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Faith and Liberty: The Economic Thought of the Late Scholastics (Studies in Ethics and Economics)
  

Faith and Liberty: The Economic Thought of the Late Scholastics (Studies in Ethics and Economics) (Gebundene Ausgabe)

von Alejandro Antonio Chafuen (Autor)
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 176 Seiten
  • Verlag: Lexington Books,U.S.; Auflage: 2 (30. Mai 2003)
  • Sprache: Englisch
  • ISBN-10: 073910540X
  • ISBN-13: 978-0739105405
  • Größe und/oder Gewicht: 22,9 x 15,5 x 1,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 848.842 in Englische Bücher (Die Bestseller Englische Bücher)
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Most people think that free-market ideas and theories were first substantially developed in the 18th century by figures such as Adam Smith. In this revised edition of "Faith and Liberty", Alejandro A. Chafuen illustrates this misconception by examining the 16th- and 17th-century writings of a group of Catholic theologians and philosophers, known as the Late-Scholastics. They engaged in a systematic moral analysis of the ethical issues associated with trade and commerce. In doing so, they arrived at solutions that are in many senses indistinguishable from the ideas of many modern free market commentators. In this revised edition, Chafuen bolsters his case by including recent and pertinent material which gives rise to new questions and concerns.


Synopsis

Most people think that free-market ideas and theories were first substantially developed in the 18th century by figures such as Adam Smith. In this revised edition of "Faith and Liberty", Alejandro A. Chafuen illustrates this misconception by examining the 16th- and 17th-century writings of a group of Catholic theologians and philosophers, known as the Late-Scholastics. They engaged in a systematic moral analysis of the ethical issues associated with trade and commerce. In doing so, they arrived at solutions that are in many senses indistinguishable from the ideas of many modern free market commentators. In this revised edition, Chafuen bolsters his case by including recent and pertinent material which gives rise to new questions and concerns.

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5.0 von 5 Sternen Marktwirtschaftliche Spätscholastiker, 9. November 2009
Von Frank Reibold (Rinteln) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REVIEWER)   
Das Buch behandelt die wirtschaftspolitischen Argumente der wichtigsten Spätscholastiker. Diese werden wegen ihrer bekanntesten Universität auch als "Schule von Salamanca" bezeichnet und haben über Juristen wie Grotius auch die schottischen Wirtschaftswissenschaftler wie Adam Smith beeinflusst und können als Vorläufer der "Österreichischen Schule" der Volkswirtschaftslehre angesehen werden.

Die Grundlagen der Argumentation liegen in den Schriften (Bibel, Kirchenväter) und den daraus von Thomas v. Aquin abgeleiteten Schlussfolgerungen für das Naturrecht. Das Naturrecht ist so etwas wie eine irdische Fassung des göttlichen Rechts, welche hier für Gerechtigkeit sorgen soll und ihm widersprechendes staatliches Recht aufhebt. Da alle Menschen gleich von Gott geschaffen wurden, haben alle gleiche Rechte (Leben und Freiheit). Ein friedliches Zusammenleben ist jedoch nur in einer arbeitsteiligen Gesellschaft möglich, sodass man zusätzlich das Recht auf Privateigentum einführen muss.

Zwischen dem fünfzehnten und dem achtzehnten Jahrhundert wurden folgende Schlussfolgerungen gezogen:

- unter bestimmten Umständen sind Einfuhrzölle (besonders bei Luxusgütern) erlaubt
- Zinsen sind in der Regel verboten
o das Eigentumsrecht kann nur für einzelne Betroffene in größter Not bzw. bei Lebensgefahr vorüber gehend aufgehoben werden (z. B. darf man dann bei einem Reichen Essen stehlen oder dessen Pferd zur Flucht vor Räubern benutzen); manche Experten fordern aber eine Wiedergutmachung, wenn dies später wieder möglich ist
+ Diskontierung von Wechseln und Umtausch von Währungen sind erlaubt (entspricht den Tätigkeiten der damaligen Banken)
+ Spekulation ist erlaubt (siehe in der Bibel Joseph beim Pharao), Glücksspiel und die Profite der Mittelsmänner (Handel, Transport) auch
+ Streben nach Gewinn ist erlaubt, solange man das Wichtigste (nach dem ersten Gebot: Gott) nicht aus dem Auge verliert
+ staatliche Armenhilfe ist nicht geboten (dafür freiwillige private Wohltätigkeit)
+ staatliche Eingriffe in die Wirtschaft (z. B. niedrige Brotpreise während Hungersnöten) sind schädlich und helfen den Armen nicht (nur den früh davon erfahrenden staatlichen Bediensteten und den Händlern auf dem Schwarzmarkt)
+ Preise entstehen auf dem Markt (Angebot und Nachfrage); der Wert eines Gutes wird durch den subjektiven Nutzen für den Käufer bestimmt (deshalb ist ein Diamant wertvoller als ein Glas Wasser)
+ staatliche Geldfälschung und Inflation schaden der Wirtschaft (Inflation = versteckte Steuer)
+ Steuern sollen proportional und niedrig sein
+ Kartelle, Zünfte / Gewerkschaften und staatliche Monopole sind schädlich
+ solange Löhne nicht erheblich unter dem üblichen Durchschnitt liegen und in beiderseitigem Einvernehmen fest gelegt wurden, sind sie in Ordnung (auch dann, wenn sie unter dem Existenzminimum liegen; man könne ja schließlich kündigen und eine bessere Arbeit suchen)
+ wer die Arbeit verweigert (Streik) oder den Arbeitgeber bestiehlt (um den als zu niedrig erachteten Lohn aufzubessern), muss den Schaden ersetzen
+ der Staat hat nur die Aufgabe, die öffentliche Ordnung aufrecht zu erhalten (Polizei, Justiz, Militär)
+ Subventionen sind schädlich
+ der Staat muss Schäden, die durch seine Wirtschaftspolitik entstehen, ersetzen
+ Schulden sind zu vermeiden (Abhilfe: Ausgaben senken)
+ Verteilungsgerechtigkeit betrifft nur öffentliche Güter (aber nicht Gewinne, Löhne, Vermögen usw.)

Wie man sieht, sind viele Schlussfolgerungen mit den Grundsätzen einer freien Marktwirtschaft bzw. dem klassisch-liberalen Ziel des Minimalstaats vereinbar (+) und nur ganz wenige nicht (-; darunter aber leider das der Entstehung von Kapitalmärkten entgegen stehende Zinsverbot). Dass diese Schlussfolgerungen von katholischen Gelehrten und Bischöfen stammen, mindert die Relevanz der "protestantischen Arbeitsethik" für die Entstehung des Kapitalismus.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen, weil man hier gültige naturrechtliche / christliche Argumente für die freie Marktwirtschaft findet. Irgendwann scheint sich aber die Haltung der Kirche(n) gewandelt zu haben: Wie könnte man sonst die katholische Sozialethik als Grund für Kapitalismus- oder Globalisierungskritik nennen? Die Ausführungen in dem Buch sagen ja gerade nicht, dass soziale Gerechtigkeit in staatlicher Umverteilung von Geldern besteht.
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