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46 von 53 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Die Temperatur bei der Papier anfängt zu brennen - 451, 18. Dezember 2003
Film: Der Film startet ungewöhnlich, die Namen der Beteiligten werden nämlich nicht als Text eingeblendet sondern vorgesprochen. Dies nicht ohne Grund, denn es geht in diesem 1966 entstandenen Streifen ums Lesen, um Bildung und um anspruchsvolle Unterhaltung. Gleichzeitig sieht man Dachantennen als Zeichen für hirnlose Unterhaltung. Jedenfalls in der Zukunft ist es verboten Bücher zu besitzen und deshalb gibt es die Feuerwehr. Diese verbrennt Bücher, weil es Gesetz ist und weil diese dazu führen dass Menschen unglücklich sind, falsch aufgeklärt werden, sich identifizieren und über andere stellen, schlichtweg mit sinnlosem Geschreibsel ihre Zeit vergeuden. Einer der Feuerwehrmänner wird durch eine Nachbarin aber neugierig und fängt an heimlich Bücher beiseite zu schaffen um diese nachts zu lesen. Das Treiben bleibt nicht unbemerkt, nicht von seiner Frau und auch nicht von Kollegen.Mich hat dieser Streifen schon immer fasziniert. Francois Truffaut und sehr gute Schauspieler (dazu zähle ich vor allem auch den Feuerwehrkommandanten), die eine tiefsinnige und sogar spannende Geschichte zu erzählen haben. Ist es gar ein Kultfilm? Jedenfalls 10x besser als als dieser hirnlose Mist, der uns sonst vorgesetzt wird, wobei wir wieder beim Thema wären. Bild: Der Streifen ist nahezu 40 Jahre alt und das merkt man ihm eigentlich nicht unbedingt an. Die Farben sind gut, besonders das Rot der Feuerwehr sticht heraus. Filmbeschädigungen gibt’s, hauptsächlich aber nur kleine, insbesondere kleine weiße Blitze sieht man häufig. Es ist aber nicht dramatisch. Die Schärfe schwankt, mal ist sie wirklich gut, dann wieder weniger. Die Daten sind anamorph abgelegt, das Format beträgt 1:1,85. Ich geb mal die Note „befriedigend+“. Ton: Gibt’s in deutsch, französisch und englisch, jeweils Mono. Ich habe die deutsche Spur und teilweise die englische gehört. Sie erscheinen mir gleichwertig, gut verständlich, ohne rauschen aber halt auch ohne Räumlichkeit. Keine Frage, ein besserer Sound hätte mir schon gefallen können, wenn z.B. die rasanten Feuerwehrautofahrten von tiefen Streichern eindrucksvoll begleitet worden wären. Ich geb mal die Note „ausreichend+“. Extras: Ich denke der Film ist unter einer älteren Käuferschicht eher bekannt. Wer den im Kino gesehen hat, muß heute schon über 50 sein. Ob’s ein Blockbuster war, ich bezweifel es. Jedenfalls ist es anspruchsvolles europäisches Kino und das hat Extras verdient. Was hier aber Universal abliefert übertraff meine Erwartungen. Einen Audiokommentar der Hauptdarstellerin (Doppelrolle), ein Making Of, Extras für die Musik, für die Story, eine Fotogalerie und die Orginal-Anfangssequenz. Ganz klar ein „sehr gut“. Halt Stopp, leider keine Untertitel, dann nur ein "gut". Fazit: In Anbetracht des recht günstigen Preises ist diese VÖ nur als wirklich gut zu bezeichnen. Man hat meiner Meinung nach diesen Film ordentlich auf DVD umgesetzt, wenn man das Alter bedenkt. Ein „Herr der Ringe“ sieht und klingt natürlich ganz anders. Es hätte aber auch deutlich schlechter sein können. Empfehlung!
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