Der fünfte Band der Abenteuerspielbuchreihe Fabled Lands führt in das Land Uttaku, eine Theokratie, die von der strengen Religiosität der Herrschenden geprägt ist. Man kann sich hier als Spieler sicherer bewegen als z. B. in Golnir (Band 2) oder Ankon-Konu (Band 3), jedoch sollte man unter allen Umständen vermeiden, die religiösen Gefühle der Kirche von Ebron zu verletzen. Die tiefe Gläubigkeit der Bevölkerung führt mitunter zu witzigen Situationen. Auf der Straße von Kunrir nach Aku kann man z. B. Zeloten begegnen, die sich selber geißeln (die einen unter Umständen aber auch steinigen können, wenn man sich falsch verhält).
Der Spieler verschafft sich hier große Vorteile, wenn er der Church of Ebron, der Staatsreligion der Uttakin, beitritt. Die Spielfigur, mit der der Leser in Harkuna (Golnir, Sokara, Uttaku etc.) Abenteuer erlebt, untersteht normalerweise mindestens einer Gottheit (z. B. Tyrnai, Lacuna, Ebron), hat einen bestimmten Beruf (Priester, Magier, Troubadour etc.) und Werte von 1-12 bei Eigenschaften wie Charisma, Combat usw., was den Verlauf des Spieles stark beeinflussen kann. Hierbei verwende ich die Bezeichnungen aus der englischsprachigen Fabled-Lands-Reihe. Die deutsche Übersetzung nennt sich "Legenden von Harkuna" und dürfte wohl andere Begriffe verwenden.
Der Spieler / Leser wird von Beginn an durch Querverweise (z. B. "turn to 239") an andere Stellen im Buch weitergeleitet, wodurch sich dann der Spielverlauf / die Handlung ergibt. Man entscheidet manches Mal selbst, welche Wege man geht, oder die Würfel entscheiden, oder man hat bereits bestimmte Codewörter gesammelt, die wiederum den Lauf der Dinge beeinflussen, ebenso wie der bisher erreichte Rang, die Eigenschaftswerte, der Beruf, die Religion und auch die Besitztümer, die man mit sich trägt. Diese Besitztümer können Waffen sein oder andere Gegenstände, z. B. eine silberne Flöte, die den Charisma-Wert erhöht, oder ein Amulett von Ebron, das einem Aufgaben in Uttaku erleichtern kann.
Aku und Kunrir sind die wichtigsten Städte des Landes Uttaku. Dass der Name stark an "Ithaka" erinnert, ist wohl kein Zufall. Diese Theokratie ist offensichtlich den Hochkulturen der Antike (Römer, Perser, auch Israelis usw.) nachempfunden. Die Hauptstadt Aku erinnert ein bisschen an Venedig und Rom. Eine Besonderheit von Uttaku sind die Basare. Nicht nur das Angebot an Gütern (Waffen, Gebrauchsgegenstände und sonstige Waren, mit denen man seine Fähigkeiten verbessern kann), sondern auch die Einkaufs- und Verkaufspreise sind weitaus kundenfreundlicher als z. B. auf den Märkten in Sokara (Band 1).
Der Spielverlauf in Band 5 ist vor allem dadurch geprägt, dass man Aufgaben für die herrschende Kaste von Uttaku erledigt, während es hierbei günstig ist, wenn man bereits mehrere der anderen Bände besitzt. Für manche dieser Aufgaben muss man nämlich z. B. die Great Steppes (Band 4) oder die Insel Akatsurai (Band 6) bereisen. Fabled Lands zu spielen ist jedoch auch möglich, wenn man nur einen einzigen Band dieser Reihe besitzt, egal welchen, aber es macht dann weniger Spaß. Ich empfehle, sich die einzelnen Bände nach und nach anzuschaffen, wenn man merkt, dass einem das Spiel gefällt.
Meine Spielfigur ist momentan immer noch damit beschäftigt, Aufgaben für die Herrscher von Uttaku zu erledigen, um so die Staatsbürgerschaft des Landes und möglicherweise eine höhere Position im dortigen Kastenwesen zu erlangen. Das Ziel, der Church of Ebron beizutreten, habe ich bereits erreicht.