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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
37 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Altbekanntes und neue Erkenntnisse,
Von Th. Leibfried (Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen (VINE®-PRODUKTTESTER) (TOP 500 REZENSENT)
Rezension bezieht sich auf: Faktor Fünf: Die Formel für nachhaltiges Wachstum (Gebundene Ausgabe)
Schon 15 Jahre ist es her, dass "Faktor 4", ein Bericht von Ernst Ulrich von Weizsäcker und den amerikanischen Wissenschaftlern Amory und Hunter Lovins vom Rocky Mountain Institute an den Club of Rome, veröffentlicht wurde. Das Buch, das viele Möglichkeiten für eine vierfache Ressourcenproduktivität beschrieb, sorgte für viel Aufmerksamkeit und eine hohe Medienpräsenz insbesondere von Weizsäckers. Ich selbst hatte dieses Sachbuch mit hohem Interesse gelesen und mein Denken und (etwas seltener mein) Handeln wurde davon beeinflusst.Nun veröffentlichte von Weizsäcker, Sohn des Physikers und Philosophen Carl Friedrich von Weizsäcker und Neffe des ehemaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker, das Nachfolgewerk "Faktor 5". Seine Koautoren sind nicht mehr die Lovins, sondern junge australische Wissenschaftler, die im ersten Teil des Buches Möglichkeiten schildern, um die Ressourcenproduktivität um den Faktor 5 zu steigern und entsprechend beispielsweise CO2-Ausstöße zu vermindern. Dieses Mal werden nicht einzelne Möglichkeiten beschrieben, sondern die Autoren schauen sich Branchen an, in denen Ressourcen, insbesondere fossile Ressourcen wir Erdöl, Erdgas oder Kohle, eine dominante Rolle spielen. Dazu gehören die Stahl- und die Zementindustrie, das Baugewerbe, der Verkehr oder auch die Landwirtschaft. Möglichkeiten, um Ressourcen zu sparen, kommen unter anderen aus den Bereichen Effizienz, Produktdesign oder Alternativtechnologien. Das liest sich interessant, hat mich jedoch deutlich weniger gefesselt als bei "Faktor 4". In erster Linie wohl deswegen, weil die Ideen altbekannte sind und weil ich mich in diesen 15 Jahren viel mehr mit diesen Themen beschäftigt habe. Kein Vorwurf also an die Autoren. Den zweiten Teil des Buches hat von Weizsäcker beigetragen. Darin thematisiert er die politische Umsetzbarkeit, insbesondere die Vereinbarkeit von staatlicher Einflussnahme und Markt, aber auch die Möglichkeit der Genügsamkeit, ohne dogmatisch zu werden. Für mich las sich der zweite Teil des Buches deutlich interessanter, denn er erklärt en passant, an was die bereits Mitte der 90er Jahre beschriebenen Möglichkeiten teilweise scheitern. Hoffnung macht, dass viele der Ideen und Wege umgesetzt und eingeschlagen wurden, wenn auch nicht mit der Flächendeckung wie gewünscht und wie notwendig. Ein lesenswertes, erfreulich undogmatisches, aber zweifelsohne politisches Sachbuch für alle, die an Möglichkeiten interessiert sind, wie wir einigen der dringlichsten Probleme des 21. Jahrhunderts begegnen könnten: Ressourcenknappheit, Bevölkerungswachstum, Erhöhung des Lebensstandards in Schwellen- und Entwicklungsländern und Klimawandel. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Hurra, es geht doch noch besser !,
Von
Rezension bezieht sich auf: Faktor Fünf: Die Formel für nachhaltiges Wachstum (Gebundene Ausgabe)
Als großer Fan von Faktor 4 habe ich mich begeistert auf das neue Buch gestürzt. Leider ist mir die Gewissheit gekommen, dass selbst die Vorschläge und Möglichkeiten, aus Faktor 4 noch viel zu wenig Anwendung finden (Auch in meinem Haushat - gebe ich zu).Der Erste Teil zeigt die Einsparmöglichekeiten und enthält neben vielen interessanten Ansätzen, auch einige Wiederholungen. Der zweite Teil (von Herrn E. U. v. Weizäcker) geht aus die Möglichkeiten der politischen Umsetzung ein und ist sehr viel interessanter. Warum können solche Bücher nicht als Schulbücher in der Oberstufe eingesetzt werden? Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein realistischer Weg aus der Klimakatastrophe,
Von
Rezension bezieht sich auf: Faktor Fünf: Die Formel für nachhaltiges Wachstum (Gebundene Ausgabe)
Ernst Ulrich von Weizsäcker (vormals Präsident des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt, Energie)und sein australisches Team, mit dem er zusammengearbeitet hat, gehen umfassend der Frage nach, ob und wie unsere Welt noch zu retten ist. In einem ersten Teil belegen die Australier überzeugend bei einer Tour d' Horizon (mit den Kapiteln Gebäude, Stahl und Zement, Landwirtschaft und Verkehr), dass die Ressoucenproduktivität um den Faktor Fünf in all diesen Bereichen erhöht werden kann (um 80% gesteigert werden kann). Das geschieht in einer anspruchvollen, nicht nur für Ingenieure verständlichen, mit aussagekräftigen Graphiken und Tabellen veranschaulichten Sprache. Wer sich auskennt, weiß um die Möglichkeit um die Realisierung von Passivhaus, Verwendung von Geopolymerzement, Tröpfenbewässerung und Einliterauto. Das Buch überzeugt eben kompakt, was alles möglich ist.Im zweiten, von von Weizsäcker selbst verantworteten Teil, geht er der Frage nach, wenn das alles möglich und bekannt ist, wieso ist dann der Klimagipfel von Kopenhagen gescheitert, läßt sich das machbare Wissen nicht umsetzen und das Ziel, die Erde für sieben Milliarden Menschen bewohnbar zu halten erreichen? Er erläutert und diskutiert das Rebound-Dilemma (die ersparte Energie wird in mehr Konsum investiert und nicht zur Verminderung des Kohlendioxid genutzt), schlägt eine Steuer vor, die der Verbilligung der Energie entgegenwirkt und diskutiert, dass wir für diese Umsetzung einen starken Staat brauchen. Und auch "Genügsamkeit", ein anderes Verhältnis zum Konsum tut not, wenn wir nicht um Kriege um die letzten Ressourcen enden wollen. Gerade diese Diskussion um die Umsetzung des bekannten Wissens um Energieeinsparung macht das Buch so wertvoll. Da nimmt ein Wissenschaftler deutlich Stellung. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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