistin der Handlung ist die junge Cath, die Simon Snow und fanfictions über alles liebt. Ihr Leben ändert sich von einen Tag auf den anderen komplett und wir begleiten sie auf ihren höhen und tiefen.

Cath war mir von Anfang an sehr sympathisch und da ich genauso wie sie fanfictions liebe, konnte ich mich gut in sie hinein versetzen. Bloß manchmal hatte ich das Gefühl das sie zu besessen von Simon Snow war. Sie hat vieles für ihn hinten angestellt und hat oft die Realität vernachlässigt. Sie war ja auch der Meinung das sie keine echten Freunde braucht, da man ja übers Internet befreundet sein kann.

Auch hat mir nicht gefallen das sie Levi so vernachlässigt hat. Er hätte praktisch alles für sie getan, weil sie ihm so wichtig ist. Ich fand es herzlos das sie Simon Snow wichtiger findet als Levi. Simon ist ein leben lang da, Levi vielleicht nicht. Levi ist so ein netter und gutherziger Mensch, ich hab ihn vom ersten Moment an geliebt. Ich möchte auch einen Levi, damit ich ihn hegen und pflegen kann.

Reagan mochte ich nicht wirklich. Ich fand sie überheblich und sie war sehr von sich überzeugt. Sie hatte auch ihre richtig guten Momente, aber die guten mir ihren Charakter nicht wirklich nahe bringen. Es kam für mich auch so rüber, als wenn sie noch nicht über Levi hinweg ist. Als wenn niemand gut genug für ihn wäre außer sie. Ich konnte einfach nicht mit ihr war werden.

Ganz oben auf meiner ich mag dich nicht Liste steht Wren. Sie war so ein krasser Gegensatz zu Cath, dass war schon grausam. "Warum trinkst du? Weil jeder es macht." Sie ist so dumm und merkt es noch nicht mal. Das ist als wenn ich von einer Klippe springe nur weil alles anderen es auch machen. Sie war manchmal so naiv und blauäugig das es schon weh getan hat. Auch habe ich nicht verstanden wie Cath ihr so leicht vergeben konnte.

Fazit: Die Handlung war sehr unterhaltsam und auch sehr spannend. Das Erzähl Tempo war sehr ruhig, was super Handlung gepasst hat. Der Schreibstil der Autorin war sehr angenehm und ich fand die Geschichte auch nicht zu überladen, es ist zwar eine Menge passiert, aber es ich alles schön in einander über gegangen. Das Cover finde ich sehr schön und vor allem sehr originell.

Manchmal hatte ich aber das Gefühl das die Autorin es sich an manchen Stellen viel zu einfach gemacht hat. Themen wurden zu schnell abgehandelt, damit das nächste Problem in Angriff genommen werden konnte. Wren hat ein Alkohol Problem, kann aber von einem Tag auf den anderen aufhören. Levi und Cath streiten sich, wobei ich finde das Levi recht hatte, halten es aber keine zwei Minuten ohne einander aus, was damit endet das Levi sich, noch auf der gleichen Seite, bei ihr entschuldigt, obwohl Cath im Unrecht war!!
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am 27. November 2015
“Fangirl” habe ich mir vor einigen Monaten gekauft, nachdem immer wieder andere Blogger von dem Buch geschwärmt haben. Dementsprechend hoch waren auch meine Erwartungen, die allerdings nicht gänzlich erfüllt wurden, die Geschichte mir aber dennoch gefallen hat.

Die Autorin besitzt einen angenehmen Schreibstil, der mir von der ersten Seite an gefallen hat und ich mich somit bei der Geschichte gut aufgehoben gefühlt habe. Mein Problem war allerdings, dass ich immer wieder an den großen Hype dachte, den ich allerdings nie so ganz nachvollziehen konnte. Dennoch ist die Geschichte durchaus unterhaltsam und besticht mit interessanten Dialogen und vielseitigen Figuren.

Ich muss aber auch gestehen, dass ich mit Fanfictions und Cosplay grundsätzlich nur sehr wenig anfangen kann, sodass es mir ein wenig schwer gefallen ist, mich besonders in Cath hineinzuversetzen, denn ihre Schwärmerei für Simon Snow geht stellenweise schon hart an die Grenze. Dennoch fand ich Cath auf ihre ganz eigene Art und Weise sympathisch, selbiges gilt für ihre Zwillingsschwester Wren, die weitaus reifer und weniger naiv als Cath wirkt. Auffällig ist hierbei auch, dass die Autorin sämtliche Figuren soweit ausgearbeitet hat, dass sie nicht nur sympathisch waren, sondern vor allem auch sehr authentisch. Ich fand Cath zwar z.B. sehr naiv, aber ich konnte ihre Gefühle und ihre Ängste dennoch mehr als gut verstehen. Gleiches gilt auch für die anderen Figuren, wie z.B. Max oder Reagan, die mich nicht nur unterhalten konnten, sondern mir auch zum Großteil sympathisch waren. Mein Liebling ist allerdings Levi, den man einfach nur gern haben kann.

Bei “Fangirl” geht es allerdings auch trotz des Titels nicht nur um das typische Fangirl-Dasein oder auch um Nerd-Facts, sondern auch ums Erwachsenwerden und die Frage, ob man gewisse Dinge, wie z.B. die überschwängliche Liebe für Simon Snow hinter sich zu lassen. Cath liebt ihre Zwillingsschwester Wren über alles und erhofft sich, mit dieser auch ein gemeinsames Zimmer auf dem College zu bewohnen, was Wren ihr allerdings verweigert, da sie – unabhängig von ihrer Schwester – ihre ganz eigenen Erfahrungen sammeln möchte. Somit muss sie sich von ihrer Schwester lösen und ihren eigenen Weg gehen, was ihr allerdings mehr als schwer fällt, da sie die Angst hat, nicht alles alleine zu schaffen. Ihre Ängste und Gedanken sind dabei nachvollziehbar und ich denke, dass sich jeder irgendwo schon einmal in einem gewissen Moment so gefühlt hat.

Das Cover ist nett anzusehen, für mich allerdings nicht der ganz große Knaller, sodass es wohl nie zu meinen Lieblingen gehören wird. Die Kurzbeschreibung ist dagegen fast schon zu überladen, hier wäre weniger mehr gewesen. Dennoch wurde ich aufgrund dieser Kurzbeschreibung dennoch neugierig, was ich nicht leugnen kann.

Kurz gesagt: “Fangirl” ist eine interessante und gute Geschichte, die mich unterhalten konnte, deren ganz großen Hype ich allerdings nicht verstehen kann. Dennoch ist die Geschichte rund um Cath so gelungen, dass ich “Fangirl” sehr gerne weiterempfehlen möchte.
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am 6. Mai 2014
Die Geschichte ist stilistisch sehr schön erzählt, in sich stimmig und einfach gut zu lesen. Cather, ein Zwilling wird von ihrer Schwester ins Leben geschmissen, da Wren an der Uni erst mal alleine los zieht und ihre Freiheit genießen will. Cather zieht sich erst mal zurück und schreibt nur noch Fanfiction, was Ärger mit der Literaturprofessorin bringt. Dazu kommen ein intriganter Mitstudent, Ärger mit der Schwester, Sorgen um den Vater und eine Mutter, die verschwand als Cather 8 und genauso plötzlich wieder auftaucht. Neben ihrer Mitbewohnerin Regean, die trotz anfänglicher Schwierigkeiten langsam eine gute Freundin wird, tritt Levi in ihr leben. Und Liebe kann so schön sein ...
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I actually started this book as an audiobook but after about an hour listening I was so into it that I had to put off the audiobook and wait till I'm in Germany where I bought the actual physical copy and dived right into it. Plus, my edition contains also a bonus!

THE WORLD: The book is based in Nebraska, Lincoln college. It is really the setting of typical college through freshman eyes with everything enlarged and just that extra pinch or scariness.

CHARACTERS: Cath is our leading character in the book. She is very nerdy and has a serious problem with interacting with people or even well leaving her own room. She also lives in her own magic world of Simon Snow as she writes a fanfiction for hours every night about him. Now I know Cath sounds rather pathetic in this kind of description but I have to tell you guys, I loved Cath. Sure she is whiny and annoying most of the times but the thing was...my friend and I have written fanfiction for almost 8 years on daily bases spending hours and hours in from of the computer screen. I know that feeling of living in different world, knowing your characters as good as they your family just so so well that it made me smile all the way through the book. Now Cath is not alone in this book, she has a twin sister Wren who used to be a facfic girl too but then in college she decided it is time to have college fun. I liked Wren more than Cath to be honest. Actually, the whole Cath and Wren reminded me exactly of my friend and me. I went all college party just like Wren and my friend stays just her old self. Tho, I never really went back to facfic, I did at some point for a little bit but then I stopped and maybe I just moved on. Anyways, I think you can understand why when I was reading this book it was like going through the memories myself! Alright, there is also Levi, Cath's boyfriend in the book. To be honest he was that one character I really couldn't stomach. I just did not like him at all. And then we had Reagan. Omg guys I just loved Reagan she was so so funny! I would love to have had a roommate like Reagan, tho in UK we do not have roommates, you have the room all for yourself!

LOVE: There was no love triangle in this book Whoop Whoop! But frankly, I had no interest in the romance of Cath and Levi. It was just blah for me. I loved the book itself more!

PLUS: Usually when it comes to books, even the ones I am most excited about, I always know how many pages it has and how many I have left to read. Now with this book, and this like almost never happens, I was so into it that I did not keep track of pages. At some point I was on page 200 then all I know it's over 300 pages in. It was just that kind of book who gets you in completely.
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am 8. August 2015
Ich glaube, mein Fehler war, so viel von diesem Buch zu erwarten. Manchmal werden jene Erwartungen, vorkreierten Formen er-/gefüllt, aber oft genug steht man mit leeren Händen da. Das war leider auch hier größtenteils der Fall, wobei ich definitiv nicht sage, dass der Roman schlecht war. Das auf gar keinen Fall!

Caths Figur hat mir durchweg einige Probleme bereitet. An vielen Stellen fand ich sie witzig, klug, sympathisch und liebenswürdig, aber an anderen war sie mir zu stur, dumm, nervig und ein Kotzbrocken. Entschuldigt diese Ausdrucksweise. Es fiel mir einfach schwer, durchgehend mit ihr mitzufiebern. Das, was sie mir sympathisch gemacht hat, war, dass ich ihre Schwester Wren noch weniger mochte. Zumindest zu Beginn.

Die Konstruktion des Romans, damit meine ich die Einbindung der Fanfiction von Cath, war klug und interessant gestaltet. Leider wurde es mir nachher etwas zu blöd, diese Parallelstory zu lesen und ich hab diese Passagen nur noch überflogen, weil ich nicht erkennen konnten, was sie für einen Sinn hatten, außer das Buch in die Länge zu ziehen.

Apropos Länge, ich mochte eigentlich immer irgendeinen Aspekt aller Charaktere – bis auf Nick, der einfach nur da war. Aus keinem besonderen Grund. Ich habe mich gefragt, was seine Rolle für eine Bedeutung hat, aber es gab keine. Selbst rückwirkend oder gerade da kann man seinen Charakter einfach streiche, ohne etwas an der Story zu verlieren. Vielleicht sehe ich die Bedeutung aber auch nicht *shrugs* Meiner Meinung nach war sein Auftauchen sinnlos.

Das klingt ja eigentlich ziemlich negativ, trotzdem habe ich das Lesen meistens genossen. Gleichzeitig fiel mir die Bewertung jetzt dementsprechend schwer und ich habe mich für 3,5 Sterne entschieden. Also aufgerundet 4. Rainbow Rowell hat einen schönen Schreibstil und da das in meinen Bewertungen die halbe Miete ausmacht, muss ich das wertschätzen und werde sicherlich bald einen ihrer anderen Romane zur Hand nehmen.
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am 20. Februar 2015
Von Rainbow Rowell hatte ich Anfang des Monats schon Eleanor & Park gelesen und fand es ganz süß, aber nicht so wahnsinnig toll, wie alle anderen. Ich war ehrlich gesagt ein bisschen demotiviert, Fangirl nun zu lesen, doch da das Buch als Wanderbuch geplant ist, musste ich mich mal dransetzen.
Und ich war überrascht, als ich das Buch gar nicht mehr weglegen konnte.
Cath und ihre Zwillingsschwester Wren kommen ans College. Bisher haben sie alles geteilt und gemeinsam gemacht, doch nun will Wren ein eigenes Zimmer haben und eigene Erfahrungen sammeln. Für Cath ist das ein ziemlicher Schock, denn am liebsten würde sie sich vor der Welt und den Erwartungen, die an sie gestellt werden verkriechen.
Und dann ist da noch diese andere Sache. Caths Leben dreht sich um Simon Snow. Das ist eine achtteilige Buchreihe über Magier und Cath schreibt sehr erfolgreiche Fanfiction darüber. Früher hat sie das mit Wren zusammen gemacht, doch inzwischen ist sie sich auch dafür zu cool.
Wir folgen Cath in ihrem neuen Alltag und wie sie mit dem College und den neuen Situationen klarkommt. Ihre Zimmergenossin ist Reagan, die auf den ersten Blick ziemlich böse und bedrohlich wirkt, aber später doch eine wahre Freundin wird. Reagan schleppt immer die diversesten Typen an und einer davon ist Levi. Levi, der immer lächelt, der einen zurückgelehnten Gang hat und der für sein Alter erstaunliche Geheimratsecken besitzt. Er ist wirklich ein eigenartiger Charakter, aber unglaublich liebenswert und einfach ein herzensguter Mensch. Die sich langsam entwickelnde Liebesgeschichte zwischen Cath und Levi hat die Autorin sehr gut hinbekommen und ich wollte immer mehr von den beiden haben.
Besonders interessant fand ich den Aspekt des Schreibens, denn da ich selbst gern schreibe (wenn auch keine Fanficiton), konnte ich mir hier oft wiederfinden.
Caths Entwicklung durch das Buch hat mir auch sehr gut gefallen. Ich fand es auch immer wieder spannend, wie sie mit ihrer Familie umgeht, denn eigentlich ist sie die Vernünftige im Haushalt, die sich um ihren Vater kümmert, der sich auch schnell mal überarbeitet. Jetzt, wo Wren und Cath aus dem Haus sind, macht sie sich sehr viele Sorgen um ihn.
Zwischendurch kommen immer Ausschnitte aus den Simon Snow-Büchern vor. Dabei fand ich es sogar fast ein bisschen schade, dass wir vergleichsweise wenig von Caths Fanfiction mitkriegen. Die hätte mich viel mehr interessiert, als die „originalen“ Bücher. Aber Ende des Jahres kommt „Carry On, Simon“ ja als eigenständiges Buch heraus. Darauf dürfen wir gespannt sein!
Fazit:
Fangirl konnte mich auf jeden Fall mehr überzeugen, als Eleanor & Park. Teilweise konnte ich das Buch gar nicht aus der Hand legen und die Beziehung zwischen Levi und Cath war wirklich süß. Fangirl ist jetzt nicht mein neues Lieblingsbuch, aber es ist ein toller Einzelband, den ich jedem empfehle, der gerne Contemporary liest.
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am 28. Dezember 2014
Ich hätte es nicht geahnt, aber dieses Buch hat verdammt ins Herz getroffen, und sicherlich auch ins Schwarze, was das Leben oder die Vergangenheit als Fangirl (oder vielleicht auch Boy) angeht.
Die Autorin beschreibt die Anfänge der Collegezeit, nämlich das erste Jahr, von Cath, einer Hälfte eines Zwillingspaars, die im Gegensatz zu ihrer Schwester Wren nicht mehr loskommt von der Zeit als Fanfiction-Autorin der Reihe Simon Snow (Fantasy in 7 Teilen, was stark an Harry Potter erinnert und ebenfalls (Fans wissen, von wem ich spreche) zu nicht wenigen Fans der beiden männlichen Erzfeinde, Simon und Baz, als Liebespaar anstiftet). Sie ist eher zurückhaltend und bleibt in ihrer vertrauten Umgebung, schreibt an "Carry On, Simon", einer Fortsetzung, die unglaublich berühmt im Internet ist und ihr ein gewisses Pflichtgefühl gegenüber der Leserschaft gibt; Wren währenddessen bleibt zwar "Fan", aber eben auch "Girl", das lieber unabhängig wird, Partys feiert, neue Leute, besonders Herren der Schöpfung, kennenlernt. Nun nicht mehr auf einem Zimmer "verliert" Cath ihre Schwester quasi an die Realität, während sie selbst am liebsten weiter eingeigelt bleiben würde und Englisch studiert, um nur noch nach Lust und Laune lesen und schreiben zu können (worin sie durchaus Talent hat und sich auch identifiziert, und das gar nicht so übertrieben wie es klingen mag).
Wer ein Fandom kennt, dem sind Lacher garantiert (v.a. am Ende, was ich natürlich nicht vorweg nehmen will, aber man darf die Erwartungen heben!), und womöglich wurde auch genau darauf abgezielt. Dennoch ist es erstaunlich, wie lebensecht und emotional das rübergebracht wird und wie stark man sich damit identifizieren kann. Der Schreibstil ist leicht zu lesen, aber nicht uneloquent or teeniehaft, sondern angemessen locke, witzig und ironisch; an manchen Stellen auch sehr ernst, was wiederum passt, wenn man erst einmal die ganze Vorgeschichte und harte Familiensituation der Zwillinge kennt.
Es gab nichts, was mir nicht gefallen hätte, aber vieles war besonders gut: die Nebencharaktere, die Catch so unähnlich und dem Fangirlen gegnüber unverständnisvoll sein mögen, aber vieles tolerieren, die Wendungen in der Liebe und den Familienbeziehungen, die Anspielungen, die Einwürfe und Auszüge an den Kapitelanfängen aus den Simon Snow-"Büchern" oder Caths (und Wrens) Fangeschichten (Fiktion in der Fiktion ist schon eine Leistung für sich - und selbst in diesen kleinen Fetzen findet man ein wenig "Wahrheit", wenn man die Szene eines beliebigen eigenen Fandoms gut genug kennt).
Die Romantik wirkte nicht überzeichnet, sondern real, langsam, hatte eine schöne Botschaft dabei. Den Hauptcharakteren wollte ich zwar manchmal einen Stups geben, aber es war auch alles nachvollziehbar, ja sympathisch, egal, ob gestritten wurde oder scheinbar ein Brett vorm Kopf im Weg war. Denn man versteht, besonders, wenn man selbst in der "Szene" unterwegs war, dass manchmal erst die Grenze zwischen Realität und Fiktion, und ist sie einem noch so verbunden und macht einen noch so glücklich, gefunden werden muss. Die Tragik wurde leicht deutlich, der Vater der Zwillinge war sogar mein Lieblingscharakter - obwohl Levi, unser Büffelliebender Farmboy, auch nicht von schlechten Eltern war.
Ich würde mich nicht wundern, wenn es, wie im Anhang erwähnt, nicht wenig Fanfiction über dieses Buch geben wird. Ich hatte zetweise das Gefühl, die Welt von Simon und Baz ebenso analysieren zu wollen wie Cath es tut, sie verstehen zu wollen, und das macht gerade die Genialität des Buches aus - die Autorin beschreibt das fiktional, vermittelt den Eindruck, es stecke noch mehr dahinter, IN der Metafiktion, aber hat dabei (wenn sie das auch nicht als Teenagerin erlebt hat) eigentlich nur Anleihen aus dem wirklichen Umgang der Fans mit endenden Reihen, Charakteren, die sie lieb gewonnen haben, und alternativen Geschichten genommen.
Ich habe mich stark in diesem Buch wiedergefunden, Weisheiten mitgenommen und konnte es nicht aus der Hand legen - gefühlte 6 von 5 Sternen also für die Kreativität und Intelligenz der Autorin.
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am 27. Dezember 2014
Im Buch geht es um hauptsächlich um Cath. Cath hat eine Zwillingschwester. Mit Wren macht sie schon seit die beiden klein sind alles gemeinsam und jetzt gehen sie auch zusammen aufs College. Cath ist erschüttert, als Wren ihr eröffnet, dass sie jedoch kein gemeinsames Zimmer bewohen werden. Wren ist der Meinung, dass sie sich ein wenig voneinander abnabeln sollten. Nun versinkt Cath noch viel mehr in ihre im Internet sehr bekannte Fanfiction. Sie ist nicht der Mensch, der neue Leute trifft und ständig unterwegs ist. Sie sitzt lieber zu Hause mit ihrem Lieblingsbuch oder arbeitet an ihrer Fanfiction. Auf dem College stellt sie dann aber fest, dass vielleicht die Welt außerhalb des Internets und besonders die Menschen dort auch ganz interessant sein können.

Ich bin schon seit ich Eleanor & Park gelesen habe von Rainbow Rowell's Schreibstil begeistert. Ich kann richtig in die Geschichten eintauchen und bin in einer komplett anderen Welt.
Die Charaktere in diesem Buch gefallen mir ebenfalls sehr gut. Ich habe das Gefühl einige von ihnen auf Menschen in meinem Umfeld übertragen zu können und somit einen noch engeren Draht zu ihnen zu bekommen.
Die Geschichte war für mich hervorragend. Nie kam das Gefühl auf nicht mehr gefesselt zu sein oder das Buch zur Seite legen zu wollen. Das einzige was mich etwas gestört hat waren die Ausschnitte aus Cath Lieblingsbuch zu beginn eines neuen Kapitels. Ich mag es nicht so gerne, wenn zu Beginn eines Kapitels nicht zusammenhängende Ausschnitte eines anderen Buches sind.

Alles in allem würde ich das Buch jedem Mädchen oder jeder Frau weiterempfehlen, die Lust hat mal wieder eine etwas andere Liebesgeschichte zu lesen. Etwas das man vielleicht vorher noch nie hatte.
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Inhalt

Cath und Wren sind Zwillingsschwestern. Sie schreiben Fanfiction über Simon Snow. Zumindest haben sie das immer, nun gehen sie aufs College und Wren möchte plötzlich nichts mehr mit Cath zu tun haben. Alleine ins Leben geworfen, muss Cath sich mit ihrer neuen Zimmergenossin Reagan und ihrem immer anwesenden Freund Levi arrangieren, sie darf ihre Fans der Fanfiction nicht vernachlässigen und zu allem Überfluss hat sie auch noch eine Lehrerin, die Fanfiction nicht als Literatur anerkennt.
Auf der Suche nach sich selbst und ihrem Platz im Leben lernt Cath neue Leute kennen, sie erfährt, wie es ist, gemeinsam zu Schreiben und sie hat zum ersten Mal ganz große Gefühle für jemand anderen als Simon Snow.

Meine Meinung

Nach dem Hype, den das Buch in der englischen Booktube-Community erfahren hat, war ich total gespannt und hab es mir - sobald mein Buchkaufverbot aufgelöst war - sofort gekauft. Ich hatte hohe Erwartungen und habe gehofft, mich selbst wieder zu entdecken. Das Buch hat mich nicht enttäuscht. Ganz im Gegenteil.
Inhaltlich hat das Buch mit seinen 438 Seiten viel zu bieten. Wir lernen eine Cath kennen, die in sich zurückgezogen ist. Sie ist das totale Gegenteil ihrer flippigen Schwester und kümmert sich gerne um den allein-erziehenden Vater, der manches Mal vor lauter Arbeit vergisst, wie man vernünftig und vor allem gesund lebt. Als sie nun aufs College geht, fühlt sie sich einsam und verlassen, außerdem macht sie sich Sorgen um ihren Vater. Sie belegt einen Kurs zum Fiktionalen Schreiben und erfährt relativ schnell, dass ihre Fanfiction, die im Internet wahnsinnig berühmt ist, von ihrer Lehrerin als Plagiat angesehen wird. Zusammen mit Nick, einem Jungen aus ihrem Kurs, übt sie sich also im Schreiben anderer fiktionaler Texte, was ihr ebenso gut gelingt.
Währenddessen lernt sie auch ihre Zimmergenossin Reagan besser kennen, deren Ex-Freund Levi immerzu auf dem Mädchenzimmer rumhängt. Cath entwickelt zarte Gefühle für ihn und er lockt sie immer weiter aus ihrem Schneckenhäuschen heraus. Die Liebesbeziehung zwischen den beiden braucht relativ lange, um warm zu werden, aber das fühlt sich real an.
Auch die Familienbeziehungen kamen nicht zu kurz, gerade die Beziehung zwischen Cath und Wren ist etwas Besonderes. Sie finden doch immer wieder zueinander zurück, so wie man es von Zwillingen erwarten würde.

Untermalt wird das Ganze immer wieder mit Szenen aus den "wahren" Simon Snow Romanen und der Fanfiction von Cath, was einerseits schön ist, andererseits möchte man aber nicht aus der Geschichte um Cath und Levi gerissen werden. Rainbow Rowell hat einen wunderschönen Schreibstil, das Buch lässt sich locker flockig dahin lesen, was gut ist, denn bisher ist es noch nicht auf deutsch erschienen. Ich habe viel gelacht und gebangt, meine Gefühle konnte man mir beim Lesen bestimmt ansehen.

Gerade, wenn man selbst schreibt, erkennt man sich oft wieder. Man sieht, wie empfindlich ein Autor sein kann, wie oft er/sie in seinen eigenen Gedanken schwebt und ein zweites Leben abseits vom Getümmel lebt. Das Buch öffnet einem die Augen darüber, wie wichtig auch für einen zurückgezogenen Autoren ein oder zwei gute Freunde sein können und das hat mir daran besonders gut gefallen.

Fazit

Fangirl ist ein ganz besonderes Buch. Es liegt mir am Herzen, weil ich mich so oft selbst erkannt habe. Ironisch und mit viel Tiefgang hat mir das Buch ein Leseerlebnis geboten, dass ich sicher noch oft wiederholen werde. Wenn ihr auch ein Fangirl oder ein Autor seid, solltet ihr dem Buch unbedingt eine Chance geben. Aber selbst wenn nicht, ich bin sicher, dass jeder ein Stück von sich selbst entdecken und etwas dazulernen wird!
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