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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Wichtiges Geschichtsdokumentarspiel, 18. November 2008
Das zweiteilige Dokumentarspiel in dieser DVD habe ich so 1989 zum ersten Mal gesehen. Beispielhaft wie Dieter Ertel 1969 die Wahrheit - man muss dazu sagen, mit Hilfe der damals noch lebenden Täter - ans Licht bringt. Dieses Dokumentarspiel hat auch in den Jahrzehnten nach seiner Erstausstrahlung für weitere Aufklärung gesorgt und von seiner Brisanz nichts verloren. Das Dokumentarspiel liefert erstmals auch eine Idee mit, worin die tiefgründigen Ursachen des gegenseitigen "Nichtmögens" der beiden Parteien SPD und Linke liegen könnten.
Weitere empfehlenswerte Büche zum Thema und Hintergründen:
Die Deutsche Revolution 1918/1919 von Sebastian Haffner
und
Eine Leiche im Landwehrkanal. Die Ermordung der Rosa Luxemburg von Klaus Gietinger
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Marionetten werden zu Drahtziehern gemacht, 8. Januar 2010
Pabst selbst sagte ohne Befehl kann er nichts machen. Und er hat den Auftrag von Eduard Stadtler bekommen der kurz zuvor bei seinem Vortrag "Bolschewismus als Weltgefahr" bei einer Versammlung in der die ganze haute volee" der deutschen Industrie-, Handels-und Bankwelt anwesend war. Insgesamt etwa 50 Spitzenvertreter und Verbandsvertreter inklusive Hugo Stinnes, Albert Vogler, Ernst Borsig, Siemens, Geheimrat Deutsch, Mankiewitz (Deutsche Bank), Salomonsohn, Gen.-Direktor Otto Henrich. Dort wurde der sogenannte Antibolchewistenfonds mit 500 Mio. Reichsmark beschlossen aus dem großzügige Summen in jede Gruppierung floß die antibolschewistisch wirkte, mit welchen Mitteln auch immer. Dass gerade Stadtler, der auch von Geldern aus diesem Fonds an die SPD berichtete, sowohl bei NOSKE und Pabst vorsprach um sie zum militärischen Eingreifen zu ermutigen und dass Pabst Geld von Stinnes/ Minoux für den Mord an Luxemburg und Liebknecht bekam. Mit den Millionen aus dem Antibolschewistenfonds auch für Rekrutierungsbüros und das Militär und dem Medieneinfluß war klar, daß erst recht bei fehlendem Machtwillen und Tat der Revolutionäre die Revolutionen in ganz Deutschland bald beendet werden sein werden.
In Pabsts "Memoiren" spricht er stolz Klartext bezüglich der Hintermänner und bzgl. Noske/Ebert genauso wie der Früh-Nationalsozialist Stadtler in seinem 1935 erschienenen Buch "Als Antibloschewist 1918-1919" (in Triologie "Erinnerungen") - in der Zeit war der Mordkomplott an den Führern der Linken eine Ehrensache.
Ich finde diese immergleiche Verschüttung der Wahrheit mit einer Masse von unwesentlichen Details eine Fortsetzung der Verbrechen von Damals und einen Betrug der Menschen die Wissen wollen was war.
Und die historische Dimension der damals insbesondere in Europa stattfindenden "Weltrevolution" (ist ebenfalls Aussage und Buchtitel von Stadtler) wird ebenfalls verschüttet Märchen. Fakt war: Sozialisten waren gut organisiert, Sozialismus war populär, in Russland und Spanien siegreich und auch in Deutschland waren 50 große Städte und ganz Bayern rätesozialistisch. Während der sog. "WELTwirtschaftskrise" hatte die UDSSR 2-stellige Wachstumsraten ! KPD+SPD lagen bei den Wahlen in Deutschland lange Zeit nahe 50%, Es ging seit 1919 wirklich um einen Krieg gegen die Weltrevolution. In Italien haben sie die Faschisten geholt, in Deutschland ebenfalls und förderten durch die NAZI-Terror-Bombardements die die spanischen Faschisten unter General Franco. Es ging um die Ausrottung der Sozialisten in Westeuropa und gipfelte bzgl. des Sozialismus in Rußland im Krieg gegen die UDSSR.
Geschichtsmanipulation, Rufmord und Ermordung von linken Führungspersönlichkeiten ist dabei Grundprinzip, die sogar mit Rudi Dutschke ihre modernere Fortsetzung in der "Demokratie" erlebte.
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3 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Rosa, das Hausmütterchen, 2. November 2009
Dieses filmische Erzeugnis ist ein hervorragender Beleg dafür, daß die propagandistische Deutungshoheit der politischen Linken bereits zu Zeiten in ihren Grundzügen festlag, als die politischen Höhen der etablierten politischen Parteien von SPD bis CSU noch von bürgerlicher Mäßigkeit beherrscht, und die Filme noch schwarz-weiß, waren. Politische Attentate (sofern sie nicht von Einzeltätern ausgeführt werden) bewegen sich stets in einem Umfeld allgemeiner Wirren. Der Hitler-Attentäter Graf Stauffenberg steht aus diesem Grunde außer jeder Kritik. (Allein die politische Linke wagte früher den Einwand, die Herren Offiziere entdeckten ihre Hitler-Gegnerschaft erst, als ihre Ländereien und Gutshöfe im Osten in Gefahr waren, von der Roten Armee überrannt zu werden.) Anders als den rechten National-Sozialisten haben die Deutschen den linken International-Sozialisten niemals freiwillig zugejubelt. Die (Nachfolger der) Liebknechts und Luxemburgs hatten in dem Augenblick nichts mehr zu melden, als die Bajonette der russischen Besatzer sich aufzulösen begannen. Anders als in anderen Ländern könnten wir also für Deutschland verbuchen, einer politischen Versuchung nicht nur widerstanden, sondern auch die Kraft dafür aufgebracht zu haben, politischen Wirrköpfen und Bürgerkriegs-Hetzern schon den Zipfel der Macht entrissen zu haben, den sie bereits in Händen hielten. Stattdessen ergeht man sich in der Einführung zu diesem Stück (die in einer ARD-Ansage von 1989 dankenswerterweise mitgeliefert wird) in Tiraden der Verabscheuung nicht etwa über die Verantwortlichen Bürgerkriegshetzer und Mörder, sondern über "Drahtzieher, "Komplotte", "Täter", "Todeskommandos" und der Moderator gebraucht das juristische Wort "Mord", "Mörder" in jedem Satz zweimal. Man stelle sich eine solche Sprachwahl bei einer Einführung über das verwandte Thema des "20.Juli" vor! Hier wie dort sind die Geschehnisse nicht isoliert zu betrachten! Genausowenig wie es angeht, willkürlich Menschen ihrem rechtmäßigen Richter zu entziehen oder Unschuldige aufeinanderzutreiben, ist die Verleumdung angeblicher Täter statthaft.
In dem Stück namentlich als "Mörder" benannte haben bereits unmittelbar nach Erstsendung im Jahre 1969 erreicht, daß ihre Namen nicht mehr benannt werden dürfen, weil es keine Beweise gab. Doch nun, so die Einführung, sind die Betroffenen tot und man könne sich dazu entschließen, wiederum mit den alten Behauptungen fortzufahren, nicht ohne Hinweis auf das Urteil, das aber wohl keine Gültigkeit mehr habe. Respekt vor den Toten gilt nicht für Angehörige der Reichswehr. Wenn sie unter der Erde liegen, können Urteile ignoriert und Falschbehauptungen neu aufgelegt werden, obwohl die Festnahme von Liebknecht und Luxemburg in einem unter Ausnahmerecht stehenden Land rechtmäßig und sogar von dem sozialdemokratischen Regierungschef gebilligt wurde. Liebknecht und Luxemburg waren steckbrieflich gesuchte Straftäter, Luxemburg selbst mit reichlicher Gefängnis- und Zuchthaus-Erfahrung.
Anders als die pauschal negative Darstellung der Militärs in diesem Film verhält es sich "selbstredend" mit Rosa Luxemburg. Diese wird dargestellt von Edith Heerdeegen, die ansonsten in Rollen brillierte, in denen das liebenswürdige Hausmütterchen darzustellen war, ein bischen naiv, furchtbar nett und kein Wässerchen trübend. Nur in indirekter Rede erfährt der Zuschauer etwas über die Haßtiraden dieser aus dem Ausland eingereisten Dame, die zusammen mit ihren Spartakus-Genossen die einzelnen Volksgruppen in Deutschland aufeinanderhetzte, die Weimarer Demokratie in Vorgängerschaft zur NSDAP zu beseitigten trachtete und hinter deren Zitatenschatz sich die stalinistischen Gulags auftun, die sie in ihrem "Sowjetdeutschland" zweifellos eingerichtet hätte, wenn sie mit den ihren zur Macht gelangt wäre. S.R.
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