Endlich eine Vertonung einer Isaac-Asimov-Geschichte, war mein erster Gedanke, als ich die CD entdeckte, aber meine Begeisterung verflog leider bereits nach dem ersten hören...
Unbestritten, die Geschichte ist ein Klassiker und eine hochwertige Rundfunkproduktion aus alten Radiotagen, aber leider hat Heiner Schmidt (Hörspielbearbeitung), die Originalstory (Gallery Slave, ca 40. Seiten) etwas verfälscht und dem letzten Kapitel, in diesem Fall Track 9, die von Asimov erwähnte Sozialkritik am Fortschrittsglauben heruntergespielt und die ursprüngliche Brisanz genommen... schade drum
In der geschriebenen Fassung wird nämlich ausführlich erzählt, warum der Soziologe Nimheimer sein Lebenswerk aufs Spiel setzte und nicht nur "angedeutet".
Wer das Hörspiel mag, sollte sich zur Sicherheit "Galeeren-Sklave" von Issac Asimov in gedruckter Form kaufen und lesen. Die Figur des Nimheimer wird dann um 300 % sympathischer, vor allem schon deshalb weil die Sympathie im Hörspiel auf den Robot gelenkt wird. Nimheimer ist ein echter Idealist, der durch sein Handeln warnen und schützen wollte.
Nichts desto trotz reizt die Geschichte leider sehr zum Nachdenken, denn die von Asimov erfundene Geschehnisse könnten durchaus im Heute spielen und die ersonnene Firma U.S. Robots And Mechanical Men könnte nämlich genausogut auch Microsoft heißen!!!