Das Spiel ist jetzt nicht so eine wahnsinnige Neuigkeit wie es Fallout 3 war.
Die Grafik scheint auf dem ersten Blick nicht wesentlich anders zu sein, zumindest die Umgebungen sehen sich ähnlich, allerdings sind nette Effekte mit eingebaut, die der Spielatmosphäre sehr behilflich sind.
Die Landschaften in dem Spiel sind sehr liebevoll gestaltet, allein dafür schon wert zu spielen. Charakteranimationen wie gehabt, einschließlich der Kampfanimationen.
Die Musikuntermalung und die atmospärischen Effekte sind sehr gelungen, die Waffengeräusche sind nicht so toll, aber gut genug.
Die Sprachausgabe ist der Wahnsinn. Jede Konversation wurde aufgenommen, und zu reden gibt es VIEL Gelegenheit. Eigentlich unfassbar, wie diese Fülle an Gesprächsmöglichkeiten aufgenommen werden konnte.
Am Spielprinzip wurde ordentlich gefeilt, und nur zum Guten wie ich meine.
Im Grunde spielt es sich wie im Vorgänger, es gibt aber zusätzlich einen Hardcore Modus, der das Spiel realistischer macht, ohne es gleich unspielbar zu machen wohlgemerkt. Man muss nun auch darauf achten genug zu trinken, essen und zu schlafen. Das fördert meiner Meinung nach den Survivial Charakter des Spieles immens, und ich würde nie mehr anders spielen wollen.
Die Fülle an Ausrüstungsgegenständen ist hier wesentlich größer, und anders als beim Vorgänger.
An Lagerfeuern kann man Lebensmittel und Chemikalien produzieren, sofern man die nötige Fertigkeit gut genug beherrscht.
An bestimmten Werkzeugtischen kann man Munition herstellen und verarbeiten, sowie eine Handvoll Waffen herstellen.
Die Möglichkeit, eine Menge an Waffen herzustellen ist leider nicht mehr so ausgeprägt vorhanden, allerdings stehen einem schon dermaßen viele Waffen zur Verfügung, dass es zumindest meiner Ansicht nach leicht zu verschmerzen ist.
Die Spielwelt ist von der inneren Logik stimmiger als der Vorgänger, bei dem ich mir schon Gedanken gemacht habe wie da so Minigesellschaften funktionieren können.
Hier gibt es eine Unmenge an Gruppen, die unterschiedlich auf die Aktionen des Protagonisten reagieren.
Was mir gut gefallen hat, war der Verzicht auf ein Automonsterleveling wie er sonst immer vorhanden war in Spielen von Bethesda. Eine sehr gute Entscheidung, weil wesentlich nachvollziehbarer. Statt dessen muss man darauf achten, in welchen Gebieten man sich als Frischling bewegt, und zur Not auch mal sein Heil in der Flucht suchen.
Man könnte noch einige Punkte aufzählen, warum es sich lohnt, das Spiel zu kaufen. Wird mir aber zuviel jetzt.
Als letztes soll auf jeden Fall noch erwähnt sein, dass man das Spiel mehrmals durchspielen kann aufgrund der vielen Möglichkeiten die sich einem bieten.
Will man das Spiel voll auskosten kann man auf jeden Fall mit weit mehr als 100 Stunden Spielzeit rechnen.
Vom Spielgefühl kommt es auch viel näher an die Uralt Computerrollenspielvorbilder Fallout und Fallout2 ran. Mal als Anmerkung für ältere Spieler, die diese Werke noch kennen, und was an Fallout3 auszusetzen hatten.
Absolut kaufenswert.