"ANRDOGYNIE. Orlando ist ein adeliger Unsterblicher von changierendem Gender. Woolfs "Liebesbrief" an Vita Sackville-West und eine Zeitreise durch Englands kollektives Unterbewusstsein. Brilliant!"
"BETRUG: Lady Chatterley ist D. H. Lawrences zweischneidiges Plädoyer für freie Liebe: Connie betrügt ihren invaliden Ehemann mit dem eigensinnigen Wildhüter und erfährt wahre Liebe. Oder doch nur Sex?"
"CHARAKTER. Mansfield dringt tiefer in unterbewußte Charakterschichten vor, als alle vor ihr. Sie scheut sich nicht, unbequem in Ecken herumzustochern und nimmt gerade die Bourgeoisie aufs Korn. Lesen!"
"DENKSTROM. Ulysses ist wohl das bekannteste Exemplar der Gattung "stream of consciousness", hauptsächlich, weil Joyce die Technik so konsequent und bis zum - manche meinen - bitteren Ende ausreizte."
"ERINNERUNGSVERMÖGEN. Wie es funktioniert und uns manchmal trügt ist Thema dieser Memoirensammlung. Wie das Gedächtnis einen formt und von einem geformt wird... Mein Lieblingsbuch von Virginia Woolf."
"FAMILIE. Die Buddenbrooks sind die deutschen Vettern der Wilcox' im nächsten Titel. Alles dreht sich um Wohlstand und die Ehre der Familie, der Einzelne zählt wenig. Pessimistische Charakterstudie."
"GLEICHBERECHTIGUNG. Howards End zeigt die Konflikte zweier Gesellschaftsströmungen auf: Materialisten und Idealisten. Zwei Schwestern emanzipieren sich sanft von 1910 herrschenden Moralvorstellungen."
"HOMOSEXUALITÄT. Maurice, E. M. Forsters posthum erschienener Roman um die Liebe zweier Männer Anfang des 20. Jahrhunderts erklärt eindringlich die Not der unterdrückten Homosexuellen."
"IDENTITÄTSFINDUNG. Die Wellen beschreibt simultan, was im Inneren von sechs Heranwachsenden vor sich geht. Überwältigend ehrliche und poetische Charakterstudie, die sich erst beim 2. Lesen erschließt."
"KRIEGSNEUROSE: Mrs. Dalloway erlebt einen normalen Tag, während Erinnerungen hochkommen und ihre Gedanken um ein Kriegsneurosenopfer kreisen, der sich das Leben nimmt. Bitter-schön."
"KINDESMISSBRAUCH: Lolita ist weder ein Aufruf dazu, noch eine Entschuldigung dafür, noch nur um der Kunst willen geschrieben. Das Buch kann einen umkippen und Humbert Humbert verzeihen lassen. Fast!"
"MANISCHE DEPRESSION: Tender is the night ist eine Erforschung der Krankheit und wie mit ihr umgegangen wurde und leider noch oft wird. Patienten wurden verkindlicht oder verteufelt statt ernstgenommen"
"NARZISSMUS: Felix Krull. Der Mensch, so schön er sei, so schmuck und blank, ist innen doch Gekrös' nur und Gestank! Felix scheint das egal zu sein, er bezaubert sogar sich selbst. Sehr lustige Lektüre"
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Orlando
Lady Chatterley.
Sämtliche Erzählungen.
Ulysses, Jubiläumsausgabe
Mrs Dalloway. SZ-Bibliothek Band 54
Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull. Der Memoiren erster Teil
Gesammelte Werke, 18 Bde. u. Nachtragsbd.
Carrington. Eine Liebe von Lytton Strachey.
Herz der Finsternis. Mit dem 'Kongo- Tagebuch' und dem 'Up-river Book'