‚Faktor Vier' ist ein Buch für alle, die schon die Hoffnung verloren hatten, daß aus der Menschheit noch mal was wird. Außerdem ist es ein Augenöffner für alle, die bisher dachten, allein mit Energiesparen ließe sich nicht viel erreichen. Die drei Autoren haben im ersten Teil des Buches im wesentlich aufgelistet, was für Fälle bereits existieren, in denen durch Einsatz von Technik und Ideen die Energieproduktivität vervierfacht werden kann (daher Faktor vier). Die Beispiele reichen vom ‚Passivhaus' in Darmstadt über Kühlschränke und Bürpogeräte bis zum Tomatenanbau Weiter geht es um Stoffproduktivität und um Transportproduktivität. Auch hier sind viele Beispiele beschrieben, die jedes für sich Erstaunen und Begeisterung auslösen , daß so etwas tatsächlich funktioniert, daß es so einfach ist, so viel zu erreichen, und daß es auch (wenn auch nur in einzelnen Fällen) schon durchgeführt würde. Im zweiten Teil werden verschiedene Gedanken zur Umsetzung dargelegt: Wie kann der Markt genutzt werden, um Energieeffizienz durchzusetzen, und wie muß reguliert werden? Im dritten Teil, nachdem man durch all die verschiedenen Möglichkeiten schon fast zum Optimisten geworden ist, kommt schließlich doch noch der Dämpfer: die Umweltprobleme, die ein Eingreifen nötig machen, werden beschrieben. Als Ausklang werden im vierten Teil schließlich noch einige grundlegende Gedanken zum Thema Wohlstandsmessung sowie der Definition von Wohlstand dargelegt. Insgesamt handelt es sich um ein sehr interessantes Buch, das allein durch die Beschreibung der vielen Möglichkeiten zur Lösung unserer drängendsten Probleme Optimismus weckt, diesen aber in eine gute Portion Realismus einbettet. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)