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Fair Youth (Limited Edition)
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6 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 28. August 2014
Eigentlich ist der Post-Rock-Hype schon lange vorbei und instrumentale Rockmusik hat es insgesamt gar nicht so leicht. Die Stimme, so sagen viele, gehört zur Musik dazu. Passt sie, ist der Zugang häufig schnell da, gefällt sie einem nicht, werden manche Dinge fast schon unhörbar. Die Stimme ist ebenfalls ein Instrument und gehört einfach dazu.
Dennoch gibt es unzählige Bands, die dieses Risiko eingehen, mal weniger oder überhaupt nicht auf Gesang zurückzugreifen und dennoch spannende Musik kreieren.

Maybeshewill aus Leicester/UK gehören dazu. Arbeiteten sie auf ihren ersten beiden Album noch mit Samples, um ihre Botschaften zu unterstützen, verzichtete man beim Vorgänger "I Was Here For A Moment, Then I Was Gone" vollständig darauf. Dennoch gab es ein abwechslungsreiches Album, das mal verträumt daherkam, aber auch immer wieder von härteren Gitarrenriffs gepackt wurde. Der Teufel lag im Detail und Übertracks wie "To The Skies From A Hillside" (was ein Stück!) oder "Red Paper Lanterns" gehören für mich noch heute zu den besten "Songs" der Band.

Auf ihrem aktuellen Album "Fair Youth" handhaben sie es genauso... zumindest was den Gesang angeht. Wobei...bei "Sanctuary" kommt ein Vocoder zum Einsatz. Egal...
Das Ergebnis in meinen Augen ziemlich durchwachsen. Sehr gleichförmig, fast schon zahnlos kommt das Album daher und nach den ersten Durchgängen gibt es zwar einige schöne Momente, doch Tracks, die von Sekunde 1 bis zum Ende hin fesseln, gibt es nicht. Mir fehlt es hier eindeutig an Dynamik, wobei Drummer James Collins, getaktet wie ein Uhrwerk, mal wieder einen lupenreinen Job macht. Die Produktion (erneut von Bassist Jamie Ward übernommen) klingt zwar ähnlich rund wie beim Album davor, jedoch auch ziemlich glatt. Das Piano bildet fast schon das Zentrum, Gitarrenriffs muss man hier und da übertrieben gesagt schon fast mit der Lupe suchen.
Dass Maybeshewill nach Schema F verfahren und gar nicht erst versuchen, hier etwas Neues zu schaffen, kann man noch nicht einmal behaupten. Um 2011 stieß Matthew Daily zur Band hinzu, der die Pianoläufe vom Band ablöste und seit dem als festes Mitglied gilt. Wie oben bereits erwähnt bekommt er auf "Fair Youth" auch einen großen Raum, den er ohne Zweifel ausfüllt. Natürlich gehört aus diesem Grund auch die Vorab-Single "In Amber" zu den Highlights des Albums. Auch gibt es Bläser, die live eingespielt wurden und nicht aus der Konserve kommen. Streicher sind ebenfalls wieder dabei.
Ohnehin geht es gut los... Besagtes "In Amber", "You And Me And Everything In Between" und der Titeltrack gehen gut rein, aber dann würde es doch mal Zeit für ein Brett. Gibt's aber nicht.
Danach scheinen die Ur-Mitglieder Gitarristen John Helps und Robin Southby phasenweise auf Standby zu gehen und das Album geht stattdessen ganz nett, recht gefällig voran und am Ende wird es mit "Permanence" oder "Volga" inklusive Chor sogar noch mal ganz schön.

"Fair Youth" ist unter'm Strich sicherlich kein schlechtes Album. Wer die poppigen Passagen des Vorgängers liebt und wer den Härtegrad eines "Critical Distance" nicht überschreiten will, ist hiermit sicher gut bedient. Wer aber ein wenig die Energie der ersten beiden Alben sucht und einfach ein wenig mehr Abwechslung im instrumentalen Kosmos braucht, sollte hier sicherlich nochmal kurz reinhören, bevor er zuschlägt.

Kurze Anmerkung: wer auf farbiges Vinyl steht, kann auf der Bandseite eine blaue Version abgreifen, der Shop des Labels Superball bietet lila. Beide Versionen sind auf 100 Stück limitiert.
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am 21. September 2014
Im direkten Vergleich zum Vorgänger "I was there for a Moment..." ist das Werk etwas enttäuschend, aber immer noch sehr schön. Entspannung trifft Rhythmus und Tiefgang.
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