Auch ich gehöre zu denen, die bereits die Vorab-CD ihr eigen nennen (und sich das fertige Album natürlich trotzdem kaufen werden!). Und es lässt sich nur sagen: Seit "The Seventh One" hat kein Toto-Album so viel Spaß gemacht. Mit einer angenehmen Länge von weniger als 50 Minuten finden sich hier keine Füller, sondern nur experimentierfreudiger, progessiver Rock. Während sich Bands wie die Eagles auf ihren angestaubten Hits ausruhen, haben Paich, Luke, Mike und Co. den Mut, immer wieder etwas neues auszuprobieren, sich den Fans und den Kritikern zu stellen. Und auch dieses Album klingt wie keine Toto-CD zuvor. Der Titeltrack (mit Lukes fieser Lache in der Mitte, genial!) klingt fast schon nach Progressive Metal, "Dying On My Feet" wechselt von Bluesrock zu melodischem Hymenrock, dann zu Latinorock und mündet in einer Bläserbreitseite à la Chicago - unglaublich. "Spiritual Man" ist ein Gänsehaut erzeugender Gospel. Bei vielen Songs auf dem Album wechseln sich Dave, Bobby, Luke und Greg ("Let It Go" - ein Groove-Knaller!) mit dem Gesang ab, was zusätzlich Spaß beim Hören bringt. Fan oder nicht: Das Album sollte niemanden kalt lassen! Ein lebendige, kreative und mutige Band! Vergesst die langweiligen Schrammel- und Jammerbübchen. Die Toto-Jungs müssten sich einfach in The Toto umbenennen, vielleicht wären sie dann auch endlich wieder hip?