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Familienstellen. Therapie oder Okkultismus?: Das Familienstellen nach Hellinger kritisch beleuchtet
 
 
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Familienstellen. Therapie oder Okkultismus?: Das Familienstellen nach Hellinger kritisch beleuchtet [Gebundene Ausgabe]

Werner Haas
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 169 Seiten
  • Verlag: Asanger (November 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3893344306
  • ISBN-13: 978-3893344307
  • Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 15,4 x 1,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.004.300 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Dipl.-Psych. Werner Haas
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Im Schlepptau von Hellinger und seinen Jüngern schleicht sich eine gefährliche Geisteshaltung ein: Magische Rituale heißen jetzt "Therapie", anstatt einer Diagnose wird ein Orakel veranstaltet, und Ursachenforschung erschöpft sich im Nachbeten der Okkult-Lehren Hellingers über die Entstehung von Krankheiten und Leid. Hellinger sieht die Bewegung des Familienstellens von einer "göttlichen Urkraft" beseelt. Ist das die therapeutische Philosophie für das neue Jahrtausend? Oder doch nur ein Spuk von vorgestern? Dieses Buch für Therapeuten, Berater und Hilfesuchende auf dem Psychomarkt entzaubert das Familienstellen, beleuchtet seine ideologischen Hintergründe und zeigt die Gefahren auf – aber auch seine unfreiwillig komischen Seiten. Gleichzeitig ist diese längst fällige Abrechnung ein kurzweiliger Streifzug durch die Psychologie des Allzumenschlichen und ein leidenschaftliches Plädoyer für mehr Vernunft bei der Lebensbewältigung. "Die klinische Praxis des Bert Hellinger ist kritikwürdig und ganz sicher -bedürftig. Werner Haas hat diese Arbeit auf sich genommen und eine zwar polemische, aber sehr eingehende und detaillierte Analyse geliefert. Der Autor ist seit vielen Jahren als psychologischer Praktiker im Bereich der Erziehungs- und Familienberatung tätig und weiss, wovon er schreibt."! (Prof. Dr. Gottfried Fischer, Köln) Der Autor: Werner Haas, Dipl.-Psych., Klinischer Psychologe und Supervisor, Systemischer Therapeut und Familientherapeut; leitet seit über 20 Jahren eine Psychologische Beratungsstelle für Erziehungsfragen.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
21 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Notwendiges Buch 1. Dezember 2006
Format:Gebundene Ausgabe
Dieses Buch kann allem empfohlen werden, die sich mit den Positionen oder "Therapien" nach Hellinger beschäftigen oder gar in Erwägung ziehen, sich einem Familienstellen zu unterziehen. Es wendet sich sowohl an Fachleute, etwa in Erziehungsberatungstellen, wie auch Personen, die nach Hilfe und Therapie nachsuchen. Leicht lesbar und konsequent tritt der Autor den antiwissenschaftlichen und antitherapeutischen Grundlagen der Lehren Hellingers entgegen. In Abschnitt I behandelt er die überkommene patriachale und sexistische Sichtweisen von Hellinger.Hellinger fordert die unhinterfragbare Unterordnung unter elterlicher Autorität und die Unterordnung der Frau unter den Mann. Frauen und insbesondere Müttern wird pauschal die Schuld für psychisches Leiden gegeben. Das gipfelt schließlich darin, dass in Fällen von Vergewaltigung und sexuellen Missbrauch die Verantwortung der Täter bagatellisiert oder geleugnet wird und so die Gefahr besteht, dass Opfer retraumatisiert werden. Hellinger ventiliert dabei auch vorgestrige Vorstellungen, indem er etwa Adoptionen ablehnt oder Homosexualität als psychische Störung versteht.In Abschnitt II wird die unpsychologische und esoterische Vorgehensweisen Hellingers betrachtet, wie er zu angeblichen Diagnosen und Lösungsansätzen kommt.Dabei wird den Betroffenen Schuldgefühle eingeimpft und das Leiden in eine quasi übernatürliche Schicksalshaftigkeit eingeordnet, der man nur entrinnen kann, wenn man sich der fragwürdigen Ideologie Hellingers unterwirft. Nachfragen oder Skepsis sind strikt verboten. In Abschied III wird das Familienstellen kritisch hinterfragt. Die dort entstehende "Erkenntnisse" werden duch übersinnliche Wahrnehmungen erzeugt, die nicht anderes sind als Suggestionen des autoritär fungierenden "Therapeuten". In Abschnitt IV werden Beispiele vom "Familiestellen" aufgeführt. Die Methoden Hellingers sind fragwürdig, im allerbesten Falle wirkungslos, da sie sich nicht auf die Lebnswirklichkeit der Klienten beziehen, häufig aber gefährlich, da sie eine bestehende emotionale Labilität verstärken können. Dies kann zu einer Verschlimmerung der Krankheitssymptome führen. Weiterhin werden auch Unfälle oder somatische Erkrankungen wie Asthma und Krebs von Hellinger in unverantwortlicher Weise " psychotherapeutisch behandelt", so dass möglicherweise notwenige Behandlungen unterbleiben. Ethisch nicht vertretbar sind die Ausführungen Hellingers, dass bei einem Nichtbefolgen seiner Vorstellungen der Tod drohe. Diese "Todesahnungen" haben in mehrern Fällen schon zu Suizidversuchen und Suiziden nach Familieaufstellungen geführt. Haas führt auch aus, wie seriös betrieben Familientherapie von Hellingers Vorgehen unterschieden werden kann. In Kapitel V wird der Werdegang Hellingers beschrieben. Hier zeigt sich der Einfluss vorwissenschaftlicher magischer Ideen und der Selbststiliserung

Hellingers als Erlöser. Dieses guruhafte Auftreten Hellingers führt ihn in gedankliche Nähe zu faschistischen Ideen, in denen er eine supranaturalistische Ordnungslehre verkündet. Und so residierte er nicht nur zeitweise in einem ehemaligen Arbeitszimmer Hitlers, sondern beschreibt in seinen Büchern auch, wie sehr er Hitler achtet.

zum Schluss äußert sich Haas auch darüber, worin die Faszination Hellingers liegt. Hellinger insziniert sein Auftreten als Show, bietet simple Erklärungen an und verquickt dies mit einer mystifizierenden Sprache. Besonders erschreckend ist dabei, dass auch ausgebildete Psychologen oder Pädagogen Hellingers Methoden übernehmen, sicherlich um therapeutische Allmachtsphantasien auzuleben und der oft mühsamen alltäglichen therapeutischen Arbeit zu entgehen. Damit werden aber bei den Klienten maligne Regressionen ausgelöst, die die Psychopthologie noch erhöhen. In einer seriösen Psychotherapie wird auf das Erleben des Klienten in seinem Bezugsrahmen eingegangen. Gemeinsam mit dem einfühlenden Therapeuten werden Lösungsschritte erarbeitet unter Berücksichtigung der lebensgeschichtlichen Erfahrungen des klienten. Der Klient entwickelt Selbstbewußtsein und Selbstvertrauen, muss sich aber von liebgewonnen inadäquaten Ansichten lösen und neue Erfahrungen integrieren und diese neuen Erkenntnisse im konreten Handeln umsetzen. Das ist oft schmerzhaft und langwierig - führt aber zur Eigenverantwortlichkeit und Selbständigkeit. Alles das fehlt bei Hellinger. Er fordert bedingungslose Unterwerfung und bietet verquaste Scheinlösungen an. Alles muss sich seinen Vorstellungen fügen. Kurzfristig kann dies zu einer psychischen Entlastung bei dem Klienten führen, da er gerade seine Verantwortung, die nicht tragen bereit ist, an den Guru abgeben kann. Langfristig führt es aber zu Entmündigung und Selbstentfremdung. Hellinger hat keine psychotherapeutische Ausbildung und ignoriert wissenschaftliche psychologische Erkenntnisse oder macht sie lächerlich. Er zelebriert eine gefährliche Heilslehre. Personen mit psychischen Problemem sollten die Hände davon lassen.
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26 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
hardcore 24. September 2005
Von KIWA
Format:Gebundene Ausgabe
Wer von Bert Hellingers Person bzw seiner Ideologien, die hinter seiner "Therapiemethode" stehen, ein kritisch-genaues Bild bekommen möchte ist mit diesem Buch gut bedient.
Wirklich beachtlich fand ich Werner Haas' Ausdauer und Zähigkeit Hellingers Weltbid,Wertekonstrukte et cet. bis ins kleinste Detail zu analysieren und zu widerlegen. Ich muß gestehen, mir persönlich gelang es oft nur mit äußerster Überwindung diese geballte Zusammenfassung an unglaublichen, z.T. grotesken Thesen des Bert Hellinger durchzustehen.
Haas' zeitweilige Polemik fand ich daher hingegen nicht nur sehr verständlich sondern auch erfrischend und amüsant.
Was das Buch meiner Meinung nach vermissen läßt ist eine eingehende kritische Beleuchtung der Methodik des Hellinger'schen Familienstellens. Haas weist zwar gelegentlich darauf hin, dass sämtliche emotionalen Effekte, die das Familienstellen bei den TeilnehmerInnen bewirken kann, mühelos psychologisch erklärbar sind, er führt dies jedoch leider weder in detaillierterer noch fundierter Form weiter aus.
Diesbezüglich ist Colin Goldners "Der Wille zum Schicksal" um einiges aufschlussreicher.
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18 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Zusätzliche Bedrängnis 23. Januar 2005
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Auch wenn Haasens "längst fällige Abrechnung" mit der Hellinger-Szene keine wirklich neuen Argumente vorträgt (im Vergleich zu "Der Wille zum Schicksal"/Ueberreuter oder "'Niemand kann seinem Schicksal entgehen...'"/Alibri), bringt das Buch die Szene doch in zusätzliche Bedrängnis: Die Behauptung jedenfalls, die Kritik an Hellinger&Co sei nichts als eine (im Wesentlichen von Colin Goldner und Klaus Weber) gesteuerte "Verleumdungs- und Vernichtungskampane", wird dadurch nicht eben plausibler: Haas und Goldner/Weber kennen einander nicht. (Nur 3 Sterne, da für meinen Geschmack zu viel aus dem Ueberreuter-Buch einfach abgeschrieben und nicht selbst recherchiert und gedanklich entwickelt ist).
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