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Fahrenheit 451.
  
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Fahrenheit 451. [Unbekannter Einband]


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Produktinformation

  • Unbekannter Einband
  • Verlag: Zürich, Diogenes Verlag, (2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ASIN: B0053USF5O
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (69 Kundenrezensionen)

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
28 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Rolf Dobelli HALL OF FAME REZENSENT TOP 500 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Unsere Gesellschaft verblödet und verroht: Ein Fernsehsender ist niveauloser als der andere, Kinder erschießen einander in der Schule, und die Massen amüsieren sich in Sportveranstaltungen und Autozertrümmerungshallen. So ähnlich hat es Ray Bradbury in der düsteren Zukunftsvision "Fahrenheit 451" aus dem Jahr 1953 vorausgesehen. In der im Roman geschilderten Gesellschaft sind Bücher verboten, die Menschen werden dumm gehalten durch Fernsehdauerberieselung und Drogen, und die Feuerwehr hat paradoxerweise nicht die Aufgabe, Brände zu löschen, sondern sie zu legen - wann immer irgendwo illegale Bücherbestände gefunden werden. Der Autor schrieb das Buch unter dem Eindruck der Nazi-Diktatur und der McCarthy-Schauprozesse gegen vermeintliche Staatsverräter. Das Ergebnis ist jedoch ein überraschend zeitloser Science-Fiction-Klassiker: Zwar herrscht in westlichen Demokratien im Gegensatz zu Bradburys totalitärem Staat weitgehend Meinungsfreiheit, und die Privatsphäre des Einzelnen ist geschützt. Doch es gibt auch immer wieder Bestrebungen, diese Bürgerrechte zu unterwandern - siehe Patriot Act in den USA. "Fahrenheit 451" (die Temperatur, bei der Papier Feuer fängt) ist und bleibt eine eindringliche Mahnung gegen solche Tendenzen.
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31 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von R.S. TOP 1000 REZENSENT
Format:Taschenbuch
In einer nicht zu fernen Zukunft sind Bücher abgeschafft. Irgendwann kam die Bevölkerung der USA auf die Idee, dass Bücher für nichts gut sind. Sie lenken vom passiven Konsum ab und erfordern permanent aktive Stellungnahme und Diskussion. Dies führte dazu, dass man sich dieser Unruhestifter ein für alle mal entledigte und sie einfach verbot. Da man sowieso die Feuerlöschaufgaben der Feuerwehr nicht mehr benötigte (schließlich sind ja alle Häuser feuersicher), funktionierte man diese kurzerhand zu einer Buchverbrennungsmaschinerie um. Ganz nebenbei hat man das Spitzeltum perfektioniert, jeder vernadert jeden, und so hat die Feuerwehr alle Hände voll zu tun, Bücher und Bibliotheken zu verbrennen und die Besitzer der Staatsgewalt zu übereignen - soferne diese nicht mitverbrannt werden. Dies ist die Geschichte des Feuerwehrmannes Guy Montag, der durch einige Begegnungen nachzudenken beginnt, ob ihm nicht etwas fehle. Dieses Werk schildert den Kampf der freien Gedanken gegen die allesbeherrschende totale Dröhnung - würde man heute etwas ungeniert und wenig wortgewandt formulieren. Anders als in den beiden anderen großen Dystopien des 20. Jahrhunderts ('1984' und 'Schöne neue Welt') wird das totalitäre Regime nicht durch permanente Kontrolle und Druck gestützt, sondern durch Gleichgültigkeit - Brot und Spiele eben.

Trotz der wenigen Seiten die dieses Buch aufzuweisen hat, erreicht es einen Tiefgang wie man ihn in vielen 1000-seitigen Schmökern suchen muss und niemals findet. Ganz selten gelingt es Autoren den inneren Kampf des Protagonisten derart gut darzustellen, wie es Bradbury in diesem Buch mit seinem Guy Montag schafft. Alleine die sprachliche Eloquenz des Erzählers rechtfertigt die fünf Sterne dieses Buches, doch damit ist es noch lange nicht getan.

In teilweise kafkaesken Szenen gelingt es Bradbury eine Anklage gegen das Verkümmern des aktiven Denkens zugunsten der Konsum- und Mediengesellschaft zu erheben. Besonders begeisternd war für mich der teilweise wunderbare expressioniste Schreibstil, der diese Dualität, diesen ewigen Kampf, beinahe physisch erlebbar macht. Auf wunderschöne Weise gelingt es Bradburry diesen Zweikampf zwischen Ewigem und Vergänglichen, in den beiden zentralen Frauenbegegnungen des Guy Montag aufzuzeigen; einerseits das Ehrliche, Reine und Zarte (Clarisse) und andererseits das Verstörte, Dumpfe und Zukunftslose (Mildred).

Den Film - wenngleich schon vor 20 Jahren gesehen - kann ich noch sehr gut erinnern, und immer wieder taucht Oskar Werner beim Lesen des Guy Montag vor meinem geistigen Auge auf. Aber das Ende des Buches ist nicht das Ende des Filmes. Das Buch geht noch einen Schritt weiter. Fazit: Der zweifellos sehr gute Film reicht dennoch nicht an dieses Buch heran, nicht weil Filme meist schlechter sind als deren literarische Vorlagen, sondern weil dieses Buch so überragend ist. 5 Sterne reichen hier nicht aus.

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41 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Das Buch liest sich sehr schnell. Bradbury fesselt den Leser vom ersten Wort an. In der ersten Überschrift erklärt er die Bedeutung von Fahrenheit 451, und damit entfacht er ein Feuer in der Fantasie des Lesers, der sich naturgegeben sehr für Bücher interessiert. Man malt sich aus, wohin ein Roman über die Brandtemperatur von Bücherpapier führen kann - und ist gefangen in Bradbury's Erzählung.

Bradbury entwirft eine merkwürdige Zukunft, die einem Leser höllisch vorkommen muss: Bücher sind verpönt, sogar verboten! Es gibt sie fast nicht mehr! Und um dieses Thema herum entwickelt er eine Gesellschaftsvision, die sich leicht aus unserer heutigen Gesellschaft extrapolieren lässt. Selbst heute, über fünfzig Jahre nach dem ersten Erscheinen des Buches, hat es nicht an Aktualität verloren, eher das Gegenteil. Unsere Gesellschaft wird immer schneller, abgehetzter, unruhiger. Wann findet man noch die Zeit für einige Gedanken in Muße (dieses Wort ist verstaubt und fast vergessen), eine Unterhaltung über wichtige Themen?
Wann findet man noch die Zeit zu lesen? Müsste man nicht eigentlich arbeiten, vorankommen, sich auf den nächsten Tag vorbereiten, Hausarbeit erledigen, zu einem Termin fahren oder Hausaufgaben für die Schule machen?

Unsere Gesellschaft findet sich schnell in Bradbury's Roman wieder. Die Verdummung durch Casting-Shows, Talkshows und dünnen Filmen, sinnlos, Hauptsache laut, ist bei uns ein ständig schneller werdender Zustand, rasend wachsend.

Welches Kind heutzutage setzt sich hin und liest ein Buch, wenn doch im Fernsehen Arabella oder Oliver Geissen läuft? Was ist mit GZSZ und DSDS? Würde man für ein Buch den Fernseher ausmachen? Wenige können das heute noch. Und das hat Bradbury weiter getrieben, in seiner Zeit, als der Fernseher auf den Markt kam. Nur mit kurzen Schlaglichtern aus der Sicht Guy Montags, nicht ausführlich, aber schnell und eindringlich, wie das ganze Buch ist. Tatsächlich läuft einem ein Schauder den Rücken hinab, wenn man feststellt, wie NAH unsere Gesellschaft seiner Horrorvision ist.

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Fernsehwände und Radiostöpsel in gesellschaftlicher Dystopie...
Das Buch strotzt vor einer Menge philosophischer Ideen, wenn diese mittlerweise auch hundertfach in der Literatur und der Science Fiction vorzufinden sind. Lesen Sie weiter...
Vor 9 Tagen von dabupo veröffentlicht
Tolles Buch
Wirklich ein schönes, spannendes Buch. Die Handlung finde ich sehr ansprechend. Es muss duch eine schlimme Welt sein, wenn es Irgendwann mal keine Bücher mehr geben darf.
Vor 2 Monaten von Ich veröffentlicht
Fahreheit 451
Ein tolles Buch gut zu lesen den Inhalt nehmen wir in der >Schule durch mal sehen was wir für eine arbeit darüber schreiben müssen.
Vor 5 Monaten von martin veröffentlicht
Düster und faszinierend
Fahrenheit 451 ist ein dystopischer Roman aus dem Jahre 1953. Die Geschichte spielt in einer Welt, in der es verboten ist, Bücher zu lesen, geschweige denn zu besitzen. Lesen Sie weiter...
Vor 5 Monaten von Ophelia veröffentlicht
Sehr tolle Geschichte.
Sehr tolle Geschichte.

Zum Anfang noch teils schwer verständlich geschrieben aber mit jeder Seite geht man tiefer hinein und fühlt sich wohler, dann ist aber... Lesen Sie weiter...
Vor 5 Monaten von D. Brüggemann veröffentlicht
Fanal gegen totalitäre Regime
"Fahrenheit 451" ist ein höchst politisches Buch und auch ein Fanal gegen totalitäre Regime und deren Machenschaften. Lesen Sie weiter...
Vor 7 Monaten von Jörg Wolter veröffentlicht
wenn man dir liniertes papier gibt, schreibe quer über die zeilen
Inspiriert von seiner Phantasie beschreibt Bradbury eine Welt auf die wir uns zubewegen. Eine Welt auf der Grundlage unseres heutigen (2011) Medienkonsums. Lesen Sie weiter...
Vor 9 Monaten von SmenTrick veröffentlicht
Schönes neues 1984
Huxleys "Schöne Neue Welt" und Orwells "1984" in einem Roman. Eigentlich eine positive Referenz. Trotzdem gebe ich dem Buch keine 4 oder 5 Sterne. Lesen Sie weiter...
Vor 11 Monaten von O. Hein veröffentlicht
spannend
ich kannte zuerst nur einen teil des films, das buch ist eine wesentlich interessantere geschichte. der größte nachteil ist wahrscheinlich das man es bereits am ersten... Lesen Sie weiter...
Vor 15 Monaten von asdf veröffentlicht
Ein Muß
Vor vielen Jahren hatte ich die Verfilmung dieses Buches mit Oskar Werner gesehen
und dachte, das Werk wäre für mich dadurch genügend widergegeben worden. Lesen Sie weiter...
Vor 15 Monaten von Marie Panek veröffentlicht
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