Ich gestehe, mit Erleichterung hab ich den dritten Band der Fackeln im Sturm Reihe gerade zugeklappt. Warum ich bis zum Schluss durchgehalten habe, kann ich selbst nicht sagen, vermutlich nur deswegen, weil es mir widerstrebt ein Buch halb gelesen aus der Hand zu legen.
Der Krieg ist nun endlich vorbei, er hat nicht nur viele Tote gefordert, auch die Lebenden müssen noch lange mit den Folgen kämpfen, Charles ist so eine Person, die von den eigenen Dämonen gequält wird und nirgends richtig reinpasst. Ihm ist auch ein Großteil des Buches gewidmet und damit auch der Thematik der Indianerkriege.
Madeline nimmt die andere große Rolle in, hauptsächlich in Form von Tagebuchaufzeichnungen.
Aber wo sind alle anderen geblieben? Die meisten finden nur kurz Erwähnung, man nimmt an deren Leben aber nicht mehr teil, dabei würde es einen doch mindestens genauso interessieren wie es zu Virgilias Wandlung kam und wie sie ihr jetziges Leben als Mitarbeiterin im Waisenhaus gestaltet. Oder was ist mit Billy und Brett? Sie wandern nach Kalifornien aus und kriegen ein Kind. Das nächste Mal hört man von ihnen als sie 6 (oder waren es 7) Kinder haben. Dazwischen? Kein Wort.
Auch George: er zerbricht fast am Tod von Constance und geht nach Europa. Das war's dann auch für viele Seiten.
Und so könnte man fortfahren.
Die letzten 50 Seiten sind dann endgültig für'd Katz: ein Blick leicht in die Zukunft, eine Wiedervereinigung, die letztendlich in der Verbindung von George und Madeline endet (diese ist so kurz angerissen, dass man sie beim besten Willen nicht nachvollziehen kann).
Desweiteren gibt es noch so störende Elemente wie das Einfügen von Zeitungsschlagzeilen, die für die Handlung nicht förderlich sind.
Meine gute Warnung daher an alle: hört nach dem zweiten Band auf und denkt Euch lieber aus wie es weitergeht.