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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Sehr gut,
Von
Rezension bezieht sich auf: Fahrenheit 451: Graphic Novel (Gebundene Ausgabe)
Ich habe diese Novelle auf Grund einer Spiegel-Online-Rezension gekauftund bin nicht entäucht worden. Über die Story selber muß mensch ja nichts mehr sagen, den Stil der Zeichnungen finde ich gelungen und sehr ansprechend. Absolute Kaufempfehlung. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Brennt in den Fingern,
Rezension bezieht sich auf: Fahrenheit 451: Graphic Novel (Gebundene Ausgabe)
TV-Programme, die auf die komplette Wohnzimmerwand projiziert werden, Pillen zur Sedierung des Geistes, die aufgeklärte Gesellschaft am Ende. Klingt nach 2010. Ray Bradbury hat seinen Science-Fiction-Klassiker allerdings schon 1953 publiziert und das düstere Szenario einer vollkommen entmündigten Gesellschaft gezeichnet.Diese Düsternis hat Tim Hamilton nach der Originalvorlage jetzt in finstere, gedeckte, flächig kolorierte und irritierende Bilder umgesetzt. Stets liegt ein Schatten auf den Gesichtern, ebenso wie auf den Straßen, der Stadt und dem ganzen, nicht näher bezeichneten Land. Grelles Licht werfen nur die brennenden Bücher, die - von mechanischen Hunden mit installierter Gilftspritze aufgespürt - von der Feuerwehr systematisch vernichtet werden. Zu groß scheint den unsichtbaren Mächtigen die Gefahr, die von ihnen ausgeht. Die ursprüngliche Funktion der Feuerwehr ist in Vergessenheit geraten. Die Begegnung mit der freigeistigen, jugendlichen Clarisse und die Selbstverbrennung einer Buchbesitzerin werfen den zunächst systemkonformen Feuerwehrmann Guy Montag aus der Bahn. Doch der Wille zur Auflehnung keimte offenbar schon früher in ihm, denn auf seinen Einsätzen hatte er schon vorher einzelne Bücher mit zu sich nach Hause genommen. Sein Chef Beatty - selbst belesen, aber innerlich zerrissen und verbittert - schöpft Verdacht, von dem sich Montag nur befreien kann, indem er Beatty mit einem Feuerstrahl tötet. Die Verfolgungsmaschinerie läuft an. Tim Hamilton hat die zersetzende Kraft einer geistig entleerten Gesellschaft quälend und zermürbend in Szene gesetzt. Bradburys negative Utopie taugt nach wie vor als Allegorie auf den Kampf zwischen einer nie klar erkennbaren, aber stets präsenten Obrigkeit und einer degenerierten, auf das bloße Konsumieren reduzierten Masse. Höhepunkt: Der kühl inszenierte Dialog zwischen dem zynischen, vor literarischen Zitaten strotzenden Beatty und dem um Normalität bemühten Montag. Bild und Wort zerren buchstäblich an den Nerven. In diesen Augenblicken brennt dieses Buch in den Fingern und gehört daher - ganz im Sinne Bradburys - gelesen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Ray Bradbury schildert in seinem Roman Fahrenheit 451,
Von
Rezension bezieht sich auf: Fahrenheit 451: Graphic Novel (Gebundene Ausgabe)
eine totalitäre Gesellschaft, in der das Lesen und der Besitz von Büchern verboten ist. Wer gegen das Gesetz verstößt, bekommt die Feuerwehr auf den Hals, die die Bücher und anschließend das Haus des "Straftäters" niederbrennt. Fahrheit 451 ist die Temperatur, bei der Papier zu Brennen beginnt. Der Feuerwehrmann Guy Montag gerät nach einer Begegnung mit einem jungen Mädchen in Opposition und widersetzt sich mehr und mehr den Autoritäten.Diese Romanvorlage wird in dieser Graphic Novel zu einem Comic umgestaltet. Wer das Buch und die Verfilmung Truffauts kennt, kann sich auf interessante Verwerfungen freuen: Die Bilder, die einem beim Lesen im Kopf entstanden sind, überdecken sich mit den Erinnerungen an den Film und schließlich mit der grafischen Umsetzung Tim Hamiltons, die mir besonders in den monochromen Gelb- und Blautönen der Seiten sehr gelungen und in ihrem leicht verfremdeten Realismus einer 50ger Jahre-Welt die Athmosphäre eines totalitären Überwachungsstaates abbilden. Mein Problem mit dieser Kunstform: Der Originaltext wird zwar drastisch verkürzt, doch schiebt sich das geschriebene Wort immer wieder sehr in den Vordergrund, so dass Bild und Wort, anders als in einem Film, keine Einheit bilden sondern immer wieder disparat auseinanderdriften. Trotzdem eine interessante und grafisch gelungene Ergänzung zum Roman und für Bradbury Fans auch noch mit einem neuen Vorwort (2009) versehen, in dem man Einiges zur Entstehungsgeschichte von Fahrenheit 451 erfährt. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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