Nun liegt das Fachlexikon der sozialen Arbeit nach über 30 Jahren schon in 7. Auflage vor und hat weiterhin gewonnen an seiner wichtigen Bedeutung für die berufliche Praxis der Sozialarbeiter/-innen und Sozialpädagogen/-innen.
Angesichts der vielfältigen und schnellen Veränderungen sowohl in der Praxis der Handlungsfelder als auch bezogen auf die rechtlichen Grundlagen wird es immer wichtiger, schnell auf fachlich fundierte Aussagen zu einzelnen Stichpunkten zurückgreifen zu können.
Egal ob man nun eher im Bereich der Kinder-, Jugend- oder Behindertenhilfe arbeitet oder eher für wohnungslose Menschen, Asylbewerber/-innen oder für Personen in Überschuldung oder Altenhilfe tätig ist: dieses Fachlexikon deckt ein sehr weites Spektrum an Informationen ab. Hierfür zeichnet sich insbesondere ein wahres Konsortium an Fachleuten verantwortlich; auch wenn unübersehbar der Anteil der Professoren/-innen und Doktoren/-innen gegenüber basisprofessionellen Sozialarbeitern/-innen ungleich höher ist.
Praktiker/-innen werden erstaunt sein, wie fundiert die einzelnen Lexikonbeiträge verfasst sind. Die Einbeziehung von Internetlinks hätte jedoch nicht nur in den einzelnen Beiträgen vorgenommen werden sollen, sondern hätte gut Platz gehabt als eigenständiges Verzeichnis.
Ansonsten ist es ausgesprochen hilfreich, dass es ein ausgiebiges Abkürzungsverzeichnis gibt sowie eine Aufführung der Autoren/-innen.
Beim gut 70 Seiten umfassenden Literaturverzeichnis wird man sich über die Aktualität einzelner Titel sehr erfreut zeigen und aus einem breiten Informationspool schöpfen können. Ein bald 30seitiges Stichwortverzeichnis mit der entsprechenden Angabe der Verfasser/-innen der einzelnen Beiträge erleichtert den Zugriff auf die jeweiligen Seiten im Fachlexikon.
Für die nächste Auflage möchte man sich eine Erweiterung der bisherigen Konzeption wünschen und beispielsweise auf eine zusätzliche, graphische Darstellung einzelner Bereiche (wie z.B. die Gesetzesstruktur, Aufgabenstellungen, Organigramme) nicht verzichten wollen. Außerdem sollten einzelne Begriffe, wie beispielsweise Selbstverletzung/Ritzen/Autoaggression oder Cyber-Mobbing/-Bullying unbedingt zusätzlich aufgenommen werden.
Alles in allem ein ungemein nützliches und im wahrsten Sinne des Wortes preiswertes Standardwerk, welches in jedem Bereich der Sozialarbeit hilfreich sein wird. Für Studierende, Berufsanfänger/-innen und sogenannte "alte Hasen" eine reichhaltige Fundgrube!