...eine Platte wie ein guter Freund. Am Anfang versteht man sich nur und irgendwann kommt der Punkt an dem man sich fragt wie man früher ohne ihn zurecht gekommen ist.
Erst mal so viel, es gibt wohl wenige Drummer einer Band die so ein eigenständiges und dabei so gutes Album auf die Beine stellen können. Das Songwriting ist wie bei Radiohead sehr gut ausgearbeitet, leicht verspielt und dennoch folgt es einer klaren Linie. Die Platte passt wohl am ehesten in das Genre Singer Songwriter. Manch einer würde sicherlich die Platte unter Neofolk einsortieren.
Ich versuche die Musik einfach mal zu beschreiben. Die sehr gute, warme Stimme wird in erster Linie von einer Akustikgitarre begleitet. Im Hintergrund kommen dann sehr leichte aber auf den Punkt gebrachte Arrangements dazu. Mal ist es etwas elektronische Gefriggel, ein anderes mal leise Frauenstimmen, dann wieder etwas Schlagzeug (welches für einen Schlagzeuger quasi nicht eingesetzt wird), oder es kommt einfach nur ein akustischer Bass dazu. Egal was passiert es ist immer recht minimal und dadurch so treffend.
Wenn die Platte dann nach knapp 33 Minuten am Ende ist, lässt sich mich meist mit dem Wunsch zurück einfach noch einmal auf Play zu drücken. Für mich eine der besten Veröffentlichungen in 2010.