Wenn sich ein Fagottist eines Ranges von Albrecht Holder mit Werken abseits des Wunschkonzertmainstreams befasst, ist das mal eine begrüßenswerte Sache, zumal es sich bei Danzi um einen zu seiner Zeit hochinnovativen und heute zu Unrecht weitgehend vergessenen Komponisten handelt. Was allerdings enttäuscht, ist die Ausführung. Holder spult die virtuosen Konzerte wohl technisch perfekt und klangschön herunter, lässt aber auch nur bescheidenste Ansprüche an Dynamik, Agogik, Phrasierung, persönliche Aussage unbefriedigt. Seine Interpretation ist schlicht und ergreifend todlangweilig.