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Falling Down a Mountain [Vinyl LP]
 
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Falling Down a Mountain [Vinyl LP]

Tindersticks Vinyl
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Vinyl (22. Januar 2010)
  • Anzahl Disks/Tonträger: 1
  • Label: 4ad/Beggars Group (Indigo)
  • ASIN: B002ZCWAB8
  • Weitere Ausgaben: Audio CD  |  Vinyl  |  MP3-Download
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 104.766 in Musik (Siehe Top 100 in Musik)

Produktbeschreibungen

motor.de

Eineinhalb Jahre nach ihrer letzten Veröffentlichung bezaubern die Tindersticks mit "Falling Down The Mountain" - und ungeahnter Unbeschwertheit.
Die Tindersticks haben nicht umsonst nur eine solch kurze Pause hinter sich: Ihr neues Album "Falling Down The Mountain" ist an Leichtigkeit kaum zu überbieten und zeigt, dass selbst Frontmann Stuart A. Staples sich freischwimmen kann - von negativen Gefühlen, schlimmen Erlebnissen und der eigenen Unsicherheit.
Wie es schon beginnt: Ein Tamburin erklingt, dann Gitarren, Piano und mit dem Saxophon in Begleitung, setzt auch der Gesang ein. Über die neuen Songs der Tindersticks wurde heiß diskutiert und der geneigte Fan traute seinen Ohren kaum - "Die machen jetzt Jazz", "Ihr neues Album wird nur aus Instrumentalstücken bestehen" und im NME-Blog hieß es, Sänger Stuart A. Staples habe der Melancholie endgültig Lebewohl gesagt.
Tatsächlich, "Falling Down The Mountain" ist alles das geworden und irgendwie doch ganz anders. Zwar gibt es überraschend viele Songs, in denen Lyrics keine Rolle spielen und stellenweise jazziger Pop erklingt, von einem Lied wie "Shiny Happy People" sind die Tindersticks auf ihrem achten Album jedoch weit entfernt. Obschon es die musikalischste Platte ihrer Karriere ist: Allein im Booklet werden mehrere Seiten investiert, um keinen Musiker, kein Instrument zu vergessen. Das mag angesichts des textlich imposanten Vorgängers "The Hungry Saw" überraschen, und doch scheint die Neuorientierung durch "Falling Down The Mountain" schlüssig.
Mit dem letzten Studioalbum habe man die Geister der Vergangenheit "weggespielt", erklärte Stuart A. Staples unlängst - und so entwickelten sich aus schlurfenden Melancholikern waschechte Mucker, die in der französischen Provinz alles ins Studio schleppten, was irgendwie Töne erzeugt. Ein voller, farbenreicher Sound entstand und lässt "Falling Down The Mountain" trotz dunkler Popmomente zum bislang leichtfüßigsten Longplayer der Tindersticks werden.
Lyrisch dem kaum etwas entgegensetzend, begibt sich Staples in eine Art Trancezustand, frönt dem klassischen Existentialismus, thematisiert Gefühle, Emotionen und Empfindsamkeiten, hinterfragt was zwei Menschen im Inneren zusammenhält und sucht im schwärmerischen "No Place So Alone" die eigene Heimat. Kurzum: "Falling Down The Mountain" ist eines der besten, weil schlüssigsten Tindersticks-Alben ever geworden.
Die Produktion und Inszenierung ist obendrein der schiere Wahnsinn. Wie die sonst so schwermütige Band an jedem Ton, an jedem Echo schraubt: Verrückt. Der Berg ist damit erklommen, das Tal wartet und die Tindersticks sausen hinunter, als gebe es keine Morgen.

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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Noch ein Meisterwerk... 4. Februar 2010
Format:Audio CD
Nein, ich gebe zu, ich hätte nicht gedacht, dass die Tindersticks nochmals so ein Meisterwerk veröffentlichen. Nicht, dass ihre Alben mittelmässig oder schlecht gewesen wären (,Hungry saw', ,Waiting for the moon' oder ,Curtains' haben jeweils alle mehr Klasse als die entsprechenden Jahresverkaufs-Top Ten zusammen!) aber sie reichten alle nicht mehr ganz an die beiden ersten Tindersticks Meisterwerke (Tindersticks I und II) aus den Jahren 1993 und 1995 heran.

Schon beim ersten Song begint eine unglaubliche starke Sammlung von Liedern. Der Titelsong ,Falling down a mountain' mit seinem psychedelischen, leicht jazzigen Einschlag raubt einem den Atem. So kannten wir die Tindersticks bisher nicht unbedingt. Die Trompeteneinsätze und die Rhythmusabteilung der Band haben da ganze Arbeit geleistet (das Schlagzeug erinnert mich an die unglaubliche Spielweise/Technik des Jazzers Joe Morello aus den 50ern).

Gleich der nächste Song ,Keep you beautiful' hält mühelos das hohe Niveau des ,Openers'. Es ist eine wunderbar schöne Ballade, fast nur von der Gitarre begleitet singt Mr. Staples den Song mit einer Leidenschaft in der Stimme, die einmalig ist.

,Harmony around my table' kommt dann sehr poppig daher und auch diese Richtung meistern die Tindersticks mit ihren eigenen Stilmitteln. Es wird nie zu poppig und nie zu glatt, dafür sorgt schon Spaples einzigartige Stimme. Das im ,Chorus'-Hintergrund gesungene "duwab...duwab..." erinnert mich doch tatsächlich an einen Disco-Pop-Hit der längst verschollenen Band Fox aus den Siebzigern (kein Scherz)...

Beim Song ,Peanuts' eröffnet und überrascht dann eine weibliche Stimme für die nächsten Minuten. Mit Mary Margret O'Hara als Duetpartnerin beweisst Stuart A Staples einmal mehr sein ausgezeichnetes Fingerspitzengefühl bei der Auswahl an Duetsängerinnen (z. B. Isabella Rossellini oder Carla Torgerson), welche schon immer Höhepunkte im Repertoire der Tindersticks waren.

Beim Song ,Factory girls' müsste man das Genre ,Chamber-Pop' erfinden, gäbe es dieses nicht schon. Mit so viel Leichtigkeit und Zartheit einen Song vorzutragen, nun dass ist halt definitiv eine der Stärken der Briten.

Hört man das Lied ,She rode me down' hat man das Gefühl, irgendwo in einer kakteenüberzogenen Landschaft im südlichen Arizona zu sein. ... würde auch gut in ein Calexico-Konzert passen (mit Tambourin, Flöte und Xylophon).

Abgerundet wird das Album unter anderem noch durch das (für Tindersticksverhältnisse) rockige ,Black smoke', eine wirkliche tolle Nummer und 2 wunderbare Instrumentalnummern (hier hört man Mr. Staples Faible für Filmmusiken wieder mal raus) .

Als Fazit bleibt anzumerken, dass jeder der den Tindersticks positiv zugeneigt ist, sich das Album zulegen sollte. Wer weiss, ob sie jemals wieder so ausgezeichnet sein werden...
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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Martin Lorenz TOP 500 REZENSENT
Format:Audio CD
... ein guter Test, ob man bereit ist, sich auf die neue Platte der Tindersticks einzulassen: sieben Minuten, die mit rhythmisch klackendem Drumset beginnen, und sich - begleitet vom mantraartigen Gesang Stuart Staples' und einer hellen Jazztrompete - im letzten Drittel zum sachten Reggae wandeln. Das Titelstück erinnert so irgendwie an den letzten Song vom großartigen Lambchop-Album "Is A Woman", auch hier wurde man mit einer ähnlichen Metamorphose überrascht. Überhaupt ist das ganze Album ein großes, unentschiedenes "Irgendwie", wirkt es doch bei weitem nicht so aus einem Guß wie frühere Werke, vom selbstbetitelten Debüt und dem Nachfolger ganz zu schweigen. Staples und seine Mannen wagen sich an vielfältige Schattierungen: Stücke wie ein behutsames "Keep You Beautiful", das anrührende "Peanuts" als Duett mit der kanadischen Songwriterin Mary Margaret O'Hara und natürlich am Ende ein elegisches "Factory Girls" - zum Weinen schön. Dagegen stehen die eher traditionellen Shuffle-Songs "Harmony Around My Table" (verziert mit reichlich "duwab" und "lalala"!) und "No Place So Alone". Ein Zwitter und zugleich der stärkste Auftritt ist das kraftvolle "Black Smoke" - Soul, Blues, Rock, Country, man weiß nicht, wohin die Reise genau gehen soll und es ist egal. Dazu noch diverse Instrumentals, die den Eindruck noch verstärken, dass sich die Tindersticks mit dieser Platte nach wie vor als Suchende sehen - nach gut und gern acht Platten ist das aller Ehren wert. Und wer sagt denn, dass man immer alle Erwartungen erfüllen muß ...
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12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Audio CD
Dem hartarbeitesten, britischen Melancholiker von Paris, Stuart Staples - von jeher Sänger/Lyriker der Tindersticks, ist zusammen mit seinen frühsten Weggefährten ein
wirklich hervorragendes gelungen, das man so hätte nicht erwarten können.
Auf die faule Haut des Schreibens legt sich der exzentrische "Kopfrocker" nicht, obwohl dies nach zahlreichen Alben, die sich in den Bestenlisten wie in den Herzen von Feuilttonisten und intelligenter Alternativemusikliebhaber festgesetzt haben, durchaus legitim wäre. Wirkte die letzte und gleich erste Platte der drei verbliebenen Gründungsmitglieder, nachdem Austieg/Trennung von Staples' kongenialem Streicher und -Arrangeur Dickon Hinchliffe, dem Schlagzeuger und dem Bassisten, noch ein wenig hölzern und eher wie ein - natürlich geistreich instrumentiertes - zusammengewürfeltes Soloalbum von Staples - greift der Neuling die Ansätze von "The Hungry Saw" auf, entwickelt diese weiter und macht es zu einem eigenständigen, homogenen Werk, somit einem weiteren, höreneswerten Highlight in der Diskographie der Tindersticks.

Wer die Tindersticks nicht kennt, muss sich natürlich erst an ihre eigenartige, aber lohenswerte, Mélange aus Jazz, Klassik, Retro-Rock, Blues, Country, Indie und Soul - sowie an ihren unabstreitbaren Hang zum Kitsch - gewöhnen, so waren sie doch als einer ungewöhnlichsten, englischen Bands der 90er Jahre hoch anerkennt. Mit "Falling Down A Mountain" ist den TINDERSTICKS jetzt, melodisch wie episch, eine beachtliche Werkschau aus verschiedenen Schaffensphasen gelungen, die besonders (so hat man als langzeitiger Fan das Gefühl) auch wieder Neueinsteigern die Faszination dieser Musik ausdrücklich näherbringen kann.

Das Schönste für Connaisseurs sei gleich zu Beginn gesagt: Sie klingen frisch und grooven wieder wue auf dem "First Album" - der Opener und gleichnamige Titeltrack lässt einen die komplexe, wirre und rebellische Luft des Erstlings einatmen - verquerte Takte und jazzige Bläser, melodiöse, mehrstimmige Mantren und schnoddrig genuschelte Poesie - im Gegenzug dazu sind sie allerdings streckenweise wieder soulig, wie in der späteren Phase der Urbesetzung, wie z.B. auf "Simple Pleasure" oder "Can Our Love...", denn im besten Retro-Soulgewand tönt "Harmony Around My Table" und lädt zum heiteren Mitschnippen und Mitsummen der fortwährend groovenden Backing Vocals. Auch die verträumte, tiefst melancholische und fragile Seite à la "Curtains" oder dem Zweitling kommt nicht zu kurz. Ein Stück wie "Piano Music" wiederum erinnert an die innehaltenden Instrumentalstücke auf den Soundtracks für französische Independent-Filme wie "Nénette et Boni". An zweiter Stelle gelungen positioniert - ist das eingängige Stück "Keep You Beautiful". Die gesamte Abwechselung des Albums ist beeindruckend;
so hat man doch einfach wirklich fünf, sechs Alben der Briten auf einer CD -
vertraut wie gleichzeitig erfrischend!
"Peanuts" ist ein Ohrenschmaus und, so lege ich mich jetzt fest, das allerbeste Duett mit weiblicher Stimme, das sie je aufgenommen haben. Die kanadische Sängerin, die hier zu hören ist und wie man außerdem lesen kann, zuvor nur mit dem mit ihnen ab und an verglichenen Tom Waits und Morrissey gearbeitet hatte, sich also folglich rar macht, harmoniert mit Stuarts tiefem Barriton wie keine andere zuvor, verpasst der Stimmung des Liedes konträr etwas von naiver Leichtigkeit. Man lässt sich von einer bezaubernden countreyesquen Jazzpop-Perle verzücken, bei der die Zeit um einen herum stehen bleibt, genauso wie beim absoluten Höhepunkt der CD, nämlich Nummer 9, "FACTORY GIRLS"!

Sie ist eine wundersame, reflektierende Gefühlsballade mit einer magischen Klavierfigur, die sich langsam aufbaut und die ohne Weiteres auf dem Meilenstein "Second Album" stehen könnte - wer hätte gedacht, dass sie noch einmal auf solch einen eingängigen und zudem originellen Song kommen, der zu Tränen rührt und in seiner Kompaktheit in einer Linie mit dem wohl berühmtesten Titel "Tiny Tears" steht, ohne dabei voriges zu kopieren bzw. ein Abklatsch dieser Phase zu sein.
Thematisch verzweifelt und selbstkritisch rückblickend : "It's the wine that makes me sad, not the love I haven't had!"...

Auf dem gesamten Album herrscht eine sentimentale Stimmung, man will gleich wieder alle alten Alben rauf und runter hören, und dass selbst wenn man das schon all die Jahre zuvor bereits oft genug getan hat - aber die Sentimentalität ist nicht flach, sondern vom Aufbruch des Weitermachens euphorisch und voller Freude getragen. Die vorher genannte Abwechselung wird diese CD für Kenner wie Neulinge
dauerhaft auf den Player zwingen, und so schnell nicht mehr von sämtlichen medialen Abspielgeräten Platz machen!
Aus aufnahmetechnischer Sicht trifft CD auch durch Klang und Mischen von Schlagzeug, Bass und Gitarren den Zeitgeist.

Bereits früh im neuen Jahr setzen die englischen Altmeister mit "Falling Down A Mountain" die Latte für melancholische Alternative-Musik durch eine retroperspektiv und abwechslungsreich erfrischende Werkschau in diesem Jahr überraschend hoch.
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