Nachdem der Angriff der Holzsoldaten von den Fables abgewehrt werden konnte, wendet sich Willingham mit dieser Story wieder dem inneren Verhältnis der Bürger von Fabletown zu.
Die erste Story besteht aus einem Zweitteiler, der etwas über den frühen Bigby Wolf erzählt. Die Darstellung der Nazis mag dem einen oder anderen Leser etwas eindimensional geraten sein, aber darum geht es Willingham nicht. Vielmehr stellt er Bigby Wolf und sein Verhältnis zu Duffy in den Vordergrund. Die eigentliche Überraschung lüftet Willingham allerdings erst am Ende des Zweiteilers, als Bigby Wolf endlich die Decke vom Käfig nimmt, der schon oft im Hintergrund zu sehen war. Dies mag ein kleiner Moment in dieser Story sein, aber man hat als Leser an dieser simplen Szene allein schon deswegen Spaß, weil sie zeigt, mit wie viel Liebe, insbesondere zum Detail, Willingham seine spektakuläre Serie konzipiert.
Die nächsten vier Teile stellen zunächst Bigby Wolf weiterhin in den Vordergrund, bis sich er und Snow White nicht auf einen gemeinsamen Wohnort einigen können. So wird zu meinem Erstaunen Bigby Wolf zum Nebencharakter. Und spätestens nun wird Fables zur Soap, denn diese Wendung zeigt, dass nicht die Charaktere, sondern die Serie an sich der Star" ist.
Sobald Willingham Bigby Wolf erstmal(fast) aus der Serie geschrieben hat, führt er mit North nicht nur Wolfs Vater ein, sondern schildert auch einen Krimi, der tragisch aufgelöst wird.
Ich bin mir aber ziemlich sicher, dass wir von diesem Kind irgendwann noch mal was lesen werden.
Ebenso darf man sich als Leser sicher sein, dass sich Prince Charming, Beauty und Beast mit dem Regierungsgeschäft schwerer tun werden als sie das wohl selbst geglaubt haben. Prince Charming reagiert auf diese Schwierigkeiten damit, dass er so etwas wie einen Geheimdienst aufbaut. Aber bei Willingham weiß man nie. Vielleicht steckt dahinter mehr als wir als Leser zum jetzigen Zeitpunkt ahnen können.
Auf diesem Niveau wird sich diese Serie noch lange halten. Ich freue mich auf jeden Fall auf jede Fortsetzung.