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Es ist die Geschichte von acht Teenagern, die es sich in den Kopf gesetzt haben berühmt zu werden. Wir folgen ihren ersten unsicheren Schritten, vom Vorsprechen bei der Schulleitung über die tagtägliche harte Arbeit an sich selbst bis hin zum Schulabschluss. Da gibt es Doris Finsecker (Maureen Teefy), ein ruhiges Mädchen das mit ihrer gluckenhaften Mutter zu ringen hat und ihren besten Freund, den angehenden Schauspieler Montgomery MacNeil (Paul McCrane). Da tummelt sich der talentierte Tänzer Leroy Johnson (Gene Anthony Ray), der nicht lesen kann oder der Stand-up-Komiker Ralph (Barry Miller), der Freddy Prinze abgöttisch verehrt.
Am stärksten in Erinnerung geblieben ist vielleicht Irene Cara als Coco Hernandez, die es am Broadway schaffen will. Wie im richtigen Leben auch werden es nicht alle packen, werden Tränen vergossen werden und Träume wie Seifenblasen zerplatzen. Allen jedoch wird die gemeinsame Erfahrung bleiben, die Erinnerung an eine Zeit, als sie wissen wollten, wie man fliegt und bis in alle Ewigkeit lebt.
Alan Parkers Film war in den 80er-Jahren ein Riesen-Hit. Man legte sofort nach und produzierte unter gleichem Namen eine Fernsehserie, die nicht annähernd so gut funktionierte wie der Kinofilm. Das mag unter anderem an Parkers im Werbefilmbereich entwickeltem, geradlinigen Stil liegen, der sich für den Stoff als Glücksfall erweist. Wie seine weiteren Filmerfolge Bugsy Malone, The Wall oder Die Commitments ist auch Fame letztlich ein Musical, ein Genre in dem sich Alan Parker offensichtlich wohl fühlt.
Dabei bietet der Film neben den Musikeinlagen beinahe jeder erdenklichen künstlerischen Ausdrucksform eine Bühne, vom Jonglieren übers Singen und Steppen bis hin zur Stand-up Comedy, oder wie man früher sagte, der elaborierten Form des Witzeerzählens. Leider haben die nur allzuoft religiöse oder ethnische Minderheiten zum Ziel. Man mag das bedauern oder begrüßen, der Begriff "Political Correctness" war Anfang der 80er-Jahre zumindest den Filmemachern nicht geläufig. --Thomas Reuthebuch
Tatsächlich ist es die große Leistung von Alan Parker, die Risiken dieser Klischees zu umschiffen. Er tut das, indem er die Charaktere bricht und hinterfragt, und sie sich alle während des Films wandeln. Dazu findet er in seiner rasanten Erzählweise mit wilden Schnitten und Szenenfragmenten charakteristische Momente, die seine Figuren mit Leben füllen und ihnen glaubhafte Emotionen verleiht. Statt langer Dialoge und ausufernder Szenen findet Parker die Prägnanz in kurzen Einstellungen und kleinen Gesten. Glänzend umgesetzt wird das von einem jungen spielfreudigen Ensemble von eher unbekannten Schauspielern (die man heute in eher drittklassigen Serien bemerken kann)
Überraschend gut integrieren sich die Songs. Bruchlos in den Fluss des Films integriert kommen diese nicht als Unterbrechung, sondern als Bereicherung der Handlung daher. Dank gutem Songwriting und starken Stimmen entstand sogar ein ergiebiger Soundtrack, der auch ohne Film Spaß macht.
Sicher ist dieser Film nicht frei von Plattitüden und seine Botschaft "Du kannst alles schaffen, wenn du nur willst" ist eher schlicht, aber die mitreißende Inszenierung und die schiere Kraft des Films tanzt und singt über die Schwächen hinweg.
Das macht diesen Film allemal sehenswerter als z.B den zuckrigen "Flashdance" oder den gestelzten "Chorus Line".
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