"Faktor Vier" ist ein außergewöhnliches und wichtiges Buch. Ernst Ulrich von Weizsäcker und das Ehepaar Lovins gehen dabei einer spektakulären Überlegung nach, die unseren selbstmörderischen Umgang mit der Natur und den Ressourcen beenden könnte und das sogar noch nicht einmal unter Aufgabe von den bisher gewonnen Annehmlichkeiten, die wir nur ungern wieder abgeben würden. Klingt unglaublich, aber die Beispiele im Buch und die weiteren Überlegungen lassen das wirklich nicht unwahrscheinlich erscheinen. Es muß sich nur JETZT etwas ändern, denn weiter können wir die Reformen nicht verschieben. Faktor Vier bedeutet, um welchen Faktor man Energie einsparen kann durch Maßnahmen, die nicht sonderlich schwer oder kostspielig sind. Das angestrebte Ziel ist eine Verbesserung um einen Faktor Vier, also viermal besser als vorher. Das Buch macht Mut, denn es wagt sich an die Symbiose von Ökologie und Marktwirtschaft und zeigt, daß sie sich nicht diametral gegenüberstehen müssen. Die eingangs des Buches aufgezeigten 50 Beispiele, wo das Faktor 4-System bereits heute greift, sind auch für Otto Normalverbraucher interessant, denn es gibt etliche Beispiele, wo man konkret etwas tun kann, um diesen Faktor zu erreichen: beispielsweise Schwarzen Johannisbeersaft anstelle Orangensaft trinken, denn der belastet die Umwelt viel weniger als die Südfrucht. Das ist nur eines von vielen Beispielen und auch die sich den Beispielen anschließenden Betrachtungen zur Umsetzbarkeit sind bemerkenswert und ehrlich. Ein wichtiges Buch. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)