Auf den ersten Blick wirkt auch diese Box vom Design identisch wie die vier Vorgänger, doch in der Breite fällt die 5.Staffel deutlich schmaler aus. Warner Brothers wollte offenbar einsparen und verwendete hier erstmals für die Edition zwei Mini-Doppel-Amaray-Hüllen. So enthält der Schuber statt der gewohnten fünf nur noch drei Mini-Amaray, die entsprechend weniger Platz benötigen. Doch statt jener "Inovation" bei der Verpackung hätten sich die Fans wohl lieber die rasche VÖ der noch fehlenden 6.Staffel gewünscht !!
Ansonsten finden mit dieser Edition die Turbulenzen der prähistorischen Welt eine steinstarke Fortsetzung. Gleich in der 1.Folge bekommen nun auch die Geröllheimers ihr eigenes Haustier - ein keckes Hopperuh aus Steintralien. In die berüchtigte Villa Grabstein ziehen die Schaudersteins ein, oder auf einer Weltausstellung im Steintal gibt es eine Zeitmaschine zu bewundern. In 26 herrlichen Folgen bleibt abermals kein Auge trocken. Bild- und Tonqualität erscheinen für das Alter auch hier sehr gut, erneut ist diverses Bonusmaterial aufgespielt. Wie bereits in der kompletten 4.Staffel laufen aber erneut alle kurzen Vorspänne der Episoden lediglich im Originalton mit deutschen UT.
Für alle Puristen noch einige Worte zur deutschen Synchronisation: Die 5.Staffel beinhaltet insgesamt 8 Folgen der Erst-Synchro, in der Fred Feuerstein mit der knorrigen Stimme von Eduard Wandrey vertont wurde. Für alle älteren Zuschauer ist dies natürlich die einzig "echte Stimme" ihres Helden der Kindheit, obwohl ja die allermeisten Folgen der Serie mit der Synchro der 1980er Jahre laufen. Darin verleiht der Synchronschauspieler Heinz-Theo Branding durch verbale Dopplungen und eigene Wortschöpfungen Fred Feuerstein einen doch etwas anderen Charakter wie sein Vorgänger. In der vorliegenden 5.Staffel erleben wir nun sogar noch eine dritte Stimme für Fred: In vier Episoden (3, 5, 6, 10) ist er mit dem Organ von Klaus W. Krause zu hören. Offenbar sprang der bekannte Synchronschauspieler einige Male für den Kollegen Wandrey ein, denn zweifelsfrei handelt es sich dabei ebenfalls um Folgen aus dem Jahrgang der Telesynchron (1960er Jahre). Wilma Feuerstein darin auch weiterhin durch Inge Landgut vertont sowie in Nebenrollen diverse vertraute Stimmen von Schauspielern, die zum Zeitpunkt der späteren Synchro bereits verstorben waren. Wer sich also durch das Wirrwarr der häufig wechselnden Stimmen genervt fühlt, sollte sich durchaus die einmalige Mühe machen, die Folgen vor dem eigentlichen Anschauen nach ihrer jeweiligen Synchro zu kennzeichnen. Das habe ich mit allen 140 Episoden der bisherigen Editionen so gemacht und genieße dank der DVDs nun endlich wieder die Möglichkeit, alle vorhandenen Folgen der geliebten 1960er Jahre Synchro am Stück schauen zu können.
Fazit: Auch nach weit über 40 Jahren ist für mich die FAMILIE FEUERSTEIN noch immer die originellste Zeichentrickserie der TV- Geschichte. Ihr zeitloser Charme begeistert heute noch genauso intensiv wie damals. Nicht minder begeistern die aktuellen Traumpreise für die Staffeln. Also zugreifen, dabei kann man einfach nichts falsch machen.