Wer beispielsweise zu Reinigungszwecken leichtsinnigerweise ein paar Schrauben zuviel an seiner Schaltung gelöst hat und versuchen mußte, die 27 Einzelteile des hinteren Umwerfers wieder zusammenzusetzen, wird beim ersten Mal für jede Hilfe dankbar sein. Gleiches gilt für alle, die die ihre alte Rostlaube entsorgt haben und nun feststellen, daß am neuen Rad alles irgendwie ein bißchen anders ist und nichts mehr so, wie man es gewohnt war. „Fahrrad-Reparaturen" wendet sich vor allem an Anfänger, teilweise aber auch an Fortgeschrittene, die ihr Rad selbst in Schuß halten und reparieren wollen. Es gliedert sich in Kapitel über Basiswissen über Rad und Werkzeug (was ist eigentlich ein Umwerfer?), Zubehörausrüstungen, Notreparaturen unterwegs, den Hauptteil machen aber die Abschnitte über einfachere sowie schwierigere Wartungsarbeiten aus. Die Anleitungen sind dabei sehr klar und auch ohne irgendwelches mechanische Grundwissen für jeden verständlich. Zahlreiche Fotografien und Schemazeichnungen sind hierbei sehr hilfreich. Auch kompliziertere und kniffligere Sachverhalte wie z.B. Radzentrierungen, Lageraufbau sind leicht nachvollziehbar, dabei spart der Autor nicht mit vielen hilfreichen Tricks. Auf die verschiedenen möglichen Bauarten, die es bei vielen Systemen (z.B. Bremsen, Schaltungen) gibt, wird einzeln eingegangen, so daß man im allgemeinen nicht befürchten muß, daß ausgerechnet der eigene Bremsentyp nicht erklärt wird. Das Buch macht sich unter Umständen schnell bezahlt, denn regelmäßige Pflege des Rades kann die Lebensdauer des eigenen Drahtesels ungemein verlängern. Ein gewisses mechanisches Geschick sollte man für die schwierigeren Reparaturen allerdings schon mitbringen. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)