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In dem Film geht es um ein Liebespaar, das der Liebe wegen den perfekten Mord geplant hat. Die Gattin (Jeanne Moreau) eines reichen Firmeninhabers hat eine Affäre mit einem jüngeren Mann (Maurice Ronet), der zugleich einer der wichtigsten Angestellten in der Firma ihres Mannes ist. Nach erfolgreich ausgeführtem Mord vergisst jener allerdings ein wichtiges Beweisstück am Tatort im Büro, und macht sich nach Feierabend noch mal auf den Weg, um auch noch den letzten Beweis zu entfernen. Durch einen bösen Zufall bleibt er im Fahrstuhl stecken. Währenddessen streift seine Geliebte, getrieben von Unsicherheit über das Nichterscheinen ihres Freundes, durch die nächtlichen Strassen von Paris.
Den zweiten Handlungsstrang bilden zwei Halbstarke, die das Auto des Mörders - der mittlerweile vollkommen hilflos im Fahrstuhl feststeckt - geklaut haben und im Handschuhfach die noch geladene Mordwaffe finden...
Gänsehaut - das ist das passende Wort für den gesamten Film! Es ist einfach beeindruckend, die Moreau auf der Suche nach ihrem im Fahrstuhl stecken gebliebenen Liebhaber durch die nächtlichen Strassen von Paris streifen zu sehen, wobei der Regen ihr die Schminke vom Gesicht treibt und somit den Altersunterschied der beiden Liebenden und die damit verbundene Sünde des ganzen Geschehens offenbart. Immer wieder spiegelt sich ihr sorgenvolles Gesicht in den Fensterscheiben irgendeiner Bar, immer wieder wird der Zuschauer Zeuge ihrer als innerer Monolog dargestellten Gedanken: die Angst, ihr Freund könnte das Versprechen gebrochen haben und vielleicht mit einer anderen durchgebrannt sein. Dazu erklingt der coole Jazzsound von Miles Davis, der extra für diesen Film ein paar Lieder interpretierte.
Sehenswert macht diesen Film vor allem Hauptdarsteller Maurice Ronet (bekannt geworden durch seine Rolle als ewiger Widersacher des Leinwandschönlings Alain Delon), der neben Michel Piccoli und Jean-Louis Trintignant zu den besten Charakterdarstellern des französischen Kinos zählt und leider viel zu früh an Lungenkrebs gestorben ist. Lino Ventura, in einer seiner ersten größeren Rollen, stellt den starrköpfigen Kriminalinspektor dar, und zwar so gut, dass es für alle Kinogänger in Zukunft schwer werden sollte, ihn in einer anderen Rolle als der des sturen Polizeibullen zu akzeptieren.
Dies ist einer jener Filme, für die jeder Filmliebhaber bereitwillig sein Leben geben würde. Dies ist einer jener Filme, die mit Worten schwer zu beschreiben sind: ein Film, für die jeder Cineat am liebsten jeden Stern einzeln vom Himmel holen möchte, anstelle "bloß" fünf mickrige Sterne zu vergeben! Der Redaktion der SZ-Cinemathek ist es zu verdanken, dass "Fahrstuhl zum Schafott" nun zu einem recht günstigen Preis auf DVD zu haben ist - meinetwegen können die ihr Angebot auch noch mal auf 200 DVDs erweitern, solange sie derartige Leckerbissen veröffentlichen!
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