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Eine satte Prise eben dieses Selbstbewusstseins strahlt "Faith And Courage" aus, plus eine fast schon erstaunliche Portion an tänzelnder Leichtigkeit, wie sie etwa ausgerechnet im bittersüßen Liebeswehen-Song "What Doesn't Belong To Me" durch spielerische Dub-Effekte und Hall-verhuschte Stimme zum Tragen kommt. Ebenso souverän spielt sie mit den Stilen: Die unwahrscheinliche Kombi aus irischen Folk-Anleihen und Reggae funktioniert prächtig in "The Lamb's Book Of Life", ebenso der schlichte, Gospel-na-he Chorus zu "If U Ever". Das punky aggressive, mutmaßlich autobiographische "Daddy I'm Fine" kontrastiert zur so anrührend positiven wie intensiven Hymne "The Healing Room" oder der poppigen Selbsterkenntnis "The State I'm In", ganz ohne grüblerische Schatten. Mit dem poprockigen Statement "No Man's Woman", das Parallelen zu Kollegin Alanis Morissette aufzeigt, "Hold Back The Night" (eine Art Nachtrag zu "Nothing Compares 2 U") und dem von schmeichelnder Flöte und irritierenden zeitgenössischen Electronica-Sounds im Untergrund durchsetzten "'Til I Wisper U Something" sind etliche Hit-Kandidaten dabei, auch dank der illustren Produzentenschar, von Brian Eno über Dave Stewart bis Adrian Sherwood. Was immer Sie von Sinéad O'Connor erwartet haben mögen, dies sicher nicht -- und es ist eine gelungene Überraschung. Versprochen! --Claus Böhm
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Dass die gute "Nothing Compares 2 U"-Sinéad inzwischen ein wenig spinnt, mag ja durchaus sein. Ließ sich zur Priesterin weihen und veröffentlicht als erste Single in ihrem neuen Leben "No Man's Woman". Klar, denn Mutter Bernadette Mary, wie sie jetzt heißt, legte selbstverständlich ein Zölibatsgelübde ab. Über all diese Verirrungen darf man aber nicht vergessen, was Sinéad eigentlich ist: eine fantastische Musikerin, die sich niemals dem Mainstream und den Verlockungen des Mediokren ergeben hat. Eine Querdenkerin voller Ecken, Kanten und bunter Facetten, aber doch eine weiche und verletzliche Frau mit einer Stimme, die all diese Seiten ihrer Persönlichkeit wiederspiegelt.
All das findet sich in ihrer Musik wieder, die im Falle von Faith And Courage einzigartig geworden ist. Mit Schützenhilfe von Producer-Koryphäen wie Brian Eno und Dave Stewart kann man zwei hauptsächliche Charakterzüge in den Songs entdecken. Auf der einen Seite die in weiten Universen schwebenden, soften, wabernden und sirrenden Melodien zum Träumen, deren bestes Beispiel "Nothing Compares 2 U" sie bereits vor Jahren berühmt gemacht hat. Beispiele: "The Healing Room", "Jealous", "Hold Back The Night" oder "Emma's Song". Dem entgegen stehen die handfesteren Popsongs mit Folk- und Rockeinflüssen à la "No Man's Woman", "Dancing Lessons" oder das großartige "Daddy I'm Fine", die US-Liedermacherinnen à la Alanis Morissette oder Amanda Marshall alle Ehre gemacht hätten. Ein feines Album zum oft Hören und immer wieder neu entdecken. --Kati Hofacker
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All the very best for you, Sinead. You're great.
I love you!
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