Venom anno 2001 ist die Besetzung Conrad Lant (vocals, bass), La Rage (guitar) und Danny Needham (drums). Seit der hoffnungsvollen Reunion Mitte der 90er Jahre erscheint in schöner Regelmäßigkeit alle paar Jahre eine neue Scheibe. Am ambitioniertesten erschien mir immer der 2000er Output *Resurrection*, aber die beiden Nachfolger waren im direkten Vergleich keinen Deut schwächer, sondern nur etwas moderner.
Das Venom es 2011 noch konnten stand also im Vorfeld bereits fest. Und auf *Fallen Angel* machte es wieder mal die Mischung. Spannende, nicht immer ganze neue Riffs mit morbid düsteren Texten, geballt mit Lants schmiergeligem Krächzen. Die Songs konnten sofort überzeugen, auch wenn sich zwei, drei unspektakuläre Filler einfunden haben. Old-School-Black-Metal eben, beim dem mächtig gethrasht wurde.
Anspieltipps sind auf jeden Fall *Nemesis*, *Lap Of Gods*, *Sin*, *Death und das Titelstück *Fallen Angels*, die Nummer *Punk Is Not Dead* z.B. wirkt mir dagegen fast etwas zu einfältig. Aber Hauptsache ist das wieder geknüppelt wird bei den Venoms und da kann man schon mal ein paar kleinere Konzentrationsschwächen verkraften. Klar, man kann diese Scheibe natürlich nicht mit den Großtaten aus den 80ern gleichsetzen, dafür war mit Cronos nur noch ein Original-Mitglied vorhanden, aber dafür beherrschte die Band nun endlich ihre Instrumente in Vollendung.
FAZIT: sehr überzeugendes neues Venom-Album...