Nachdem auf dem letzten Album "Dormi amore..." die Kämpferpose auf dem Cover nicht recht zum verhaltenen und eher synthetisch produzierten Inhalt passen mochte, wird Adriano hier seinem Status des Unbequemen bildlich wie auch textlich und musikalisch wieder voll gerecht. Zwar erfindet der Mailänder auch auf dem aktuellen Werk das Rad nicht neu, hält sich aber wohltuend von gängigen Italopop-Klischees fern, beweist vielmehr kompositorische Reife und weiß auch wieder mit der einen und anderen Klangspielerei zu überraschen. Stimmlich lässt der auch schon Über-Siebzigjährige wohl nie nach, kurz: ein dynamisches, mitreißendes, opulent produziertes Album, auf dem sogar das neu aufgelegte "La mezza luna" nicht aus dem Rahmen fällt - unbedingte Empfehlung für treue Fans und für Neu-Celentaniker ein Einstieg ins Spätwerk.