Kurzbeschreibung
Ist die Anthroposophie braun oder gar schwärzlich angehaucht? Gibt es einen Weg von Steiners politischem Denken oder von seiner Geschichtsphilosophie zur Neuen Rechten? Lorenzo Ravagli, Verfasser des Buches »Unter Hammer und Hakenkreuz. Der Kampf der völkisch-nationalsozialistischen Bewegung gegen die Anthroposophie« vertritt in dieser Frage eine klare Auffassung: sowohl die Linke, die versucht, Steiner als Rassisten und völkischen Nationalisten abzustempeln, als auch die Rechte, die versucht, ihn zu vereinnahmen, befindet sich auf dem Holzweg. Falsche Steiner-Bilder sind da wie dort verbreitet. Sie beruhen auf einer oberflächlichen, sich an Schlagworten entlang bewegenden Rezeption, die die spirituellen Tiefen dessen, was Steiner unter Volk oder Volksgeist verstand, ausklammern und die Bedeutung von Freiheit und Individualität in Steiners Werk ignorieren. Ravagli führt in diesem Buch eine Diskussion mit einem führenden Rechtsintellektuellen, Andreas Molau, der glaubt, die Anthroposophie völkisch-national deuten zu können.