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Face it: Essays von Thomas Edlinger, Stella Rollig und Nava Semel
 
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Face it: Essays von Thomas Edlinger, Stella Rollig und Nava Semel [Gebundene Ausgabe]

Gottfried Helnwein , Renate Helnwein , Stella Rollig , Aileen Derieg , Sharon Nuni , Anthony Berris


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Produktbeschreibungen

Der Standard, 9. 12. 2006

Anfang des Jahres war im Linzer Lentos eine große Helnwein-Retrospektive (die sich auf das Thema des menschlichen Gesichts konzentrierte) zu sehen. Der die Ausstellung begleitende Band Gottfried Helnwein. Face it (Euro 39,90) erschien, ergänzt mit vielen Bildern, Zeichnungen und den berühmten Marilyn-Manson-Fotos im Brandstätter Verlag. Für Helnwein-Aficionados!

Kurzbeschreibung

Helnwein - 1948 in Wien geboren und nach Jahren in Deutschland heute in Los Angeles und Irland ansässig - ist nach wie vor als "Provokateur" und "Schockkünstler" im Bewusstsein, als der er sich vor allem durch seine Illustrationen für das Nachrichtenmagazine wie Stern oder Profil vor einem Vierteljahrhundert etabliert hat. Der Name Helnwein stand damals für hyperrealistische Darstellungen verletzter und verunstalteter Menschen, oft Kinder, sowie für Bildzitate aus der Populärkultur, vornehmlich aus der Welt des Donald-Duck-Zeichners Carl Barks.

Die Darstellung des Kindes ist das zentrale Thema seiner Arbeit geblieben. Er verwendet unterschiedlichste Techniken und Stilmittel, neben der Zeichnung, Aquarell- und Ölmalerei und verschiedenen Misch-Techniken ist - seit den 80er-Jahren - vor allem die Fotografie sein wichtigstes Medium, oft in Verbindung mit Performance-Arbeiten. Seit den 90er-Jahren konzentriert er sich auf digitale Fotografie und großformatige Installationen im öffentlichen Raum, zumeist mit sozialem oder gesellschaftspolitischem Anliegen. Ab Ende der 90er-Jahre beginnt er auch Videos in seine Arbeit miteinzubeziehen.

Mit Essays von Thomas Edlinger, Stella Rollig und der israelischen Schriftstellerin Nava Semel.

Über den Autor

Gottfried Helnwein, Künstler Gottfried Helnwein beginnt im Jahre 1969 sein Studium an der Akademie der Bildenden Künste in Wien. Er wird Meisterschüler in der Klasse von Rudolf Hausner, einem der bedeutendsten Vertreter der Bewegung "Phantastischer Realismus", und erhält 1970 den Meisterschulpreis. Es folgen der Kardinal-König-Preis (1971) und der Theodor-Körner-Preis (1974). Die für Hausner typische technische Brillanz hat starken Einfluss auf die Arbeit Helnweins. So entstehen bereits während seiner Studienzeit die ersten hyperrealistischen Gemälde von verwundeten und gequälten Kindern.

Helnweins Aktionen und Ausstellungen provozieren und rufen immer wieder Stürme der Ablehnung hervor. Eine Ausstellung muss sogar wegen heftiger Proteste wieder abgebrochen werden - Begebenheiten, die an das Unverständnis erinnern, das Malern wie Schiele oder Munch zu Lebzeiten entgegengebracht worden ist.

Ende der 70er Jahre setzt sich Helnwein zunehmend mit Figuren der Trivialkultur auseinander. Sein erklärtes Vorbild ist Walt Disney. Ebenfalls in diese Zeit fallen die ersten Entwürfe für Plakate, Plattencover und Zeitschriften (u.a. Spiegel, Stern, Time, Lui, Playboy). Diese Auftragsarbeiten für die Massenmedien nehmen einen immer größeren Raum in seiner Arbeit ein und liegen ihm besonders am Herzen, da er so ein breiteres Publikum erreichen kann, das über den Kunstbetrieb hinausgeht. Helnwein wird zu einem der gesuchtesten internationalen Illustratoren.

1982 lehnt er ein Angebot für einen Lehrstuhl an der Hamburger Fachhochschule für Gestaltung ab. 1985 zieht Helnwein nach Deutschland und beginnt großformatige Fotos mit abstrakt-gestischer Malerei zu verbinden. Seit 1997 lebt und arbeitet Gottfried Helnwein in Irland. 2004 findet die Einzelausstellung "Helnwein-The Child" im Fine Arts Museum in San Francisco statt und 2005 eine Retrospektive im Chinesischen Nationalmuseum der Künste und in der Verbotenen Stadt in Peking.

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