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Produktinformation
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Sie beeinflussen die Familiengeschichte und - oft auf eine negative Weise - das Leben aller ihrer Mitglieder. Der bekannte Psychologe John Bradshaw zeigt, wie fehlende Informationen aufgespürt, verschwommene Erinnerungen ans Licht geholt werden können und wie man so den kollektiven Vernetzungen auf die Spur kommen kann.
Er gibt psychologisch fundierte, einfühlsame Anleitungen, wie das einzelne Mitglied seine Familiengeschichte positiv verarbeiten und so zu einem bewußteren und freieren Leben zurückfinden kann.
John Bradshaw zeigt in diesem faszinierenden Buch, wie Familiengeheimnisse entstehen, welche Macht sie auf jeden Einzelnen ausüben und wie sie erforscht und aufgedeckt werden können. Eindrucksvolle Fallbeispiele helfen dabei, rätselhafte Lücken in der Familiengeschichte zu schließen, fehlende Informationen aufzuspüren und verschwommene Erinnerungen klarer ins Bewusstsein zu rücken, um künftig ein freieres, zufriedeneres Leben zu führen. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
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Da ich den ersten Teil, in dem Bradshaw positive Familiengeheimnisse (Intimsphäre) von negativen Familiengeheimnissen abgrenzt, doch ganz nett fand, habe ich zwei Sterne gegeben.
Nur habe ich die Abgrenzung teilweise als nicht begründet empfunden.
Geäußerte Behauptungen im ersten Teil, die ich so nicht unterstützen kann (Beispiele und Begründungen hätten mich evtl. meine eigene Position überdenken lassen können):
- schützendes Geheimnis: Homosexualität oder Religion verheimlichen (S. 48)
- Generationsgeheimnisse: "Vaters Probleme im Büro und seine Schwierigkeiten mit Vorgesetzten gehen nur die Eltern etwas an. Mutters Probleme mit Vater sind kein Thema für die Kinder, ausgenommen dann, wenn sie direken Einfluss auf ihr Leben haben." (S. 46)
Allgemeiner Eindruck:
Mir hat mißfallen, dass der Autor seinge eigenen Meinungen (die er aber auch als solche herausstellt, was ich als positiv beurteile) nicht begründet und erklärt, z.B. die typischen Profile von Geschwisterpositionen (ab. S. 94) konnte ich weder aus eigener Erfahrung bestätigen noch nachvollziehen (da die Behauptungen nicht begründet und durch Beispiele belegt sind).
Außerdem erscheint mir die Unterteilung in Geheimnis ersten Grades bis vierten Grades willkürlich und nicht nachvollziehbar.
Bradshaw bringt nur sehr wenig Beispiele. Ich habe nur zwei entdeckt, die sich allerdings auch durch das ganze Buch hindurchziehen. Ich habe weder mich und meine Familie in diesem Buch wiedergefunden noch andere mir bekannte Familien.
Bradshaw schreibt teilweise recht theoretisch und wissenschaftlich (z.B. zitiert er oftmals):
- "James hatte extrem starke kognitive Abwehrmechanismen entwickelt, die es mir nicht aufzubrechen gelang. Ich drängte [...], zum Initiator seiner Konfrontation zu werden" (S. 301)
- "Raymond B. Flannery Junior bemerkt in seinem Buch 'Post-Traumatic Stress Disorder', dass 'bei einem Opfer mit Erregungsausbrüchen negative wie positive Ereignisse jenen geringfügigen Ausstoß von Norepinephrin auslösen können, der die unangenehme Erregungs- und Wachsamkeitssteigerungen hervorruft.' [...] Flannery zufolge versuchen solche Menschen häufig, ihren chronisch erhöhten Gefühlspegel zu dämpfen, indem sie Menschen und Menschenansammlungen so weit wie möglich vermeiden." (S. 200f)
Des Weiteren habe ich die einzelnen Teile des Buches als "abgehackt" empfunden und den roten Faden vermisst, der die einzelnen Kapitel in einen Gesamtzusammenhang stellt und so das Lesen, das Verständnis und das Merken erleichtert.
Die Anleitung zur Erforschung der Familiengeheimnisse, indem der gesamte Stammbaum unter die Lupe genommen wird, empfand ich als sehr kompliziert.
Mir ist beim Lesen auch klar geworden, dass ich schon eine ganze Menge über meine Familie (inklusive Großeltern) weiß.
Ich will nicht ausschliessen, dass das Buch Menschen, die nicht so viel über ihre Familie wissen und die Möglichkeit haben, durch Erzählungen von Verwandten und erhaltene Dokumente an Informationen zu kommen, Erkenntnisse bringt (wäre allerdings mit viel Aufwand verbunden).
Vermisst habe ich praktische Vorschläge, wie z.B. Kommunikations- und Handlungsanregungen, um die evtl. (?) gewonnenen Erkenntnisse auch in Verhaltens- und "Gedanken"änderungen umzusetzen.
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