Die Countrylieder von Doug Supernaw sind irgendwie anders als die, die es in Amerika wie Sand am Meer gibt. Sie haben Harmonien, die sofort die Seele streicheln und sind mit einer grandiosen Stimme gesungen.
Dieses Album von 1999 ist vollgestopft mit Wohlklang-Balladen; eine davon zählt zu den textlich ergreifendsten, die Nashville wohl je gehört hat: "21-17", einem Abschiedslied, das tragischerweise am Schauplatz eines Sportereignisses angesiedelt ist, bei welchem ein Mann, mit dem gerade Schluss gemacht wird, von enthusiastisch feiernden Fans umringt wird, dort also völlig deplatziert ist.
Das letzte, fünfeinhalbminütige Lied ist originell arrangiert (in Mono und scheinbar im Nebenraum aufgenommen), kreiert aber so eine Lagerfeuer-Atmosphäre, die einen schönen Abschluss zu diesem rundum gelungenen Country-Album bildet. Ich weiß auch nicht, warum es Doug Supernaw nicht in Nashvilles Oberliga geschafft hat.