Kurzbeschreibung
Diese beiden Essays entstanden als Vorarbeiten zu einem Filmprojekt. In ihnen faßt der Rechtshistoriker Pierre Legendre jedoch sein umfassendes, bisher nicht ins Deutsche übersetzte Werk zusammen. Der Ursprung des Rechts liegt nach Legendres Abhandlungen über Recht, Genealogie und Psychoanalyse weniger in einem vernünftigen Vertrag als in Ritualen im Zusammenhang von Gewalt und ihrer Begrenzung.
Die weitreichenden Implikationen dieses Ansatzes werden in den Essays 'Die Fabrikation des abendländischen Menschen' und 'Der mordende Mensch' umrissen. 'Unser Ausgangspunkt ist die Zwangsläufigkeit, mit der die Wege des Denkens in die uralte Frage münden, in wessen Namen man leben kann. Warum leben wir? Ja, warum?'
Die weitreichenden Implikationen dieses Ansatzes werden in den Essays 'Die Fabrikation des abendländischen Menschen' und 'Der mordende Mensch' umrissen. 'Unser Ausgangspunkt ist die Zwangsläufigkeit, mit der die Wege des Denkens in die uralte Frage münden, in wessen Namen man leben kann. Warum leben wir? Ja, warum?'
Der Verlag über das Buch
In den beiden hier vorgelegten Essays faßt der französische Rechtstheoretiker Pierre Legendre sein umfassendes, bisher nicht ins Deutsche übersetzte Werk zusammen. Das genealogische Band, das Verhältnis von Vätern und Söhnen, ist dabei eine Grundfigur. Das Gesetz des Vaters setzt die Grenze und damit das Verbot. Bei aller normativen Kraft dieser Struktur betont Legendre immer wieder, daß dieser Vater eine vom Rechtsapparat des Abendlandes inszenierte Fiktion ist. Doch ohne die Fabrikation dieser Fiktion gibt es kein modernes, vernünftiges Subjekt.
Pierre Legendre, geboren 1930, lehrt Rechtsgeschichte an der Universität Paris I (Sorbonne) und an der religionswissenschaftlichen Abteilung der Ecole pratique des Hautes Etudes in Paris.
Über den Autor
Pierre Legendre, geb. 1930, ist Rechtshistoriker mit einem weiten psychoanalytischen, kultur- und religionshistorischen Hintergrund. Er lehrt an der Pariser 'École pratique des Hautes Études'.