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Fahrenheit 451
 
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Fahrenheit 451 (Taschenbuch)

von Ray Bradbury (Autor), Brian W. Aldiss (Vorwort)
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (60 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 192 Seiten
  • Verlag: Heyne; Auflage: Überarb. Neuausgabe. (März 2000)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3453164121
  • ISBN-13: 978-3453164123
  • Größe und/oder Gewicht: 18,1 x 11,4 x 1,7 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (60 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 5.056 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

In Ray Bradburys erschreckender Zukunftsvision Fahrenheit 451 löscht die Feuerwehr keine Feuer, sondern zündet sie an, um Bücher zu verbrennen. In Bradburys anschaulich dargestellter Gesellschaft gilt Zufriedenheit als das höchste aller Ziele. Triviale Informationen sind gut, Wissen und Ideen schlecht. Feuerwehrhauptmann Beatty erklärt dies folgendermaßen:

Laßt die LeuteWettbewerbe austragen, in denen sie sich, um zu gewinnen, an den TextbeliebterLieder erinnern müssen... Sie sollen sich nicht mit heiklen Dingen wiePhilosophie und Soziologie beschäftigen. Davon werden sie nurmelancholisch.

Guy Montag ist ein bücherverbrennender Feuerwehrmann, der gerade eineÜberzeugungskrise durchmacht. Seine Frau verbringt den ganzen Tag mit ihrer Fernseh-"Familie" und drängt Montag, härter zu arbeiten, damit sie sich eine vierte Fernsehwand leisten können. Ihr langweiliges, unerfülltes Leben steht im scharfen Kontrast zum Leben ihrer Nachbarin Clarisse -- einer jungen Frau, die von den Ideen in Büchern fasziniert ist und sich weit mehr für das interessiert, was in der Welt um sie herum vorgeht, als für das belanglose Geschwätz im Fernsehen. Als Clarisse auf mysteriöse Weise verschwindet, verursacht das eineVeränderung in Montag: Er beginnt, bei sich zu Hause Bücher zu verstecken. Als ihn seine Frau denunziert, muß er die Bücher im geheimen Versteck verbrennen. Es gelingt ihm zu fliehen und sich einer Verhaftung zu entziehen. Montag schließt sich zu guter Letzt einer Gruppe geächteter Gelehrter an, die die Inhalte von Büchern auswendig im Kopf behalten und auf eine Zeit warten, in der die Gesellschaft wieder auf die Weisheit der Literatur angewiesen sein wird.

Bradbury -- Autor von über 500 Kurzgeschichten, Romanen, Theaterstücken undGedichten, unter anderem Die Mars-Chroniken und Der illustrierteMann -- ist vielfacher Preisträger; auch mit dem Grand Master Award der Science Fiction Writers of America ist er ausgezeichnet worden. Leser von 13 bis 93 werden von der grauenerregenden Spannung von Fahrenheit 451 in Bann gezogen werden und zweifellos Teil der großen weltweiten Fangemeinde Bradburys werden. --Neil Roseman -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Amazon.co.uk

In Fahrenheit 451, Ray Bradbury's classic, frightening vision of the future, firemen don't put out fires--they start them in order to burn books. Bradbury's vividly painted society holds up the appearance of happiness as the highest goal--a place where trivial information is good, and knowledge and ideas are bad. Fire Captain Beatty explains it this way, "Give the people contests they win by remembering the words to more popular songs.... Don't give them slippery stuff like philosophy or sociology to tie things up with. That way lies melancholy."

Guy Montag is a book-burning fireman undergoing a crisis of faith. His wife spends all day with her television "family", imploring Montag to work harder so that they can afford a fourth TV wall. Their dull, empty life sharply contrasts with that of his next-door neighbour Clarisse, a young girl thrilled by the ideas in books, and more interested in what she can see in the world around her than in the mindless chatter of the tube. When Clarisse disappears mysteriously, Montag is moved to make some changes, and starts hiding books in his home. Eventually, his wife turns him in, and he must answer the call to burn his secret cache of books. After fleeing to avoid arrest, Montag winds up joining an outlaw band of scholars who keep the contents of books in their heads, waiting for the time society will once again need the wisdom of literature.

Bradbury--the author of more than 500 short stories, novels, plays and poems--including The Martian Chroniclesand The Illustrated Man--is the winner of many awards, including the Grand Master Award from the Science Fiction Writers of America. Readers aged 13 to 93 will be swept up in the harrowing suspense of Fahrenheit 451, and no doubt will join the hordes of Bradbury fans worldwide. --Neil Roseman -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.


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15 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Ein Muss für jeden Literaturliebhaber, 18. April 2003
Von Reinhold Stansich "reini68.blogspot.com" (Kottingbrunn, Austria, Central Europe) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 50 REVIEWER)    (REAL NAME)   
In einer nicht zu fernen Zukunft sind Bücher abgeschafft. Irgendwann kam die Bevölkerung der USA auf die Idee, dass Bücher für nichts gut sind. Sie lenken vom passiven Konsum ab und erfordern permanent aktive Stellungnahme und Diskussion. Dies führte dazu, dass man sich dieser Unruhestifter ein für alle mal entledigte und sie einfach verbot. Da man sowieso die Feuerlöschaufgaben der Feuerwehr nicht mehr benötigte (schließlich sind ja alle Häuser feuersicher), funktionierte man diese kurzerhand zu einer Buchverbrennungsmaschinerie um. Ganz nebenbei hat man das Spitzeltum perfektioniert, jeder vernadert jeden, und so hat die Feuerwehr alle Hände voll zu tun, Bücher und Bibliotheken zu verbrennen und die Besitzer der Staatsgewalt zu übereignen - soferne diese nicht mitverbrannt werden. Dies ist die Geschichte des Feuerwehrmannes Guy Montag, der durch einige Begegnungen nachzudenken beginnt, ob ihm nicht etwas fehle. Dieses Werk schildert den Kampf der freien Gedanken gegen die allesbeherrschende totale Dröhnung - würde man heute etwas ungeniert und wenig wortgewandt formulieren. Anders als in den beiden anderen großen Dystopien des 20. Jahrhunderts ('1984' und 'Schöne neue Welt') wird das totalitäre Regime nicht durch permanente Kontrolle und Druck gestützt, sondern durch Gleichgültigkeit - Brot und Spiele eben.

Trotz der wenigen Seiten die dieses Buch aufzuweisen hat, erreicht es einen Tiefgang wie man ihn in vielen 1000-seitigen Schmökern suchen muss und niemals findet. Ganz selten gelingt es Autoren den inneren Kampf des Protagonisten derart gut darzustellen, wie es Bradbury in diesem Buch mit seinem Guy Montag schafft. Alleine die sprachliche Eloquenz des Erzählers rechtfertigt die fünf Sterne dieses Buches, doch damit ist es noch lange nicht getan.

In teilweise kafkaesken Szenen gelingt es Bradbury eine Anklage gegen das Verkümmern des aktiven Denkens zugunsten der Konsum- und Mediengesellschaft zu erheben. Besonders begeisternd war für mich der teilweise wunderbare expressioniste Schreibstil, der diese Dualität, diesen ewigen Kampf, beinahe physisch erlebbar macht. Auf wunderschöne Weise gelingt es Bradburry diesen Zweikampf zwischen Ewigem und Vergänglichen, in den beiden zentralen Frauenbegegnungen des Guy Montag aufzuzeigen; einerseits das Ehrliche, Reine und Zarte (Clarisse) und andererseits das Verstörte, Dumpfe und Zukunftslose (Mildred).

Den Film - wenngleich schon vor 20 Jahren gesehen - kann ich noch sehr gut erinnern, und immer wieder taucht Oskar Werner beim Lesen des Guy Montag vor meinem geistigen Auge auf. Aber das Ende des Buches ist nicht das Ende des Filmes. Das Buch geht noch einen Schritt weiter. Fazit: Der zweifellos sehr gute Film reicht dennoch nicht an dieses Buch heran, nicht weil Filme meist schlechter sind als deren literarische Vorlagen, sondern weil dieses Buch so überragend ist. 5 Sterne reichen hier nicht aus.

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38 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Poetische Dystopie, 4. Februar 2002
Von Andreas P. Rauch - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REVIEWER)    (REAL NAME)   
Irgendwo, in einer nicht allzu fernen Zukunft.
Der Feuerwehrmann Guy Montag ist ein diensteifriger und beliebter Mensch. Seine Arbeit besteht darin, Bücher zu verbrennen. Ansonsten ist er ein netter Kerl.
Er lebt in einer Welt voller netter Menschen. Alles ist groß und schnell und laut und bunt. Geschwindigkeitsbegrenzungen gibt es nicht mehr, im Gegenteil: Man kann wegen Langsamfahrens oder wiederholtem Spazierengehens verhaftet werden.
Guy Montag hat eine Frau. Ihr Eheleben besteht im wesentlichen darin, auf drei (hoffentlich bald vier) großen Fernsehwänden dümmliche Soaps zu betrachten.
Guy Montag ist glücklich. Jedenfalls glaubt er das. Nein, um es genauer zu sagen: Er hat sich darüber nie Gedanken gemacht.
Bis er eines Tages von dem scheuen und etwas seltsamen Nachbarmädchen danach gefragt wird. Ob er glücklich sei.
Seltsame Frage. Guy Montag beginnt, darüber nachzudenken. Er beginnt, ein paar Dinge in Frage zu stellen. Schließlich geht er sogar so weit, daß er ein paar Bücher nicht verbrennt, sondern sie mitnimmt und - liest.
Eine Zeit lang läßt man ihn gewähren. Sein Chef besucht ihn. Er erklärt ihm, warum Bücher verboten sind: Sie bringen die Leute ins Grübeln, und Grübeln macht unglücklich. Sport macht glücklich. Also weg mit den Büchern! Ab ins Stadion!
Guy Montag ist nicht mehr so leicht zu überzeugen. Schließlich soll er sein eigenes Haus "säubern" - und flieht, einige Bücher im Gepäck. Das Fernsehen überträgt live die Jagd auf ihn - als er schließlich den Rand der Stadt erreicht hat, erklärt man ihn für tot, sendet eine actionreiche Schlußszene, und ...
... tja, also, alles werde ich ja nun auch nicht verraten!

Dystopien, negative Utopien, sind eine Untergattung der Science Fiction. Zu den Klassikern des Subgenres zählen auch
A. Huxleys "Schöne neue Welt" (Brave New World), M. Atwoods "Der Report der Magd" (The Handmaids Tale; vergeßt den Film) und G. Orwells "1984".

Bradbury schreibt ziemlich unaufgeregt, baut nur wenige technische Gimmicks ein und erzählt mit viel Einfühlungsgefühl die Geschichte seiner Figuren. Natürlich wird vor Fehlentwicklungen gewarnt, aber nie derart theoretisch untermauert wie in "1984", nicht so plakativ wie in "Brave New World".
Bradbury belehrt den Leser nicht, er erzählt ihm einfach nur seine Geschichte und überläßt ihm das Ziehen von Schlüssen.
Im Grunde ist der Roman Bradburys Liebeserklärung an die Bücher. Die "schöne neue Welt" erscheint ebenso schön und berauschend wie kalt und sinnlos. Es werden keine Cyberpunk-Klischees herangeholt, die ganze Erzählweise wirkt etwas behäbig, auf wohltuende Weise - altmodisch.

Bradburys Dystopie ist eine leise, allegorischer und mehrdeutiger als die seiner Kollegen.
Und sie ist einfach furchtbar spannend geschrieben. Unbedingt lesen!

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34 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Gefährlich nahe Dystopie, 4. Juli 2004
Das Buch liest sich sehr schnell. Bradbury fesselt den Leser vom ersten Wort an. In der ersten Überschrift erklärt er die Bedeutung von Fahrenheit 451, und damit entfacht er ein Feuer in der Fantasie des Lesers, der sich naturgegeben sehr für Bücher interessiert. Man malt sich aus, wohin ein Roman über die Brandtemperatur von Bücherpapier führen kann - und ist gefangen in Bradbury's Erzählung.

Bradbury entwirft eine merkwürdige Zukunft, die einem Leser höllisch vorkommen muss: Bücher sind verpönt, sogar verboten! Es gibt sie fast nicht mehr! Und um dieses Thema herum entwickelt er eine Gesellschaftsvision, die sich leicht aus unserer heutigen Gesellschaft extrapolieren lässt. Selbst heute, über fünfzig Jahre nach dem ersten Erscheinen des Buches, hat es nicht an Aktualität verloren, eher das Gegenteil. Unsere Gesellschaft wird immer schneller, abgehetzter, unruhiger. Wann findet man noch die Zeit für einige Gedanken in Muße (dieses Wort ist verstaubt und fast vergessen), eine Unterhaltung über wichtige Themen?
Wann findet man noch die Zeit zu lesen? Müsste man nicht eigentlich arbeiten, vorankommen, sich auf den nächsten Tag vorbereiten, Hausarbeit erledigen, zu einem Termin fahren oder Hausaufgaben für die Schule machen?

Unsere Gesellschaft findet sich schnell in Bradbury's Roman wieder. Die Verdummung durch Casting-Shows, Talkshows und dünnen Filmen, sinnlos, Hauptsache laut, ist bei uns ein ständig schneller werdender Zustand, rasend wachsend.

Welches Kind heutzutage setzt sich hin und liest ein Buch, wenn doch im Fernsehen Arabella oder Oliver Geissen läuft? Was ist mit GZSZ und DSDS? Würde man für ein Buch den Fernseher ausmachen? Wenige können das heute noch. Und das hat Bradbury weiter getrieben, in seiner Zeit, als der Fernseher auf den Markt kam. Nur mit kurzen Schlaglichtern aus der Sicht Guy Montags, nicht ausführlich, aber schnell und eindringlich, wie das ganze Buch ist. Tatsächlich läuft einem ein Schauder den Rücken hinab, wenn man feststellt, wie NAH unsere Gesellschaft seiner Horrorvision ist.

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Vor 6 Monaten von Athene veröffentlicht

1.0 von 5 Sternen konstruiert und langweilig
Mir hat Fahrenheit 451 überhaupt nicht gefallen. Auf die Erwartung einer beklemmenden und atmosphärisch dichten Dystopie wie Orwells 1984 folgt die bittere Enttäuschung. Lesen Sie weiter...
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