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Falscher Bekenner
 
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Falscher Bekenner

Constantin von Jascheroff , Manfred Zapatka , Christoph Hochhäusler    Freigegeben ab 12 Jahren   DVD
3.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 9,03 Kostenlose Lieferung ab EUR 20 (Bücher und Blu-ray-Filme immer versandkostenfrei), auch bei allen Verkäufern, die "Versand durch Amazon" nutzen. Details
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Produktinformation

  • Darsteller: Constantin von Jascheroff, Manfred Zapatka, Victoria Trauttmansdorff
  • Regisseur(e): Christoph Hochhäusler
  • Komponist: Benedikt Schiefer
  • Format: Dolby, HiFi Sound, PAL
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0)
  • Region: Alle Regionen
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: Indigo
  • Erscheinungstermin: 16. März 2007
  • Produktionsjahr: 2005
  • Spieldauer: 94 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B000M4R5VQ
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 53.525 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

Movieman.de

"Falscher Bekenner" ist ein leiser Film, der sich ganz der nicht vorhandenen Gefühlswelt seines Protagonisten widmet. Der junge Achim hat nichts, was ihn aus der Reserve lockt oder begeistert, weshalb er sich ein Hobby sucht, das ihn die Welt ansatzweise wieder spüren zu lassen scheint. Die sanften, fast bewegungslosen Bilder, welche die kaum vorhandene Handlung tragen, schwemmen mit enormer Tristesse in die Wahrnehmung des Zuschauers hinein, so dass die Einschreibung in den Zuschauer auf sehr subtile weise geschieht. Man sollte sich schon auf die Bilder einlassen, sonst verfehlen sie ihre Wirkung und die ist beachtlich. Das Psychogramm zeichnet nämlich nicht nur das Bild eines Einzelnen, sondern gibt gewissermaßen ein Abbild einer ganzen Generation und das mag durchaus erschreckend wirken ist aber im Grunde nicht mehr als erschreckend ehrlich.

Moviemans Kommentar zur DVD: Farblich bleibt das Bildmaterial relativ grau, bzw. wenig strahlend bunt (Hautfarbe, 00:10:05), was aber Konzept sein dürfte. Immer wieder findet sich auf Wänden in Innenräumen leichtes Rauschen ein. In Nachtszenen ist bisweilen nicht viel zu erkennen, da sich die Schwarzwerte kaum breit auffächern (Lastwagen, 00:10:20 oder Struktur des Strickpullovers, 00:22:14). Die Schärfeabbildung bewegt sich, je nach Lichteinfall, noch im guten Bereich. Der akustische Part der DVD vollzieht sich für eine Stereovorlage sehr anspruchsvoll. äußerst authentisch zischen Lastwagen und Pkws akustisch durchs Bild. Hierbei werden spannungsvolle und die Kulisse sehr lebendig bewegende Richtungswechsel eingesetzt (Autobahnrand, 00:08:20). Dialogtechnisch könnte ein klein wenig mehr Breite vorhanden sein. Dies bügelt der subtile und äußerst behutsame Musikeinsatz aber schon fast wieder aus, der an ausgewählten Stellen Sprachfetzen oder auch Nicht-Ausgesprochenes atmosphärisch auflädt (Festnahme, 01:22:19 oder Dröhnen, 01:11:20). Die Boni setzen sich zusammen aus dem Kinotrailer (2:02 Min.), einem hintergründigen Audiokommentar von Regisseur Christoph Hochhäusler sowie den folgenden Textseiten: "Director´s Note", "Cast & Crew", "DVD-Credits" und drei Weblinks. --movieman.de

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FALSCHER BEKENNER

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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Alles Fassade. 5. Oktober 2007
Armin hat die Schule erfolgreich abgeschlossen. Aber er hat noch keine Lehrstelle. Artig folgt er den Anweisungen seiner Mutter und schreibt jeden Tag eine Bewerbung. Es kommt auch zu Vorstellungsgesprächen. Doch die Personalchefs bekommen von Armin nicht das zu hören, was sie erwarten. Vollgepackt mit guten Ratschlägen, aber ohne Lehrstelle kehrt er dann müde nach Hause zurück.

Die Tristesse in Armin's Alltag wird durchbrochen als er den Schauplatz eines tödlichen Autounfalls betritt. Noch hat keiner das Ereignis bemerkt und Armin inspiziert in aller Ruhe den Ort. Zum Schluss nimmt ein Teil des Fahrzeugs mit. In den nächsten Tagen erscheint der Unfall in der Presse. Armin meldet sich schriftlich und anonym. Er erklärt der Verursacher des Unfalls zu sein. Die Polizei nimmt das Schreiben ernst, doch die Laborergebnisse entkräften Armin's Schreiben. Dann geht Armin einen Schritt weiter und bringt das mitgenommene Fahrzeugteil zu einer Polizeistation. Armin wird verhaftet.

Der Film erzählt die Geschichte eines jungen Mannes, der erfolglos im Fluss des Lebens dahintreibt. Er beobachtet sehr genau und scheint klüger, als seine Umwelt ihn wahrnimmt. Der Wunsch wahrgenommen zu werden, führt zu der fatalen Idee ein Täter ohne eigene Tat zu werden. Ein feiner Film mit Tiefgang.
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Riyad Salhi TOP 1000 REZENSENT
Irre ich mich, oder konnten deutsche Filmemacher vor Mitte der 90er Jahre nicht auf erzählende Bilder vertrauen - zumindest das Gros? Wäre ein stilles Werk wie dieses vor zwanzig, geschweige denn dreißig Jahren denkbar gewesen? Unmöglich. Spätestens seit der Jahrtausendwende entstehen auch Filme made in Germany, die man nicht etwa nur "okay" finden kann, sondern die weit über dem liegen, was selbst amerikanische "Independents" (die schon lange nicht mehr unabhängig sind) kaum schaffen und die Franzosen schon eher. Die Schublade "Berliner Schule" ist ziemlich geräumig, auch wenn sie eine journalistische Erfindung ist. Dieser Film nun also ist eine hervorragende Charakterstudie eines Adoleszenten, der im Grunde kein pädagogisch zu heilendes Problem hätte. Ein Loner aus eigenem Willen, der seine Eltern insgeheim für spießig hält (sind sie wohl auch, aber das sind praktisch alle Eltern irgendwann), mit homosexuellen Begegnungen kokettiert, keine Richtung findet, ohne dass das jetzt gleich in einen "Gewaltakt münden" muss - wie so viele Filme dieser Art, mittlerweile eine arg verschlissene Konvention. Er tut gar nicht viel, und fügt seinem Leben eine entscheidende Wendung zu, als er sich zu einem Verbrechen bekennt, das er nie begangen hat. Natürlich ist auch dieser Film eine hervorragend beobachtete Einsamkeitsstudie, und der Hauptdarsteller ist genial gecastet. In Deutschland scheint es zahlreiche schauspielerische Talente zu geben, die einfach nur entdeckt werden müssen. Aber auch Manfred Zapatka gelingt eine differenzierte Vaterfigur. Die Vorstellungsgespräche und Tests, die der falsche Bekenner stoisch und gelangweilt ertagen muss, könnte man komödiantisch nennen, wenn sie sich nicht andauernd in mittelständischen Betrieben GENAU SO abspielen würden. Es gibt zwar zwei Szenen, die mir unnötig erscheinen (die einbrechenden Motorradtypen in Lederkluft, unterlegt mit den nervigen Dixie Chicks und die Heulszene in gekrümmter Bodenhaltung zwischen Stühlen nach der Beerdigung), aber das schmälert den Gesamteindruck gar nicht. Die letzte Einstellung zeigt ein enigmatisch lächelndes Gesicht hinter der Scheibe eines Polizeiautos. Da ich kurze Zeit danach das Meisterwerk "Requiem", den durchaus relevanten "Schläfer" sowie "Gespenster" gesehen habe, hat mir endgültig bestätigt, dass der deutsche Film international geworden ist und mehr als ein Zeitdokument bundesdeutscher Befindlichkeit und Marotten. Endlich!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Vom Beobachter zum Täter 29. Dezember 2009
Von C. Stegmaier TOP 1000 REZENSENT
Ein Film mal ganz ohne Hektik und ohne große Dialoge.
Manche Szenen ziehen sich sehr in die Länge, obwohl eigentlich nicht viel geschieht. Hier hat der Zuschauer einmal die Möglichkeit, das Szenenbild bewusst wahrzunehmen und es genau zu betrachten.

Darum geht es eigentlich auch: wahrgenommen zu werden. Armin ist verträumt und ruhig und hat den Wunsch, von seiner Umwelt anerkannt und wahrgeommen zu werden. Dieses unerfüllte Sehnen führt letztendlich dazu, dass Armin aus der Beobachterrolle heraus tritt und selbst zum Täter wird. Doch nur so gelangt er zur gewünschten Aufmerksamkeit, wenn auch im negativen Sinne. Deshalb auch das vermeintlich unpassende Lächeln, als Armin von der Polizei abgeführt wird.

Hervorragend spielt Constantin von Jascheroff die Rolle des Armin und trägt mit seinem überzeugenden Agieren den gesamten Film.
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