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49 von 50 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein Juwel, 1. Mai 2003
Man sollte vorsichtig mit dem Wort " Sensation" umgehen. Mit "fallen" haben wir es allerdings mit einem Debutalbum zu tun, das die Verwendung dieses Substantivs eventuell wirklich rechtfertigt. Ich weiß nicht, wann ich zuletzt ein derartig fantastisches Album gehört habe. Ich weiß auch nicht, wann eine junge Band bereits auf Ihrem Debut ein derartiges musikalisches Potential an den Tag gelegt hat. Evanesence zelebrieren auf "fallen" eine völlig einzigartige musikalische Mischung. Das Riffing Linkin Parks trifft auf die unglaubliche Stimme der 20-jährigen Amy Lee , Gothic- Einflüsse fusionieren mit modernen Nu-Metal Arrangements und sogar für geradezu klassische Hardrock- Balladen wie " hello " ist Platz, ohne dass dies aus dem Rahmen dieses Albums fallen würde. In seiner Gesamtheit weist der Sound der Band schließlich über all diese Einflüsse den Weg in eine Zukunft, die durchaus Evanescense gehören könnte. Wenn der aberwitzige Opener "going under" das furiose "bring me back to life" oder die gefühlvollen Tracks " immortal" und "hello" Maßstab für die zukünftige Entwicklung dieser jungen Band sein sollten, dann hat deren Plattenfirma einen rohen Diamanten gesignt, einen Grand mit Vieren in der Hand, buchstäblich den Jackpot geknackt. Es würde mich nicht wundern wenn der Labelchef dem zuständigen A&R -Manager vor lauter Dankbarkeit die Schuhe putzen sollte. "Fallen" ist ein genreübergreifendes Statement und in seiner Langzeitwirkung noch nicht einschätzbar, aber eines steht schon heute fest: " Fallen" ist in eine Reihe zu stellen mit anderen stilprägenden Alben wie Linkin Parks " Hybrid theory " Limp Bizkit's " significant other " oder Creed's "a human Clay". ( um Mißverständisse zu vermeiden: der Stil von Evanesence hat mit dem der genannten Band so gut wie nichts gemeinsam...) Wir haben es bei Evanesence mit dem momentan vielversprechensten Newcomer im weitläufigen Genre der härterern Musik zu tun. Wenn es der Band gelingen sollte ( und daran habe ich wenig Zweifel ) , ihren bereits auf "fallen" gefundenen Stil zu verfeinern und zu verbessern, dann sollten wir uns auf etwas Großes gefasst machen. Denn ich bin mir sicher, dass die Band schon jetzt mit diesem aberwitzig guten Debut in den Clubs und in den Charts einschlagen werden wie eine Bombe. Auf "Fallen" gehen gesunde Härte und Emotion eine selten perfekte Symbiose ein, die Musik hat Seele und Tiefgang, hat mir eine Gänsehaut nach der anderen beschert. Und hier liegt die, wie ich meine, große Stärke dieser Band. Wenn harte Musik in seiner Substanz die Nachdenklichkeit eines Neil Young- Songs zu vermitteln vermag, ist deren Urhebern etwas überaus Seltenes geglückt. Oder, wie im Fall von Evanesence, eine kleine Sensation. Ich werde den Werdegang dieser außergewöhnlichen und mitreissenden Formation um die absolute Ausnahmesängerin Amy Lee mit Spannung verfolgen und kann euch nur raten das Gleiche zu tun. 5 Sterne ohne Wenn und Aber für das bisher großartigste Album des Jahres 2003.
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