|
Produktinformation
|
Tags, die Kunden mit diesem Produkt verbinden(Was ist das?)Klicken Sie zum Suchen verwandter Artikel, Diskussionen oder Personen auf ein Tag.
|
|
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel:
|
||||||||||||||||||||||
|
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Gelungene Bukowski-Umsetzung,
Rezension bezieht sich auf: Factotum (Limited Edition) (DVD)
Charles Bukowski ist bekannt als Untergrundautor vieler Kurzgeschichten, deren Protagonisten ausnahmslos Loser, Großmäuler und Alkoholiker sind. Alle spielen im Milieu der US-amerikanischen weißen Unterschicht, des "white trash". Vieles ist als autobiografisch zu werten, die Menschen sind meist als haltlos und ohne Zukunftsperspektiven dargestellt. Die Texte sind durchweg unprätentiös gehalten, schlichte unverschachtelte Sätze und Dialoge intensivieren die angestrebte Darstellung der sozialen Realität dieser Gesellschaftsschicht."factotum" ist eine kongeniale Umsetzung dieses Schreibstiles: Im ganzen Film gibt es keine einzige Kamerafahrt, der Film ist nicht hektischen Schnitten unterworfen, die Dialoge sind lakonisch und doch völlig ausreichend, um die Bukowski-typische Loserstimmung aufkommen zu lassen. Matt Dillon spielt hervorragend den kaputten Alki, der kaum einen Job mehr als einen Tag lang durchhält und sich abends entweder an seinen ohne größere Ambitionen entworfenen Kurzgesichten abarbeitet oder aber mit seiner Freundin in miesen Motelapartments herumvögelt, -säuft bzw. sich mit ihr überwirft. Die Freundin ist ebenso kaputt und doch auch mit einer Rest-Würde ausgestattet und wunderbar dargestellt von Lily Taylor. Der Film ist häufig in grünlichen (=Barlicht) bzw. in pastellnen (=Neonreklame der Offlicenceshops) Tönen gehalten; spielt eine Szene im klaren Tageslicht (=Mittelklasse-Vorortsiedlung), so geht es meist nicht gut für den 'Helden' aus, wohl fühlt er sich nur im Schummerlicht. Fazit: für jeden Bukowski-Fan ein sehr zu empfehlender Streifen, für Liebhaber von Heile-Welt-Hollywood sicherlich nichts. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Wirklich ein Film mit Atmosphäre ...,
Rezension bezieht sich auf: Factotum (Limited Edition) (DVD)
... den Bent Hamer aus diesem Stoff gezaubert hat. Um die positiven Stimmen vor mir zu ergänzen, sei nur angemerkt, dass die Atmosphäre dieses Films erheblich von der wunderbaren Musik der in Deutschland leider unbekannten norwegischen Jazzband DADAFON mitgetragen wird. Für mich übertrifft "Factotum" als Umsetzung eines Bukowski-Stoffs "Barfly" bei weitem, da Bent Hamer/Matt Dillon sich nicht an einem für die breitere Öffentlichkeit wohl interessanteren Rülps-Sauf-Dreck-Image Bukowskis orientieren, sondern in als Mensch und Schriftsteller ernst nehmen. Meines Wissens hat Matt Dillon zur Vorbereitung des Films lange Gespräche mit Bukowskis Witwe geführt. In "Schreie vom Balkon" (Briefe von Charles Bukowski - Gingko Press) beschwert sich Bukowski in einem Brief an seinen deutschen Übersetzer Carl Weissner darüber, wie dreckig er von Mickey Rourke in "Barfly" dargestellt wurde. Es muss also nicht "von der Leinwand stinken", wenn man einen authentischen Bukowski-Film sehen will.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Der tropfende Wasserhahn eines Unterganges! Tolle Romanverfilmung mit einem herausragenden M. Dillon!,
Von Gaerry04 "G.aerry" (Nürnberg) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Factotum (Limited Edition) (DVD)
Wer Bukowski kennt, kann in etwa erahnen, was ihn bei diesem Film erwartet. Wer hingegen das gleichnamige Buch gelesen hat, wird erfreut sein zu sehen, dass es dem Regisseur gelungen ist, die zusammenhanglosen (beinahe) Kurzgeschichten des Werkes zu einem Ganzen zusammen zu fügen, das sich auch sehen lassen kann. Matt Dillon brilliert in der Rolle des ewigen Alterego Henry Chinaski, der permanent dazu gezwungen wird, sich mit den verschiedensten Jobs über Wasser zu halten. Alles in seinem Leben geht den sprichwörtlichen Bach runter und er tut das einzige, was ein Mann in einer solchen Situation tun kann: Er versucht dabei eine gute Figur zu machen. Trotz einiger komödiantischer Einlagen handelt es sich beim Film wie beim Buch auch um ein Drama, obwohl das Buch natürlich die klassischen Züge eines Bildungsromans trägt.Fazit: --------------- Geschichten, wie sie nur das Leben schreibt. Bukowski hatte lediglich das Glück der Stenograph des Schicksals zu sein. Auf jeden Fall ein toller Film! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel: Eigene Rezension erstellen
|
Die neuesten Kundenrezensionen |
|
|