(siehe auch meine Produktfotos mit Erläuterungen!)
Nachdem meine erste Knoblauchpresse von Fackelmann, ein anderes Modell als dieses hier, extreme Materialschwächen aufwies (selbst ablösende Chrombeschichtung und Rost) reklamierte ich direkt bei Fackelmann und bekam das vorliegende Produkt als kostenlosen Ersatz. Hierfür zunächst einmal ein herzliches Dankeschön an die Firma Fackelmann für die unkomplizierte Abwicklung meiner Reklamation!
Leider scheint man bei der Produktentwicklung nicht wirklich vorangekommen zu sein, denn auch diese Knoblauchpresse ist wirklich nicht zu gebrauchen - und es ist mein erstes Haushaltsgerät überhaupt, bei dem ich das so sagen muss!
Zunächst einmal erscheint das Gerät durchdacht und ergonomisch: gummierter Griff, breiter Stempel mit glatten Kanten (Bild 1), Reinigungsfunktion durch Umklappen des Hebels auf die andere Seite (Bild 2).
Leider scheitert das Konzept an schlechter Materialauswahl und mangelhafter Verarbeitung.
Das Material der Hebel ist zu weich. Schon mit relativ wenig Kraft zwingt man sie zusammen (Bilder 3+4). Dadurch scheint man zu wenig Druck auf den Knoblauch ausüben zu können, denn was vorn aus der Presse herauskommt, ist fast nichts (Bilder 5)! Also drückt man fester und hat das Gefühl, die Presse würde gleich auseinanderbrechen. Aber das schlechte 'Pressergebnis' kommt nicht etwa von mangelnder Kraft an den Hebeln, sondern von der schlecht konstruierten Form von Stempel und Schale. Der Stempel lässt zu viele Lücken. Man bekommt die Flächen von Stempel und Sieb nur an wenigen Stellen tatsächlich aufeinandergedrückt (Bild 6). So wird der Knoblauch nicht bis zum Ende gequetscht und es bleibt viel von der Zehe 'ungepresst' zurück (Bild 7). Grund ist der zu kurze Stempel und dessen unvorteilhafter Ansatz (Bild 8, vergleiche Bild 1).
Und als ob die Reste der halb zerquetschten Knoblauchzehe trotz der eigentlich nett gedachten Reinigungsfunktion nicht schon schwer genug aus der Presse zu entfernen wären, kann zwischen die Griffgummis noch wunderbar Dreck und Flüssigkeit eindringen (Bild 9). Und nun noch die Krönung: das Blech am Scharnier ist bereits nach höchsten 5-maligem Gebrauch bereits eingerissen und dürfte somit nicht mehr lange standhalten (Bild 10), was mehrere Nutzer offenbar bestätigen können.
Liebe Firma Fackelmann,
testet ihr eure Produkte überhaupt? Offenbar nicht. Denn die genannten Mängel sollten qualifizierten Produktdesignern (oder zumindest den Einkäufern, wenn ihr das Zeug gar nicht selbst herstellt) auffallen, bevor sie in den Verkauft gelangen.
Fazit:
Nett gedacht, mangelhaft umgesetzt.
Für Idee und Design gibt's das eine Sternchen. Mehr ist nicht drin, da die Knoblauchpresse aufgrund der vielen Mängel ein Wegwerfprodukt ist.