Ich war während und nach der Lektüre von CUJO hin- und hergerissen, wie ich dieses Buch denn nun finden soll.
Die absolut ausweglose und frustrierende Situation von Mutter und Sohn, grausames Ende inklusive, hat mich schon irgendwie erschrocken und einen faden Beigeschmack gelassen.
Vielleicht wollte King aber gerade genau das. Jedenfalls bringt er den Mut auf, den Leser mit einem alles andere als hollywoodtypischen Ende (böse)zu überraschen.
Ich glaube, ich war nicht der einzige, der bis zuletzt fest an ein einigermaßen glimpfliches Ende für die beiden Eingeschlossenen glaubte.
Auch die Passage zum Schluss, in dem das "Monster" Cujo nachträglich als Opfer eines dummen Zufalls (Tollwutinfektion, o.ä.) erscheint, stimmt nachdenklich & traurig.
Man weiß wirklich nicht, ob man der Töle wirklich böse sein soll.
Die Nebenhandlungsstränge indes (Ehekrise, Cornflake-Professor) konstruiert Il Maestro gewohnt unterhaltsam und souverän.
Gelangweilt wird man beim Lesen von CUJO jedenfalls bestimmt nicht. Aufgeheitert aber ebensowenig...
Wer auf düstere Spannung und eine Prise Desillusion steht, wird CUJO aber garantiert mit Begeisterung verschlingen (Wortspiel, höhö).