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Alien Nation: Hier legen die Scorpions gleich die Marschroute für das Album fest. Hart, laut und bombastisch knallen sie uns Riffs und Gesangseinlagen im Midtempo um die Ohren.
No Pain No Gain: Macht nahtlos dort weiter, wo „Alien Nation" aufhört. In meinen Augen ist der Song jedoch noch etwas rhythmusbetonter.
Someone To Touch: Das Tempo wird etwas angezogen; harter Rock mit einer guten Grundmelodie und einem eingängigen Refrain.
Under The Same Sun: Schöne Ballade, die sich sehr atmosphärisch vom akustischen Beginn bis zum gedehnten Refrain mit E-Gitarren am Ende entwickelt.
Unholy Alliance: Die Marschroute wird wieder aufgegriffen. Harter Rock mit abwechslungsreichem Gitarrenspiel.
Women: Atmosphärisch, psychedelisch und leicht melancholisch angehaucht. Das hätten die Scorpions auch in den 70igern bringen können.
Hate To Be Nice: Ganz im Gegensatz zum Titel wirkt die fröhliche Melodie und das Sprech-Geschreie des Herrn Meine sehr Nice. Spektakulär!!
Taxman Woman: Genauso wie Track7 wieder etwas schneller und fließender. Nicht überragend, aber gut gerockt.
Ship Of Fools: Auch hier findet man wieder Ähnlichkeiten zu den beiden vorherigen Tracks. Harter Rock im Uptempo mit interessantem Zwischenspiel. Die Gitarrenarbeit überzeugt übrigens in allen drei Songs. Gute Soli!!
Nightmare Avenue: Zu Beginn des Songs glaubt man noch nicht, was einen erwartet. Zur Mitte wird das Teil nur noch geil! Ein richtiger Kick-Song mit einer ungewöhnlichen Begleitung zum spektakulären Solo (quietschende Autoreifen)
Lonely Nights: Jetzt ist Schluss mit dem Hardrock. Die erste der drei Abschlußballaden besticht durch den emotionalen Gesang von Klaus Meine.
Destin: Sehr stimmungsvoll und behutsam gespielt. Ich wußte gar nicht, daß die Scorps ein solches Einfühlungsvermögen besitzen.
Daddy's Girl: Recht melancholisch und leise gehalten. Kein Highlight aber trotzdem gelungen.
Face the Heat bietet für jeden Liebhaber des harten Rocks viel gutes Material. Enttäuschungen gibt es auf der Platte nicht und so war ich wirklich kurz davor, die Höchstbewertung auszupacken. Doch die gibt es bei mir nur für richtige Highlights.
Jedenfalls ist dieses Album eines der härtesten Scorpions-Alben überhaupt. Melodischen Knaller gibt es keine? Falsch - mit Under The Same Sun und Lonely Nights sind gleich zwei davon enthalten. Destin und Daddy's Girl sind auch sehr gute Songs die dem Album ein sehr atmospärisches Ende bereiten. Ansonsten wird auf diesem Album nur hart gerockt. Der Opener Alien Nation ist ein Wahnsinns-Song und so geht das ganze auch weiter. Kein einziger Hänger - das Album fällt nie ab!! Ob No Pain No Gain, Someone To Touch und Hate To oder Taxman Woman, Ship Of Fools oder Nightmare Avenue....alle wissen zu gefallen (sofern man harte Musik und/oder die Scorpions mag).
Es ist hier sicher nicht der gleiche Stil wie z.B. auf Love At First Sting oder Blackout zu finden - ein Alien Nation ist "anders" als ein Rock You Like A Hurricane, nicht schlechter aber anders (ich kann mich jetzt gar nicht entscheiden was mir besser gefällt)- und wahrscheinlich muss man sich erst daran gewöhnen bzw. einhören. DANN aber werden glaub ich die meisten dieses Album zu würdigen wissen.
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